Jorge Lorenzo hat sich in Motegi den besten Startplatz gesichert

MotoGP 2012

— 13.10.2012

Lorenzo sichert sich die Pole in Motegi

Jorge Lorenzo schlägt Dani Pedrosa auf der Honda-Hausstrecke in Motegi und erobert den besten Startplatz - Stefan Bradl nach Sturz Achter

Im Qualifying für den Großen Preis von Japan in Motegi duellierten sich wieder die beiden Spanier Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa um den besten Startplatz. Überraschend mischte auch Cal Crutchlow mit, denn am Freitag hatte der Brite noch große Probleme. Am Ende entschied Lorenzo das Prestigeduell Yamaha gegen Honda für sich. Im letzten Angriff verdrängte der WM-Führende noch Pedrosa von der Pole-Position. Seine Runde in 1:44.969 Minuten bedeutete auch einen neuen Pole-Rekord in Motegi. Pedrosa musste sich schließlich um 0,246 Sekunden geschlagen geben. Crutchlow eroberte mit der Tech-3-Yamaha den dritten Startplatz.

Probleme hatte dagegen Stefan Bradl. Bereits nach acht Minuten lag seine LCR-Honda im Kiesbett der ersten Kurve. Wenig später konnte er wieder eingreifen und er landete schließlich auf dem achten Startplatz. Superstar Valentino Rossi reihte sich mit der Ducati einen Rang dahinter ein. Im Mittelpunkt stand das Duell Lorenzo gegen Pedrosa, Yamaha gegen Honda. "Alle waren sehr schnell", sagt Lorenzo im Anschluss an das Training und unterstreicht wie intensiv es war: "Ich bin 1:45.3 gefahren und dachte, dass ich auf Pole-Position bin, aber ich war nur Vierter."

"Ich musste also noch angreifen. Ich habe in der letzten Runde mehr als 100 Prozent gegeben, um die Pole zu schaffen. Ich bin sehr glücklich und sehr zufrieden mit dem Motorrad und meiner Pace. Das Rennen morgen wird sehr interessant." In der ersten Trainingshälfte spulte Lorenzo zunächst mehrere Runden mit einem harten Hinterreifen und später mit der weichen Mischung ab. Wie gewohnt war der WM-Führende konstant wie ein Uhrwerk. Dagegen hatte sein Konkurrent Pedrosa, der 33 WM-Punkte Rückstand hat, mehrere Probleme.

"Es war ein schwieriges Training für mich. Ich hatte viele Probleme. Es gab Chattering und ich fand nicht den richtigen Weg, wie ich es umgehe. Ich war viel an der Box und bin nicht viele Runden gefahren", meint Pedrosa. Er fuhr 24 Runden und damit um zwei weniger als Lorenzo. "Gegen Ende war meine Platzierung nicht so gut und ich musste pushen. Ich habe das Beste aus der Situation gemacht. Platz zwei ist gut, aber ich hoffe wir sind morgen besser und haben nicht so starkes Chattering."

Spektakulär unterwegs war wieder einmal Crutchlow. Am Freitag hatte der Brite noch großen Rückstand, aber im Qualifying war er sofort vorne mit dabei. Aber auch bei ihm lief nicht alles glatt. Einmal fing er einen Vorderradrutscher in einer Rechtskurve mit dem Knie ab. Zwischenzeitlich stellte Crutchlow auch die Bestzeit auf, doch dann verpasste er den Bremspunkt für die erste Kurve und fuhr geradeaus ins Kiesbett. Trotz der Probleme passte am Ende das Ergebnis: "Wir haben uns über das Wochenende stark gesteigert, denn im ersten Training war ich so schnell wie die CRT-Bikes."

"Ich habe das Qualifying angeführt und war immer schnell. Auch mit dem harten Hinterreifen war ich zufrieden", sagt Crutchlow über seine Leistung. Er wollte aber mehr: "Ich bin enttäuscht, dass ich die Pole nicht geschafft habe, denn heute war eine gute Möglichkeit. Leider ist etwas am Motorrad gebrochen. Wir wissen noch nicht was es ist und müssen uns erst die Daten ansehen. Als ich beinahe gestürzt wäre, gab es starke Vibrationen. Anschließend fuhr ich meine schnellste Runde und kam dann zurück an die Box. Es vibrierte aber immer noch. Wir müssen das jetzt analysieren."

Zum siebten Mal in dieser Saison wird Crutchlow aus der ersten Reihe starten. Dagegen lief es bei Ben Spies nicht ganz rund. Der zweite Yamaha-Werksfahrer war zwar konkurrenzfähig, denn es fehlten nur 0,367 Sekunden auf die Pole-Position, doch Spies lag wieder einmal auf der Nase. Einige Vorderradrutscher konnte er abfangen, aber in Kurve zehn klappte ihm endgültig das Vorderrad ein. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Platz drei und wurde nur noch von Lorenzo auf Rang vier zurückgedrängt.

Gresini-Honda-Pilot Alvaro Bautista konnte sich vom Freitag steigern und schob sich auf Startplatz fünf. Dagegen konnte Andrea Dovizioso (Tech 3) seine Leistung vom Vortag nicht reproduzieren und verpasste die erste Startreihe deutlich. Auf die Pole-Position büßte der Italiener sechs Zehntelsekunden ein, womit er Sechster wurde. Die dritte Reihe teilt sich Bradl mit den beiden Superstars Casey Stoner (Honda) und Rossi.

Bradl stürzt in der Anfangsphase

Stoner ist noch nicht ganz fit. Seine Fußgelenksverletzung behindert den Australier auf dem Motorrad und auch im Qualifying konnte er keine super-schnelle Runde aus dem Ärmel schütteln. Im absoluten Spitzenfeld spielte er bei seinem Comeback nie eine Rolle. Mit einem Rückstand von 0,776 Sekunden wurde es Platz sieben. Bradl wird am Sonntag zwischen dem Australier und Superstar Rossi auf dem achten Startplatz stehen.

Der Samstag lief für ihn überhaupt nicht nach Plan. Bereits am Vormittag kam der Deutsche nicht an seine Zeit des Vortages heran. Im Qualifying stürzte er schon nach acht Minuten und musste auf die Ersatzmaschine ausweichen. Auf die Spitze fehlte eine Sekunde. Rossi war als Neunter der beste Ducati-Vertreter. Sein Rückstand betrug 1,007 Sekunden. Teamkollege Nicky Hayden war um vier Zehntelsekunden langsamer und reihte sich dahinter an der zehnten Stelle ein.

In Kurve elf war der US-Amerikaner, der am rechten Unterarm verletzt ist, kurz neben der Strecke. Yamaha-Testfahrer Katsuyuki Nakasuga machte vor heimischer Kulisse eine respektable Figur und qualifizierte sich als Elfter. Damit hielt er Pramac-Ducati-Fahrer Hector Barbera in Schach. Karel Abraham (Cardion-Ducati) stürzte und musste sich dem Aspar-Duo geschlagen geben. Der Tscheche wird am Sonntag von Startplatz 15 losfahren.

Das Aspar-Duell um die Claiming-Rule-Krone entschied schließlich Aleix Espargaro als 13. für sich. Auf der 4,8 Kilometer langen Strecke büßte er 1,9 Sekunden auf den besten Prototypen ein. Sein Teamkollege Randy de Puniet war nur einen Tick langsamer. Ab Platz 16 folgten die weiteren CRT-Fahrer. Das waren Colin Edwards (Forward), Yonny Hernandez (Avintia), Michele Pirro (Gresini), Danilo Petrucci (Ioda), James Ellison (PBM), Roberto Rolfo (Speed Master) und Ivan Silva (Avintia). Pirro und Ellison kamen im Qualifying zu Sturz.

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.