Casey Stoner und Jorge Lorenzo lieferten sich viele harte Kämpfe

MotoGP 2012

— 31.10.2012

Lorenzo über Stoner: "Vielleicht kommt er ja zurück"

Der neue MotoGP-Weltmeister zeigt Verständnis für die Entscheidung seines Vorgängers, schließt dessen Rückkehr aber nicht aus

Casey Stoner wird die MotoGP-Bühne nach dem Saisonabschluss in Valencia verlassen. Seit 2006 kämpfte der ruhige Australier in der Königsklasse um Siege und Titel. Bereits 2007 sollte der damalige Ducati-Pilot sich die Krone aufsetzen. In den Zweitaktklassen gelang ihm das im Gegensatz zu den späteren Dauerkonkurrenten Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa oder auch Valentino Rossi zwischen 2001 und 2005 nicht.

In der vergangenen Saison folgte mit Honda der zweite Titel. Nicht zuletzt durch den schweren Sturz in Indianapolis wurde Stoner daran gehindert, als amtierender Weltmeister abzutreten. Über den Rücktritt mit 27 Jahren wurde bereits viel diskutiert. Der Großteil des Fahrerlagers kann die Entscheidung verstehen, auch wenn sich der sehr talentierte MotoGP-Pilot vermutlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet.

"Er kennt seine Beweggründe für den Rücktritt besser als alle anderen", bemerkt Lorenzo. "Ich kann ihn verstehen. Er ist zwar erst 27 Jahre alt und immer noch sehr jung. Doch andererseits ist er seitdem er 16 Jahre alt ist in der Weltmeisterschaft. Er fuhr bereits mit drei Jahren Motorräder. Ich denke, er ist einer der Fahrer, der die Arbeit mit der Presse und den Medien nicht mag. Die Marketingsachen mag er nicht."

"Er hat eine Familie - eine Frau und ein kleines Kind. Das hat seine Entscheidung beeinflusst", betont Lorenzo, der mit Stoner in Zukunft einen seiner Hauptgegner verliert. "Ich denke, dass ich talentiert bin, habe aber noch nie einen Fahrer gesehen, der so viel Talent hat wie Casey", schildert der Yamaha-Werkspilot.

"Das bezieht sich nicht nur auf die vergangenen beiden Jahre. Er war der einzige Fahrer, der mit der Ducati zurechtkam. Er kam zu einer Strecke und war zwei Sekunden schneller als die anderen. Das war unglaublich", erinnert sich der Weltmeister von 2012. "Vielleicht kommt er ja zurück. Er ist für jeden Fahrer ein toller Gegner. Nun wird es für die Verbliebenen deutlich einfacher. Mit ihm auf der Strecke war es nicht einfach."

Fotoquelle: Repsol

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