Jorge Lorenzo hat auch in Sepang Dani Pedrosa im Qualifying geschlagen

MotoGP 2012

— 20.10.2012

Lorenzo zum dritten Mal in Folge auf Pole

Jorge Lorenzo schnappt sich auch in Sepang die Pole-Position: Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso komplettieren Reihe eins - Stefan Bradl Achter

Vier Fahrer kämpften in Sepang um die Pole-Position für den Garnd Prix von Malaysia. Als die Topstars in den Schlussminuten des Qualifyings die weichen Reifen aufzogen, ging es eng zu. Am Ende hatte Jorge Lorenzo die Nase vorne. Während die Honda-Asse am Ende nicht mehr nachlegen konnten, war der Spanier zur Stelle und brannte 2:00.334 Minuten in den heißen Asphalt. Nach Aragon und Motegi ist es für den Yamaha-Werksfahrer und WM-Favoriten die dritte Pole in Folge. Dani Pedrosa, der die letzten beiden Rennen gewonnen hat, musste sich um 0,194 Sekunden geschlagen geben und wird am Sonntag von Startplatz zwei angreifen. Stefan Bradl (LCR-Honda) qualifizierte sich als Achter in Reihe drei.

Die Überraschung des Qualifyings war Andrea Dovizioso. Mit seiner Kunden-Yamaha des Tech-3-Teams mischte der Italiener bei der Vergabe der besten Startplätze mit und wurde schlussendlich Dritter. Auf Lorenzo fehlten 0,233 Sekunden. "Ich freue mich sehr über die erste Reihe. Wir waren das gesamte Wochenende schnell und haben uns im Qualifying noch verbessert. Wir sind schnell, wenn auch nicht ganz so schnell wie Jorge und Dani, aber wir sind nahe dran", freut sich der Italiener über seine Leistung. "Wir haben gut gearbeitet. Hoffentlich ist das Wetter morgen gut und wir haben einen schönen Kampf."

Im Mittelpunkt stand das WM-Duell zwischen Lorenzo und Pedrosa. Wie zuletzt hatte der Yamaha-Fahrer knapp die Nase vorne. "Die Bedingungen sind hart. Im Qualifying waren die Streckenverhältnisse schwieriger als am Vormittag. Deshalb war es nicht einfach, diese Rundenzeit zu fahren", sagt Lorenzo erschöpft, aber glücklich. "Mit dem neuen Reifen ist mir dann im letzten Versuch eine perfekte Runde gelungen. In der vorangegangenen Runde ist mir auf einem Randstein ein Fehler unterlaufen. Eigentlich war diese Runde besser."

"Die Pole-Position ist für morgen sehr gut. Wir müssen noch an der Abstimmung arbeiten, denn um diese Uhrzeit ist es schwierig, schnell zu fahren." Honda hat in Sepang mit Chattering zu kämpfen. Pedrosa warf die RC213V trotz Vibrationen von den Reifen um die Kurven und hatte zu kämpfen. "Es war heute schwierig, weil ich viel Chattering hatte. Es war sehr schwierig, eine saubere Runde hinzubekommen. So zu fahren war schwierig", klagt Pedrosa nach der Qualifikation. "Hoffentlich haben wir morgen im Rennen kein Chattering. Wir müssen auch das Wetter abwarten." In der WM hat er 28 Punkte Rückstand auf Lorenzo.

Weltmeister Casey Stoner (Honda) konnte die Lücke zur Spitze nicht ganz schließen und musste sich mit Rang vier begnügen. Auf Lorenzo fehlte knapp eine halbe Sekunde. Normalerweise ist Cal Crutchlow im Qualifying stärker als sein Tech-3-Teamkollege Dovizioso, aber diesmal kam der Brite auf den fünften Platz. Die zweite Reihe komplettierte Ben Spies als Sechster. Auch in Malaysia war der Texaner im Vergleich zu seinem Yamaha-Teamkollegen Lorenzo deutlich langsamer, und zwar um acht Zehntelsekunden.

Bradl steigerte sich im Vergleich zu den Freien Trainings deutlich, hatte aber einen Rückstand von 1,1 Sekunden auf Lorenzo. Auch der Deutsche kämpfte am bisherigen Wochenende mit Chattering. Nach dem Qualifying war der Rookie ratlos, weil er langsamer als bei den Wintertests im vergangenen Februar war. Sein Renningenieur Christophe Bourguignon baute die Honda RC213V für das Qualifying um. Resultat war Platz acht.

Eine Klatsche erlebte wieder einmal das Ducati-Werksteam. Bester Desmosedici-Vertreter war Hector Barbera vom Pramac-Team auf Platz sieben. Nicky Hayden wurde Neunter und Valentino Rossi Elfter. Der Rückstand des Superstars betrug 1,449 Sekunden. Pech hatte Gresini-Pilot Alvaro Bautista: In seinem letzten Angriff stürzte der Spanier von seiner Honda und konnte sich von Platz zehn nicht mehr verbessern.

Schnellster Claiming-Rule-Fahrer war Aleix Espargaro (Aspar) auf Platz zwölf. Auf der 5,5 Kilometer langen Strecke war der Spanier um 2,5 Sekunden langsamer als Lorenzo. Espargaros Teamkollege Randy de Puniet war zweitbester CRT-Fahrer auf Rang 13. Das Aspar-Duo hielt locker Karel Abraham in Schach, der auf einer Prototypen-Ducati sitzt und nur 14. wurde.

Auf den weiteren Plätzen folgten Michele Pirro (Gresini), James Ellison (PBM), Danilo Petrucci (Ioda), Colin Edwards (Fordward), Roberto Rolfo (Speed Master) und Ivan Silva (Avintia). Yonny Hernandez (Avintia) stieg am Samstag nicht auf sein Motorrad und lässt den Grand Prix aus. Zuletzt in Motegi hat er sich sein linkes Schlüsselbein ausgerenkt.

Fotoquelle: Yamaha

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