Andrea Dovizioso hat sich auf das Abenteuer Ducati eingelassen

MotoGP 2012

— 30.10.2012

Wird Dovizioso seine Erfahrung zum Verhängnis?

Nicky Hayden und Valentino Rossi versuchen zu erklären, warum sich ehemalige Honda- und Yamaha-Fahrer mit der Desmosedici schwer tun

Die MotoGP-Motorräder der Saison 2012 verfolgen drei unterschiedliche Motorkonzepte. Yamaha setzt als einziger Hersteller auf einen Reihen-Vierzylinder-Motor. Damit erreichen sie bei der M1 eine sehr gute Massenkonzentration, die ein gutes Handling ermöglicht. Mehr Leistung bringen die V-Konzepte von Honda und Ducati. Dafür können beide Bikes besonders am Kurveneingang nicht mit der Yamaha mithalten. Erstaunlich ist aber, wie groß die Unterschiede sind. Liegen Honda und Yamaha mit Blick auf die Rundenzeit meist auf Augenhöhe, so tun sich die Ducati-Piloten immer schwerer, den Anschluss zu halten.

Das Handling der Desmosedici ist kritisch. Bisher konnte sich lediglich Casey Stoner auf das eigenwillige Fahrverhalten der italienischen Diva einstellen. Die Liste der gescheiterten Piloten ist wesentlich länger und durchaus prominent besetzt. Ab 2013 versucht Andrea Dovizioso sein Glück, nachdem er von Honda zu Yamaha wechselte und mit der M1 sehr gut zurechtkam.

Diese Abfolge könnte dem Italiener zum Verhängnis werden. Nicky Hayden erklärt: "In der Vergangenheit waren einige Fahrer schnell, die mit wenig Erfahrung auf die Ducati gestiegen sind - besonders, wenn sie vorher europäische Motorräder bewegt haben, wie zum Beispiel eine Aprilia, die etwas unruhig und nervös ist."

"Dann gab es aber auch Fahrer, die von einem japanischen Motorrad kamen und überhaupt nicht zurechtkamen. Dovi hat viel Erfahrung und weiß, wie sich das Motorrad anfühlen muss. Es gibt aber Fahrer, die dieses Gefühl nicht haben, auf die Ducati springen und schnell sind", analysiert Hayden. Mit Dovizioso und Ben Spies kommen zwei Yamaha-Piloten zu Ducati. Wird das für die beiden Ausnahmekönner zum Problem?

"Viele Fahrer waren schon einmal schneller: Kallio und Karel waren vergangenes Jahr schneller. Selbst Espargaro war am Anfang schnell. Man weiß nie, wie es wird, bis jemand auf dem Motorrad saß und man die Rundenzeiten sieht", bemerkt Hayden. Valentino Rossi ist gespannt auf die Rundenzeiten der neuen Ducati-Piloten.

"Es ist sicherlich interessant zu sehen, wenn Spies testet. Aber mit seiner Verletzung müssen wir wahrscheinlich auf das nächste Jahr warten. Zwischen Dovi und Iannone ist es zunächst interessant, wie der Vergleich zu Hayden ausfällt", so der "Doktor". "Dovi hat mehr MotoGP-Erfahrung, aber auf der anderen Seite hat Iannone zwar keine MotoGP-Erfahrung, aber er ist auch nie Honda und Yamaha gefahren."

"Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil, aber ich weiß es nicht. Das könnte aber einen Unterschied ausmachen. Japanische Motorräder sind anders zu fahren", weiß nun auch Rossi, der 2011 und 2012 seine bisher größten Niederlagen erleiden musste. "Iannone kommt von der Moto2 und seine Einstellung ist noch leer."

Fotoquelle: Tech 3

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