MotoGP 2012
— 02.12.2012Doviziosos feines Gespür für Regen
2012 waren die MotoGP-Fahrer fast an jedem Wochenende mit einer feuchten Strecke konfrontiert - Andrea Dovizioso erklärt, wie er dabei vorgeht
Andrea Dovizioso erklärt, wie er sich auf nasser Bahn ans Limit herantastet: "Wenn du zu Beginn des Wochenendes zum ersten Mal im Nassen fährst, ist es auf der Geraden einfacher, den Grip zu spüren", sagt der Italiener, der in der kommenden Saison für Ducati an den Start gehen wird. "Wenn beim Beschleunigen das Hinterrad durchdreht, weißt du, dass es eine Katastrophe ist und du null Grip hast."
Mitunter werden jedoch auch die Asse der MotoGP von den Gripverhältnissen überrascht. Beim Saisonfinale in Valencia machte Dovizioso eine unerwartete Erfahrung: "In Valencia war es seltsam. Da hatte ich auf der Geraden keinen Grip, in den Kurven, in Schräglage, war er jedoch gut. Ich hatte keine Ahnung warum", so der überraschte Italiener.
"In der Mitte der Kurve konntest du immer schneller werden, weil der Grip sehr gut war", sagt Dovizioso. Allerdings sei dieser hohe Grip in der Kurvenmitte tückisch, denn beim Herausbeschleunigen gehe die Bodenhaftung dann plötzlich verloren: "Am Kurvenausgang drehten dann die Räder durch", so Dovizioso.
Das Hauptproblem im Nassen ist in der MotoGP, die reichlich vorhandene Motorleistung überhaupt auf den Boden zu bringen. Mit 240 PS und mehr sind die 1000ccm-Maschinen im Regen deutlich übermotorisiert. Daher müssen die Maschinen über die Abstimmung künstlich eingebremst werden, damit die Kraft überhaupt kontrollierbar ist. "Wir müssen die Motorleistung stark reduzieren, die Bremskraft nach vorne verstellen und die Einstellung der Traktionskontrolle verändern", erklärt Dovizioso.
Fotoquelle: Tech 3
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