Ducati macht in der MotoGP momentan schwierige Zeiten durch

MotoGP 2012

— 29.10.2012

Audi: "Haben mit Ducati Boden gut zu machen"

Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer ist von der MotoGP begeistert und hält den Gewinn des WM-Titels für möglich, sofern man in den Kurven Fortschritte macht

Ducati steht in der MotoGP eine Phase des Umbruchs bevor. Die Italiener haben in den vergangenen beiden Jahren den Anschluss an die Spitze verloren und sind momentan nur noch dritte Kraft. Honda und Yamaha sind siegfähig und kämpfen auf Augenhöhe. Doch der Rückstand von Ducati ist 2012 bei den meisten Rennen alarmierend. Fahrerisch wird sich 2013 einiges ändern. Andrea Dovizioso ersetzt Valentino Rossi. Zudem werden die Satelliten-Bikes deutlich näher an die Werks-Maschinen heranrücken. Mit Ben Spies und Andrea Iannone hat man eine interessante Fahrer-Paarung.

Noch ist offen, wie sich der Einfluss von Audi auswirken wird. Die Ingolstädter scheinen das MotoGP-Projekt aber entschlossen anzupacken. "In der MotoGP haben wir mit Ducati Boden gut zu machen", verrät Audi-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer. "Ich war sehr beeindruckt, als ich erstmals in die Rennsportentwicklung bei Ducati gekommen bin. Der heutige Stand der Technik in der MotoGP ist faszinierend."

"Für mich als Motorrad-Liebhaber war es wie Weihnachten für ein Kind. Vor allem die elektronischen Systeme an einem MotoGP-Bike sind erstaunlich: Traktionskontrolle, Anti-Wheelie-Systeme und zum Beispiel ein Motormanagement mit Zylinderabschaltung - schon cool!", schwärmt Dürheimer. "Bei der MotoGP kann man uneingeschränkt sagen, dass es die Formel 1 auf zwei Rädern ist. Technologisch ist die Serie auf Topniveau und bietet großartigen Sport."

"Ducati ist im Kampf gegen die Motorrad-Giganten Honda und Yamaha eher in der Rolle des Underdogs. Die japanischen Hersteller dominieren in der Serie und Ducati hält als einziger europäischer Hersteller dagegen", erklärt der Audi-Entwicklungsvorstand. Besonders beeindruckt zeigt sich Dürheimer von der Motorleistung der Desmosedici.

"Ducati hat das schnellste Bike im Feld und die Topspeed-Wertung geht immer an Ducati", schildert er. Gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass das Handling der Ducati kritisch ist: "Die Rennen werden bislang in den Kurven verloren. Wenn es Ducati gelingt, den Rennspeed in den Kurven zu verbessern, dann gibt es keinen Grund, weswegen ein Nicky Hayden nicht mit Ducati Weltmeister werden sollte."

Den Weggang von Rossi bedauert Dürheimer: "Valentino Rossi hat erklärt, dass er bei Ducati nicht das Bike vorgefunden hat, mit dem er nochmals hätte Weltmeister werden können. Deswegen wird er sein Glück nun wieder bei Yamaha versuchen. Ducati hat dafür einen anderen Toppiloten verpflichtet: Andrea Dovizioso, der 2013 gemeinsam mit Nicky Hayden im Werksteam fahren wird. Die gemeinsame Zeit mit Valentino war für alle spannend und interessant, weil er einer der besten Piloten und eine außergewöhnliche Persönlichkeit ist." Die Zielsetzung ist klar: "Dann muss Ducati eben ohne Rossi Weltmeister werden."

Fotoquelle: Ducati

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