Zum ersten Mal seit Ende August wird Casey Stoner wieder ein Rennen fahren

MotoGP 2012

— 11.10.2012

Stoner: "Fühle mich frisch und fit"

Casey Stoner feiert in Motegi sein Comeback - Erst die Freitagstrainings werden Aufschluss über seinen genauen körperlichen Zustand geben

Nach drei Rennen Pause ist Casey Stoner in Motegi wieder zurück. Immer noch leicht humpelnd betrat der Australier am Donnerstag den Pressesaal zur obligatorischen Pressekonferenz vor jedem WM-Lauf. Sein rechter Knöchel, den er sich bei einem heftigen Highsider in Indianapolis verletzt hat, ist wieder gut verheilt. Wie es Stoner aber auf dem Motorrad gehen wird, wird man erst am morgigen ersten Trainingstag in Erfahrung bringen. "Alle haben mich gefragt wie der Urlaub daheim war, aber es war kein Urlaub. Ich konnte nichts tun. Trainieren war schwierig. Fit zu bleiben ohne zu wissen wann man zurückkommt, war knifflig."

"Es ist schön zurück zu sein", freut sich der Honda-Werksfahrer in Japan. "Ich wollte so natürlich nicht meine Karriere beenden - verletzt zu sein und keine Chance auf die WM zu haben. Es war natürlich enttäuschend. Nun bin ich hier und will bis zum Saisonende mein Bestes geben. Ich fühle mich frisch und fit. Wir werden sehen wie es morgen auf dem Bike läuft. Da ich lange nicht gefahren bin, wird der erste Tag sicher nicht einfach werden." Es gab daheim in Australien kein Trockentraining mit einem Straßenmotorrad.

Am Freitag wird Stoner zum ersten Mal seit dem Grand Prix in Indianapolis wieder auf eine Maschine steigen. "Ich habe es nicht auf einem Motorrad probiert, weil es vielleicht mehr Schaden zugefügt hätte. Ich versuchte das Bein zu schonen und habe Physiotherapie gemacht. Ich versuchte für Motegi fit zu werden, denn ich habe dieses Datum in meinem Kopf gehabt. Die Ärzte fanden zwar nicht, dass es eine gute Idee ist, aber ich wollte Phillip Island auf keinen Fall verpassen. Deshalb dachte ich mir, dass ich diese beiden Rennen fahre und die Saison mit so vielen Rennen wie möglich beenden."

Einfach wird es nicht, aber wenn sich Stoner etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es durch. "Dieses Rennen und Malaysia waren für mich körperlich schon immer anstrengend. Das Comeback ist hier sicher nicht optimal. Die drei Rennen hintereinander sind sicher anstrengend. Wir werden sehen wie es mir danach geht. Niemand weiß es. Die Ärzte wissen es nicht genau, denn jeder Körper reagiert anders."

"Morgen auf dem Motorrad werden wir mehr wissen. Daheim konnte ich nicht viel tun. Ich habe V8-Rennen besucht, damit ich aus dem Haus komme. Ich konnte nicht viel tun und musste auf Krücken durch das Haus gehen. Ich musste warten. Misano habe ich gesehen, Brünn habe ich verpasst. Beim Aragon-Rennen hat der Fernseher nicht funktioniert. Wir haben nur über Nickys Unfall gehört und dann Bilder gesehen."

Und wie fand Stoner die MotoGP vor dem Fernseher? "Ich habe nur Misano gesehen. Das Rennen hätte ähnlich wie in Brünn sein können, aber Jorge ist vorne weggezogen. Wir haben uns das Rennen angesehen, haben dann aber auch über andere Dinge gesprochen. Es gab interessante Punkte, aber da ich immer noch ein Rennfahrer bin, hat es wehgetan, dass ich nicht selbst fahren konnte." Vier Rennen stehen noch auf dem Programm, dann ist seine Karriere vorbei.

Stoner will sich nicht in die WM einmischen

In der WM könnte Stoner eine entscheidende Rolle spielen, denn er könnte Jorge Lorenzo Punkte wegnehmen. Generell bedauert der Australier, dass er nicht selbst um den Titel kämpfen kann. "Wir waren für den zweiten Teil der Saison zuversichtlich, dass ich noch eine Chance auf den Titel habe, obwohl ich viele Punkte zurücklag. Es gab viele Strecken, die linksherum führten. Generell lief es immer auf den Strecken gegen Saisonende besser."

"Dani ist auch immer am Saisonende sehr schnell. Man weiß nie was passieren kann. Beide haben ihr Bestes gegeben. Dani hatte Pech in Misano, aber das ist Jorge auch schon früh in der Saison passiert", spricht er den Crash in Assen mit Alvaro Bautista an. Wird Stoner für Pedrosa fahren? Ist Honda diesbezüglich an ihn herangetreten? "Sie haben nicht gefragt und ich glaube nicht, dass sie es tun werden. Wie ich schon in der Vergangenheit gesagt habe, werden Meisterschaften fair gewonnen und nicht, dass man darauf hofft, dass einem der Teamkollege hilft."

Fotoquelle: RACE-PRESS.com

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