Alleine in der MotoGP hat Jorge Lorenzo 24 Poles erobert

MotoGP 2012

— 13.10.2012

Lorenzo feiert seine 50. Pole-Position

Jorge Lorenzo gab in seinem letzten Angriff alles und wurde mit Startplatz eins belohnt - Dagegen landete sein Teamkollege Ben Spies auch in Motegi auf dem Boden

Yamaha hat einen wichtigen Prestige-Erfolg gelandet: Motegi ist im Besitz von Konkurrent Honda und Jorge Lorenzo hat Dani Pedrosa geschlagen und die Pole-Position erobert. Auch persönlich hat der Spanier einen Meilenstein geschafft, denn zum 50. Mal in seiner Karriere zog er den besten Startplatz an Land. In der 125er-Klasse stehen drei Poles in den Geschichtsbüchern. Deutlich erfolgreicher war Lorenzo bei den 250ern. In der mittleren Klasse konnte er nicht nur zwei WM-Titel erobern, sondern 23 Qualifying-Bestzeiten. Seit 2008 fährt der 25-Jährige in der Königsklasse MotoGP und eroberte deren 24 Pole-Positions.

"Ich war das gesamte Wochenende sehr schnell und hatte eine gute Pace. Im Qualifying dachte ich, dass ich zehn Minuten vor Ablauf der Zeit eine sehr gute Runde fahre, aber ich war nur Sechster. Ich verstand nicht, wie die anderen Fahrer so schnell sein konnten", berichtet Lorenzo über die Schlussphase. "Ich musste mehr puschen. In der vorletzten Runde unterlief mir ein Fehler, also war die letzte Runde meine letzte Chance. Ich habe es geschafft und bin sehr glücklich, aber wichtiger ist natürlich das morgige Rennen."

Für Yamaha war die Pole-Position ein wichtiger Erfolg, wie Massimo Meregalli, der sich um die Crew von Ben Spies kümmert, unterstreicht: "Es gibt keine bessere Art ein Rennen zu starten als von der Pole - speziell auf einer Honda-Strecke. Jorge ist eine unglaubliche Runde gefahren. Er hatte einen guten Rhythmus und seine letzte Runde war unglaublich", schwärmt Meregalli. Dagegen lief es bei Spies nicht so optimal. Der US-Amerikaner stellte die zweite Werks-M1 auf den vierten Startplatz, doch in den letzten Minuten klappte ihm das Vorderrad in Kurve zehn ein.

"Leider ist Ben in seiner möglicherweise besten Runde gestürzt. Trotzdem hat er ein gutes Gefühl und ist mit der Abstimmung und den Reifen zufrieden", ist Meregalli dennoch optimistisch. "Ich schätze, es wird morgen ein interessantes Rennen." Und was meint Spies selbst? "Es war ein gutes Training für uns. Am Ende ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen, aber das Tempo des Motorrades ist gut." Auf der Uhr war er schlussendlich um 0,367 Sekunden langsamer.

Es war ein atypischer Sturz, denn das Vorderrad klappte am Ausgang der Kurve ein. Das Motorrad rutschte aber nicht nach außen weg, sondern bog nach innen ab. Spies versuchte noch den Sturz zu verhindern, doch er purzelte von der M1. Die japanischen Streckenposten konnten die Yamaha schnell bergen. Schnell genug, denn als Lorenzo auf seiner Pole-Runde an dieser Stelle vorbeikam, wurden keine gelben Flaggen mehr geschwenkt.

"Als ich den dritten Hinterreifen nutzte, war der Vorderreifen schon etwas über dem Limit. Ich habe trotzdem angegriffen, weil ich die erste Reihe für möglich hielt", sagt Spies. "Mit dem zweiten Reifen ist mir während der schnellen Runde ein kleiner Fehler passiert. Schade, denn diese Runde hätte nahe an der Pole sein können. Die erste Reihe wäre sicherlich möglich gewesen und vielleicht ein Yamaha-Doppelerfolg. Platz vier ist aber auch gut. Ich werde alles geben, damit mir ein guter Start gelingt und ich vorne mit den Jungs mithalten kann."

Fotoquelle: Yamaha

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