Suter-Pilot Colin Edwards kämpft nach wie vor mit Motivationsproblemen

MotoGP 2012

— 17.10.2012

Edwards seit Brünn im Aufwind

Die Verbesserungen an der Suter-BMW bringen Colin Edwards zurück in Richtung CRT-Spitze - Motivation nach wie vor ein Reizthema

Sowohl in Aragon als auch in Motegi konnte Colin Edwards im Rennen eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Dass die Ergebnisse durch den kaputten Schalthebel in Spanien und den verlorenen Knieschleifer in Japan die Fortschritte noch nicht so deutlich werden, ist für den Texaner zu verschmerzen. Bisher macht Edwards eine schwierige CRT-Debütsaison durch. Als einziger Pilot auf einer Suter-BMW war er lange Zeit den Gegnern, die eine ART pilotieren, klar unterlegen.

"In Katar beim ersten Rennen hatten wir etwas Glück und konnten ein gutes Ergebnis einfahren. Doch zwischen Jerez und Brünn war es schwierig", bemerkt Edwards. Den Tiefpunkt erreichte der ehemalige Yamaha-Werkspilot bei den Heimrennen in den Vereinigten Staaten. In Laguna Seca musste sich Edwards überrunden lassen. Als einen "Haufen Mist" bezeichnete er sein Arbeitsgerät. Eskil Suter war von den Äußerungen seines MotoGP-Piloten nicht begeistert und kritisierte den US-Amerikaner für seine fehlende Professionalität.

Beim Test in Brünn testete der "Texas Tornado" die Konkurrenzprodukte und drehte einige Runden mit Mattia Pasinis ART. Dabei kam Edwards zu der Erkenntnis, dass auch das CRT-Bike von Aprilia kein spürbarer Fortschritt ist. Zudem wurde bekannt, dass Danilo Petrucci und das Ioda-Team ebenfalls eine Suter einsetzen werden. Damit wurde es für Edwards schwerer, die Schuld beim Material zu suchen, wenn es nicht so richtig läuft.

Ab Brünn fand Edwards das Vertrauen für sein Motorrad wieder. "In Brünn haben wir beim Elektronikpaket einen ordentlichen Fortschritt gemacht. Dort sahen wir bezogen auf die Saison am besten aus. In Misano war es dann noch besser. Im Rest der Saison arbeiten wir weiter am Chassis, erhalten ein paar neue Software-Lösungen und möchten auf den Dingen aufbauen, die wir haben", berichtet er.

Nach wie vor ist es aber nicht einfach für Edwards, die Motivation aufrecht zu erhalten. Auch wenn die besten CRT-Piloten zuletzt immer wieder die Satelliten-Ducatis attackieren konnten, gibt es für die Claiming-Rule-Vertreter Grenzen. "Es ist schwierig, um die Welt zu fliegen und sich dann zu motivieren, um elfte oder zwölfte Plätze zu kämpfen", gesteht Edwards.

"So ist meine DNA nicht programmiert. Ich denke auch nicht, dass Randy de Puniets DNA oder die der anderen Piloten so programmiert ist", bemerkt er. "Ich kümmere mich nicht um die Regeländerungen und möchte mich nicht in die politischen Dinge einmischen, was der richtige oder falsche Weg für die MotoGP ist, doch eine Änderung wie in der Moto2 sollte stattfinden. Dann könnten 20 Fahrer mit einer Chance auf gute Positionen miteinander kämpfen."

Fotoquelle: SuterRacing

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