Die MotoGP spricht spanisch: In Motegi standen drei Spanier auf dem Podium

MotoGP 2012

— 15.10.2012

Spanien dominiert die MotoGP

Zum ersten Mal standen in der MotoGP drei Spanier auf dem Podium - Die Nachwuchsarbeit zahlt sich nun in der Königsklasse aus

Spanien dominiert derzeit die Motorrad-WM. Das Wochenende in Japan war das beste Beispiel dafür. In der Moto2 und in der MotoGP wurde das Podium komplett von Fahrern der iberischen Halbinsel belegt. Auch in diesem Jahr werden zwei der drei WM-Titel nach Spanien gehen. Das Land hat außerdem vier Grands Prix pro Jahr. In der Königsklasse waren es in den vergangenen 20 Jahren hauptsächlich die Italiener, die große Erfolge verbuchen konnten. Die Zeiten von Max Biaggi, Loris Capirossi und Co sind aber vorbei. Auch Valentino Rossi konnte bei Ducati nicht an seine Glanzzeiten anschließen. Dazu gab es noch die beiden Australier Mick Doohan und Casey Stoner.

Auch die US-Amerikaner mischten mit, doch in den vergangenen zwölf Jahren gingen nur zwei Titel (Kenny Roberts jun. und Nicky Hayden) in das Land der "unbegrenzten Möglichkeiten". Ob die spanische Dominanz in den kommenden Jahren gebrochen werden kann, bleibt abzuwarten. Die beiden Nachwuchsklassen zeigen, dass weitere Spanier auf dem Vormarsch sind. Marc Marquez, Pol Espargaro und Maverick Vinales werden als Topstars der Zukunft gehandelt. In erster Linie liegt das an der Nachwuchsförderung. In Italien hat man diesen Trend verschlafen.

Dagegen wurde in Deutschland einiges getan, wenn auch nicht in der Intensität wie in Spanien. Talente wie Florian Alt, Luca Amato und Philipp Öttl beginnen gerade ihre WM-Karriere. Bis in die MotoGP ist es aber noch ein weiter Weg. In Japan standen zum ersten Mal drei Spanier in der Königsklasse auf dem Podium. Was meinen die Beteiligten selbst über die Gründe dafür? "Es ist unglaublich wie sich die Dinge ändern können", meint Jorge Lorenzo.

"Als Criville sein erstes 500er-Rennen gewonnen hat, hat man es für unmöglich gehalten. Jetzt gewinnen wir regelmäßig Rennen. Hier standen drei Spanier auf dem Podium. Es ist ein großer Tag und hoffentlich geht es so weiter." Dani Pedrodsa misst dem Umstand weniger Bedeutung bei und erinnert sich an die Nachwuchsförderung in Spanien. "Mir geht es nicht so sehr um die Nationalität. Als ich ungefähr acht, neun Jahre alt war, bin ich mit ihm (Bautista; Anm. d. Red.) Minibikes in der Spanischen Meisterschaft gefahren."

"Es gibt viele Fotos aus dieser Zeit. Das Gefühl, dass die Welt so klein ist und wir gemeinsam hier sind, ist manchmal schwer zu verstehen." Alvaro Bautista kletterte in Japan zum zweiten Mal in seiner Karriere auf das Podest. Auch er erinnert sich an die Jugendtage mit Pedrosa. "Ich freue mich natürlich, dass ich auf dem Podium stehe. Wie Dani gesagt hat, dieses Podium hat vor vielen Jahren bei den Minibikes und der Spanischen Meisterschaft begonnen. Die Welt ist nicht so groß, denn wir haben als Zehnjährige bei den Minibikes gekämpft. Und jetzt 15 Jahre später kämpfen wir um das MotoGP-Podium. Spanien hat gute Arbeit geleistet. Das ist das Resultat dieser Tage."

Fotoquelle: Repsol

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