Casey Stoner wird ab Freitag durch die "Stoner-Kurve" driften

MotoGP 2012

— 25.10.2012

Stoner in "Stoner-Kurve" geehrt

Kurve drei auf Phillip Island trägt fortan den Namen von Casey Stoner - Der Australier schwärmt von dem schnellen Kurs auf der malerischen Insel

MotoGP-Weltmeister Casey Stoner wurde am Donnerstag in Australien eine große Ehre zuteil. Auf Phillip Island wurde Kurve drei nach dem 27-Jährigen benannt. Stoner ist in die Fußstapfen von Wayne Gardner und Mick Doohan getreten und hat zwei WM-Titel in der Königsklasse erobert. Zum Saisonende beendet der Honda-Pilot seine Karriere. Stoner durfte selbst wählen, welche Kurve nach ihm auf dem malerischen Kurs benannt wird. Er entschied sich für Kurve drei, die eine ultraschnelle Linkskurve ist. In den vergangenen Jahren hat Stoner dort mit Hinterradslides zu beeindrucken gewusst. In der Kurve wurden außerdem fünf Plaketten angebracht, die für seine fünf Heimsiege seit 2007 stehen. Zur Sicherheit haben die Streckenbetreiber auch eine sechste Plakette für den Triumph in diesem Jahr vorbereitet...

Stoner hat in den vergangenen Jahren auf Phillip Island dominiert. Nach vier Siegen mit der Ducati folgte im Vorjahr der Triumph auf Honda. "Es ist nicht die Streckenzeit, die mir diese Erfolge gebracht hat. Alle meine Gegner haben genau so viele Runden wie ich, oder sogar mehr abgespult", meint der Australier über sein Erfolgsgeheimnis: "Ich kann nur sagen, dass die Strecke sehr rutschig ist und die Kurvengeschwindigkeiten hoch sind. Hier schnell zu sein, hat viel mit den Eiern zu tun", drückt es Stoner aus. "Auf dieser Strecke fließt das Adrenalin und die meisten Fahrer lieben diesen Kurs."

Die Entscheidung für Kurve drei ist ihm leicht gefallen: "Es ist wahrscheinlich die beste Kurve der Welt. Ich fahre dort fast im fünften Gang mit Vollgas durch. Es ist eine verdammt schnelle Kurve und bringt das Blut in Wallung. Dort durchzufahren gibt mir immer einen Kick. Dass eine Kurve nach mir benannt wird, ist sehr außergewöhnlich und ein Privileg." Die beste Erinnerung an diese Kurve hat er aus dem Vorjahr. Mit einer Traumrunde katapultierte er sich auf die Pole-Position.

"Mit dem Grip neuer Reifen habe ich in der Kurve das Gas so wenig wie noch nie zuvor zugedreht. Dann habe ich es sofort wieder aufgerissen", schildert Stoner. "Die Daten zeigten, dass ich 262 km/h schnell war. Der langsamste Punkt der Kurve war 258 km/h. Das war verdammt schnell. Ich war komplett am Rutschen und mit dem Vorderrad zur Hälfte auf dem Randstein. Ich bin die Kurve so gut wie nie zuvor gefahren. Das ist meine schönste Erinnerung an diese Kurve."

Aber eine Kurve alleine sorgt nicht für seine Dominanz der vergangenen Jahre. Es spielen mehrere Faktoren zusammen: "Man muss mit den Reifen sehr clever umgehen, denn man kann sie rasch verschleißen. Es passt zu mir. Es gibt in jeder Kurve zehn verschiedene Linien. Wenn man immer die gleiche Linie fährt, dann ist es nicht der schnellste Weg", meint Stoner, gibt aber keine weiteren Aufschlüsse über das Erfolgsgeheimnis.

Phillip Island zählt zu den Highlights des MotoGP-Kalenders. Die Fans lieben die malerische Kulisse und die spektakulären Bilder, und die Fahrer genießen das Layout. "Die Strecke wurde vor 60 Jahren ohne Computer designt", nennt Stoner einen wesentlichen Unterschied zu neuen Kursen. "Sie folgt dem Fluss der Landschaft. Es ist eine klassische Strecke und besser als alle anderen. Die schnellen Kurven bringen dein Herz zum rasen und es gibt viele Kurven durch die man rutschen kann."

Fotoquelle: Repsol

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