Randy de Puniet und Aleix Esparagaro sind aktuell der CRT-Maßstab

MotoGP 2012

— 08.10.2012

Aspar-Duo von Dominanz überrascht

Die ART-Motorräder von Randy de Puniet und Aleix Espargaro sind 2012 meist der Maßstab in der CRT-Klasse - Fahrer loben Fortschritte

Vier Rennen vor dem Ende der laufenden Saison belegen die beiden Aspar-Piloten die Plätze zwölf und 13 in der Fahrerwertung. Damit sind sie in Schlagdistanz zu Pramac-Pilot Hector Barbera und liegen vor Cardion-Pilot Karel Abraham. Mit solch einer starken Performance haben vor der Saison sicher nicht viele gerechnet, als noch Rückstände von fünf bis sieben Sekunden pro Runde erwartet wurden.

"Das Technik-Team, Aprilia und ich haben die ART bei jedem Rennen besser kennengelernt und bei den Federelementen gute Arbeit geleistet. Wir haben daran gearbeitet, das Motorrad fahrbarer zu machen", schildert Randy de Puniet, der momentan zwei Punkte vor seinem Teamkollegen liegt und von dem Handling der ART begeistert ist.

Auch Aleix Espargaro kommt mit der ART sehr gut zurecht. "Das Team und ich haben sich an die Maschine gewöhnt, damit wir einfacher das Potenzial aufdecken konnten. Zudem haben wir das Gefühl für das Vorderrad deutlich verbessert. Bei den Vorsaison-Tests hatten wir sehr viel Chattering. Das haben wir beseitigt", freut sich der Spanier.

De Puniet und Esprargaro sind gereift

Die Einführung der CRT-Klasse stieß nicht bei jedem Fahrer auf Zustimmung. Casey Stoners Abwehrhaltung gegen die getunten Superbikes ist legendär. Doch auch für die Piloten der CRT-Bikes wurde Anpassungsfähigkeit gefordert. "Das neue Projekt hat mich als Fahrer stark vorangebracht. Wir haben bei Null begonnen und mussten deshalb viele Entscheidungen im Verlauf des Jahres treffen, um aus der ART ein Siegermotorrad zu machen", schildert de Puniet.

"Nun hat das Motorrad eine exzellente Basis. Es geht nur noch darum, meinen Fahrstil zu verfeinern, 100 Prozent zu geben und das Maximum herauszuholen", fügt der Franzose hinzu. Auch Teamkollege Espargaro ist 2012 deutlich gereift: "Ich bin nun deutlich reifer und schlauer. Dank des Teams und Jorge habe ich gelernt, gelassener zu sein. Das hilft mir beim Verdauen von Rückschlägen", stellt er klar.

Das Handling begeistert

Der Umgang mit der ART ist der große Vorteil. Im Vergleich zu den Ducati Desmosedicis, die manchmal in Reichweite sind, funktionieren die überarbeiteten Aprilia RSV4 sofort: "Sie lässt sich sehr gut fahren. Sie ist sehr gut ausbalanciert und man muss von Strecke zu Strecke nicht viel verstellen. Wir haben ein Grund-Setup gefunden, das sehr zuverlässig ist. Uns fehlt nur etwas Leistung", bemerkt MotoGP-Routinier de Puniet. "Die ART ist gut konstruiert und ein hochentwickeltes Motorrad. Die Dominanz in der CRT-Klasse beweist das."

"Es ist ein sehr agiles Motorrad", fällt Espargaro auf. "Das ist gut, wenn es um die Änderung der Richtung geht. Das Vertrauen zum Hinterrad erlaubt es, sehr spät zu bremsen. Die Leistung und die Elektronik sind unsere Schwächen. Da liegen wir im Vergleich zu den Prototypen-Fahrern weit zurück. Doch das war zu erwarten. Unsere Elektronik arbeitet gut, sie ist aber nicht so hochentwickelt wie die in den MotoGP-Maschinen. Der Unterschied wird beim Bremsen und im Regen sichtbar."

Das Saisonziel der Aspar-Piloten war vom ersten Test an klar: Man wollte die Saison als bestes CRT-Team abschließen. Daran hat sich nichts geändert: "Ich hoffe, dass wir die laufende Saison als beste CRT-Piloten abschließen können. Im kommenden Jahr können wir durch die Erfahrung noch konkurrenzfähiger sein", schildert de Puniet.

2013 noch stärker?

"Ich hoffe, dass sich die Maschine verbessert und das wir an die Prototypen herankommen. Ich bin mir sicher, dass wir im kommenden Jahr keine Rückschläge mehr erleiden müssen. Es wird schwierig, doch wir müssen weiterhin stark sein", fordert er. Auch Espargaro hat eine klare Vorstellung von der Zukunft: "Unsere Wünsche sind einfach. Ich hoffe, dass wir so wie in dieser Saison weitermachen können. Ich wünsche mir, dass ich weiterhin Spaß habe und bin mir sicher, dass ich tolle Ergebnisse erreichen kann."

"Es gibt Fahrer mit viel mehr Erfahrung, von denen ich mehr erwartet hätte. Das Aspar-Team hat gute Arbeit geleistet. Randy und ich haben bei den meisten Rennen die anderen CRTs geschlagen", freut sich Espargaro. Auch de Puniet ist von der Dominanz überrascht: "Aleix und ich haben die CRT-Klasse in diesem Jahr dominiert. Manchmal gab es Überraschungen. In der Regel aber haben wir die CRTs angeführt."

Fotoquelle: Aspar

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