MotoGP 2012

— 10.11.2012

Crutchlow: "Die Strecke ist grauenhaft"

Cal Crutchlow lässt kein gutes Haar am neuen Asphalt in Valencia und tippt im Fall eines Regenrennens auf einen Überraschungssieger



Während Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und Casey Stoner im Qualifying der MotoGP in Valencia wieder einmal eine Klasse für sich waren, führte Cal Crutchlow das Feld der Verfolger an. Der Tech3-Pilot fuhr mit einem Rückstand von 0,668 Sekunden auf Position vier, glaubt aber, dass für ihn noch mehr möglich gewesen wäre. "Ich habe einige Fehler gemacht, ohne die hätte ich in die erste Startreihe fahren können", so Crutchlow.

Mit seiner Position ist der Brite dennoch zufrieden: "Ich bin Vierter, und vor mit stehen die drei Führenden in der Meisterschaft. Es gibt also nichts, worüber ich mich ärgern müsste. Sie sind einfach die Besten. Daher muss ich mich nicht dafür schämen, in der zweiten Reihe zu stehen", so Crutchlow, der im Qualifying-Duell mit Teamkollege Andrea Dovizioso wieder einmal die Oberhand behielt.

Trotz des guten Resultats war die Stimmung im Hause Crutchlow nicht auf dem Höhepunkt. Während einige seiner Kollegen die neu asphaltierte Strecke in Valencia loben, redet sich der Brite darüber regelrecht in Rage: "Die Strecke ist grauenhaft. Ich bin noch nie auf einer Strecke gefahren, die so viele Bodenwellen hat", meint Crutchlow. "Trotz des neuen Asphalts kommt man sich vor der ersten Kurve vor wie auf einer Motorcross-Strecke."

"Vielleicht sind die Autos nach der Asphaltierung zu früh auf der Strecke gefahren und haben dadurch die Bodenwellen verursacht. Denn sie tauchen nur in den Bremszonen auf", mutmaßt der Brite, der den neuen Circuit Ricardo Tormo schlimmer als im Vorjahr empfindet. "Der Grip ist besser, aber die Bodenwellen sind viel schlimmer. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es in der ersten Kurve so schlimm war."

Doch nicht nur die Strecke bringt Crutchlow auf die Palme: "Und dann die Reifen: Fünf Runden lang sehen sie aus wie neu, zeigen keinerlei Verschließ, und dann brechen sie völlig ein", regt sich der 27-Jährige über die weiche Mischung auf. "Das war bei allen so. Der Grip ist sehr gut, ohne Frage, aber die Reifen verschleißen so schnell. Die Strecke ist sehr schmutzig, daher gibt es starkes Graining, weshalb die Reifen nur fünf Runden lang halten."

Im Rennen dürfte dieses Problem jedoch nicht zutage treten, denn die Vorhersagen gehen von einem Regenrennen aus. In diesem Fall tippt Crutchlow auf einen Überraschungssieger: "Morgen könnte Nicky das Rennen gewinnen. Falls Dani sich auf den Hintern setzt oder etwas Ähnliches passiert, könnte Nicky gewinnen." Ducati-Pilot Nicky Hayden hatte im verregneten ersten Freien Training die Bestzeit gefahren und damit auf Crutchlow offenbar großen Eindruck gemacht.

"Es wird ein langes Rennen. Hoffentlich ist es komplett nass", wünscht sich Crutchlow. "Aber Scheiß drauf, es ist das letzte Rennen des Jahres, da wird auch ein Flag-to-flag-Rennen ein großer Spaß. Das wäre große Unterhaltung, und die Meisterschaft ist ohnehin schon entschieden."

Fotoquelle: Tech 3

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