Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo konzentriert sich noch nicht auf den Titel

MotoGP 2012

— 18.10.2012

Lorenzo blendet Titelvorentscheidung aus

Der Yamaha-Pilot kann beim Grand Prix in Sepang Weltmeister werden, möchte sich aber nicht von der Situation in der WM ablenken lassen

Sollte Jorge Lorenzo in Sepang gewinnen und Dani Pedrosa würde die Ziellinie nicht sehen, dann würde sich der Yamaha-Pilot bereits zwei Rennen vor Saisonende den Titel holen. Bereits in seiner ersten Weltmeister-Saison vor zwei Jahren feierte Lorenzo in Malaysia den Titel. Doch dieses Mal ist die Aufgabe etwas schwieriger, beträgt der Vorsprung auf Pedrosa lediglich 28 Zähler.

"Es ist möglich, hier den Titel zu holen. Doch die Umsetzung ist nicht einfach. Ich denke nicht so sehr daran, sondern versuche in jeder Session und vor allem im Rennen mein Bestes zu geben. Ich muss versuchen, konzentriert zu bleiben, damit ich am Sonntag viele Punkte hole", betont Lorenzo, der deutlich gelassener an die Sache herangeht als 2010.

"In diesem Jahr ist es etwas anders als vor zwei Jahren. Ich wollte damals meinen ersten Titel holen und war deutlich nervöser. Ich musste mehr Risiko eingehen", vergleicht er bei 'MotoGP.com'. Dass Honda zuletzt deutlich stärker war, weiß auch Lorenzo, der in den vergangenen fünf Rennen nur ein Rennen gewinnen konnte. Pedrosa hingegen blickt auf vier Siege in den letzten fünf Rennen zurück.

"Seit Laguna Seca sind Dani und Honda stärker geworden. Es ist für uns schwieriger, sie regelmäßig zu schlagen, so wie es zu Beginn der Saison möglich war. Wir konnten einen soliden Vorsprung herausfahren. Nun ist es schwieriger, doch die Dinge können sich während einer Saison eben ändern", schildert der WM-Leader. "Wir müssen die Saison also als Ganzes betrachten. Man darf nicht durchdrehen und um alles oder nichts kämpfen, wenn es nicht geht."

"Ich habe versucht, die vergangenen zwei Rennen zu gewinnen, doch es war nicht möglich. Vielleicht kann ich ja die kommenden zwei Rennen gewinnen", so Lorenzo. "In Japan haben wir alles versucht, um den Sieg zu holen. Ich hatte im Training ein gutes Gefühl und wollte im Rennen entkommen, doch das war nicht möglich."

"Wir haben den zweiten Platz geholt. Hier könnte es wieder ganz anders aussehen. Es ist eine andere Strecke und die Bedingungen sind auch ganz anders. Wir müssen den Freitag abwarten, um zu sehen, wie es läuft", berichtet der Weltmeister von 2010. Bei den Wintertests kam Lorenzo in Sepang gut zurecht. Die Charakteristik liegt der Yamaha, wären da nicht die zwei langen Geraden.

"Es ist ein langer Kurs, der sehr breit ist. Meistens ist es hier sehr heiß. Wir haben also weniger Leistung als sonst. Man hat das Gefühl, am Kurvenausgang weniger Leistung zu haben", bemerkt er. "Es gibt hier alles: lange Kurven, langsame Kurven, Schikanen - es ist ein ziemlich kompletter Kurs." Durch den späten Start um 16 Uhr ist die Regenwahrscheinlichkeit recht hoch. "Normalerweise regnet es nachmittags hier jeden Tag. Das ist normal. Wir hoffen, dass es am Sonntag um 16 Uhr nicht regnen wird."

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.