MotoGP 2012

— 10.11.2012

Technische Rahmenbedingungen ab 2014 beschlossen

Die Verantwortlichen haben sich beim technischen Reglement ab 2014 zu einem ersten Kompromiss durchgerungen - Den Herstellern bleiben Freiheiten



Am Samstag wurden in Valencia einige Regeländerungen für die Zukunft beschlossen. Carmelo Ezpeleta (Dorna-Präsident), Ignacio Verneda (FIM-Direktor), Herve Poncharal (IRTA), Takanao Tsubouichi (MSMA) sowie Javier Alonso (Dorna) und Mike Trimby (IRTA) haben die nachfolgenden Veränderungen ab 2014 beschlossen. Monatelang wurde zwischen den Herstellern, der Dorna und den Teams diskutiert. Nun wurden einige Weichen für die Zukunft gestellt, wenn auch noch einige Fragezeichen offenbleiben. So will Yamaha einen M1-Motor an potenzielle Kunden verleasen, Honda will einen Production-Racer der RC213V verkaufen. Diesbezüglich sind noch Diskussionen vorprogrammiert.

Beschlossen wurde, dass eine ECU und ein Datalogger, die von der Dorna zur Verfügung gestellt werden, vorgeschrieben sind. Hersteller, die Mitglieder der Herstellervereinigung MSMA sind, und maximal vier Motorräder bereitstellen, dürfen ihrer eigene Software verwenden. Dafür wird der Tankinhalt um einen Liter auf 20 Liter beschnitten. Alle anderen Motorräder müssen die ECU, den Datalogger und die Software, die von der Dorna zur Verfügung gestellt werden, verwenden. Ihr Tankinhalt beträgt maximal 24 Liter.

Auch die Anzahl des Motorenkontingents variiert: MSMA Hersteller, die maximal vier Motorräder einsetzen, dürfen maximal fünf Motoren pro Jahr verwenden (derzeit sind es sechs). MSMA Hersteller dürfen in ihrer ersten Saison neun Motoren verwenden. Alle anderen Teams dürfen zwölf Triebwerke verwenden. Im Klartext bedeutet das, dass ein fauler Kompromiss geschlossen wurde. Honda, Yamaha und Ducati dürfen praktisch weiterhin tun und machen was sie wollen. Lediglich der Tankinhalt wird für sie um einen Liter beschnitten und es darf ein Motor weniger verwendet werden.

Yamaha bestätigte in Valencia, dass der Motorschaden von Jorge Lorenzo in Assen keine wirkliche Auswirkung auf das Programm hatte. Außerdem bestätigte Yamaha, dass man bei der Elektronik die größten Fortschritte gemacht hat. Details wollte man nicht verraten, aber es ging hauptsächlich um die Anti-Slide-Kontrolle. Wenn die Hersteller in Zukunft weiterhin ihre eigene Software verwenden dürfen, wird sich an der aktuellen Situation nichts ändern. Honda und Yamaha werden an der Spitze weiterhin dominieren. Mit der Maßnahme, dass ein neuer Hersteller neun Motoren verwenden darf, will die Dorna Herstellern wie Suzuki, Aprilia oder Kawasaki die Rückkehr in die MotoGP schmackhaft machen.

Die Triebwerke sind jeweils für eine Saison eingefroren. Die aktuellen Werte von Bohrung und Hub sind ebenfalls für die Jahre 2013 bis 2015 eingefroren. In der Presseaussendung der Grand-Prix-Kommission heißt es weiter, dass diese Regeln nach langen Gesprächen zwischen FIM, Dorna und den Herstellern beschlossen wurden. Man will ab 2014 Motorräder und Motoren für andere Teams einsetzen. Wie diese Verträge genau aussehen, muss allerdings noch vor dem Saisonauftakt 2013 von der Dorna und den Herstellern beschlossen werden. Erst dann werden die technischen Regeländerungen umgesetzt.

Fotoquelle: Repsol

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