MotoGP 2012

— 14.11.2012

Yamaha bringt Rossi um Test im Trockenen

Der Wechsel von Valencia nach Aragon sollte sich als Fehler herausstellen: Rossi und Lorenzo finden deutlich schlechtere Testbedingungen vor



Das schlechte Wetter ermöglichte am Dienstag keinen aussagekräftigen Test in Valencia. Der Kurs war bis auf die ersten Minuten nass. Das hat Yamaha dazu gebracht, am Mittwoch nach Aragon auszuweichen, weil der Wetterbericht für das etwa 250 Kilometer entfernte Motorland vielversprechender aussah. Während die Piloten in Valencia gegen Ende des zweiten Testtages eine trockene Strecke vorfanden, fiel der Yamaha-Test erneut ins Wasser.

Weltmeister Jorge Lorenzo konnte lediglich ein paar Runden im Trockenen fahren bis der Regen kam. Der Spanier stürzte später in Kurve 16, blieb aber unverletzt. Insgesamt kam Lorenzo nur auf neun Runden. Für seine beste Runde benütigte er 1:57.725 Minuten. "Die vergangenen zwei Tage waren hinsichtlich des Wetters unglücklich verlaufen", bedauert Lorenzo. "Wir konnten nicht viele Runden fahren."

"Es war wichtig, hier zu trainieren, weil wir für die neue Saison Teile am Chassis und am Motor zu testen hatten. Wir konnten nicht ausreichend Informationen sammeln für die Ingenieure, damit die im Winter in Japan arbeiten können. Nun müssen wir auf die nächste Gelegenheit warten", schildert der Yamaha-Werkspilot enttäuscht.

Valentino Rossi konnte am Dienstag in Valencia 30 Runden abspulen. Die Zeiten des ehemaligen Ducati-Werkspiloten waren aber nicht aussagekräftig. Durch den bestehenden Vertrag mit den Italienern darf sich Rossi noch nicht ausführlich zu den Tests mit Yamaha äußern. "Gestern konnte ich 30 Runden fahren. Das Gefühl war gut. Schön, wieder zurück zu sein", verriet er 'MotoGP.com'.

"Yamaha entschied sich dazu, nach Aragon zu wechseln, weil der Wetterbericht besser aussah. Leider war dem nicht so. Es war sehr wichtig für Yamaha, im Trockenen ein paar Runden zu absolvieren, um für die kommende Saison zwei oder drei Dinge für das Motorrad zu verstehen. Doch auch hier in Aragon war es unmöglich. Nun müssen wir bis Februar warten", so Rossi.

Teamdirektor Massimo Meregalli kann ebenfalls keine aufschlussreichen Aussagen abliefern. "Wir konnten an den beiden Tagen nicht die Teile testen, die wir testen wollten. Beide Fahrer fühlen sich mit dem Basis-Setup wohl. Wir müssen nun auf den Test in Sepang warten. Kritisch wird es beim Motor", bemerkt er. "Unsere Testfahrer in Japan werden die Entwicklung fortführen."

Fotoquelle: FGlänzel

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