MotoGP 2012

— 03.12.2012

Marquez' MotoGP-Debüt mit Spannung erwartet

Die MotoGP-Stars sind sicher: Marc Marquez wird die Königsklasse mit Talent und Aggressivität bereichern - Crutchlow: "Ich würde die Schlägerei gegen ihn gewinnen"

Das MotoGP-Debüt von Marc Marquez verspricht schon jetzt jede Menge Spannung. Nachdem er den Moto2-Titel in der Saison 2011 verletzungsbedingt kampflos Stefan Bradl überlassen musste, holte sich der Spanier im zweiten Anlauf die Krone in der zweithöchsten Klasse der Motorrad-WM.

Beim Saisonfinale in Valencia ließ Marquez am 11. November noch einmal sein ganzes Können aufblitzen, bevor er zur kommenden Saison den Schritt in die Königsklasse wagt: Vom letzten Startplatz stürmte der 19-Jährige innerhalb kürzester Zeit durchs Feld und holte sich trotz der Rückversetzung in der Startaufstellung aufgrund seines aggressiven Manövers im Freien Training gegen Simone Corsi auch bei seinem letzten Moto2-Auftritt den Sieg.

Der zurückgetretene MotoGP-Pilot Casey Stoner, dessen Platz im Honda-Werksteam Marquez in der Saison 2013 übernimmt, zeigt sich von der Vorstellung des Spaniers in Valencia beeindruckt. "Das war eine beeindruckende Fahrt von Marc, wie wir sie in der Vergangenheit schon oft erlebt haben. Er war zu Beginn sehr aggressiv, hat dann aber schnell seinen Rhythmus gefunden. Die Meisterschaft war entschieden, er fuhr ohne Druck und ist daher vielleicht ein größeres Risiko eingegangen."

Viel Respekt von Seiten der MotoGP-Stars

Auch Marquez' künftiger Teamkollege Dani Pedrosa, der mit einer nicht weniger beeindruckenden Leistung am selben Tag das MotoGP-Rennen gewann, obwohl er dieses aus der Boxengasse aufnahm, zeigt sich von der Marquez-Show in Valencia beeindruckt. "Das war eine starke Leistung, ein sehr gutes Rennen. Wenn du eine solch gute erste Runde fährst und dann gleich den Rhythmus findest, fährst du relativ leicht auch unter die ersten Drei. Das Rennen zu gewinnen, ist eine andere Geschichte, aber er hat es sehr gut gemacht."

Für Cal Crutchlow steht das Talent des kleingewachsenen Spaniers außer Frage. "Marquez war ganz sicher nicht aufgrund des Motorrads so schnell. Sicher, er hat einen Gewichtsvorteil und aufgrund seiner Körpergröße auch einen aerodynamischen Vorteil, aber wenn man sich einmal ansieht, wo die anderen Suter-Fahrer gelandet sind, dann stellt man fest, dass Marquez Außergewöhnliches geleistet hat", lässt der Tech-3-Yamaha-Pilot die Moto2-Saison 2012 Revue passieren.

Am aggressiven Fahrstil von Marquez scheiden sich zuweilen die Geister. Im Verlauf seiner zwei Moto2-Jahre fing sich der Spanier die eine oder andere Strafe ein - zuletzt für seine Aktion am Valencia-Freitag, als er Corsi mit einem rustikalen Manöver aus dem Sattel holte. "Ob der zu aggressiv fährt? Das weiß ich nicht", so Crutchlow.

Crutchlow: "Er ist leider so gut"

"Unterm Strich hat er die Weltmeisterschaft gewonnen, weil er nun leider einmal so gut ist", zollt der Brite seinem künftigen MotoGP-Weggefährten Respekt und sagt: "Ich gehe davon aus, dass er in der MotoGP-WM nach drei, vier Rennen auf dem Podium stehen wird. Wenn die Wintertests gut für ihn laufen, schafft er es vielleicht schon beim ersten Rennen aufs Podium."

Crutchlow sieht die Aggressivität in der Moto2-Klasse generell höher als in der Königsklasse, "denn bei uns steht mehr auf dem Spiel" und ist sich gleichzeitig sicher: "Bei uns wird ihm mit Sicherheit keiner einfach so eine Lücke lassen, aber ich glaube auch nicht, dass er das erwartet. Es wird auf jeden Fall interessant sein zu sehen, wie er sich hier schlägt." Die eine oder andere Auseinandersetzung will auch der großgewachsene Brite nicht ausschließen und scherzt: "Sollte er mich vom Motorrad holen, dann würde ich die Schlägerei gegen ihn mit Sicherheit gewinnen."

MotoGP-Superstar Valentino Rossi hält fest: "Ich persönlich mag Marquez. Er ist ein talentierter Kerl. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen, denn er fährt sehr aggressiv. In seinem Alter muss das so sein, doch manchmal übertreibt er es ein wenig. Ich glaube, auf dem MotoGP-Bike wird er es zwangsläufig etwas ruhiger angehen lassen, denn die Geschwindigkeiten und damit auch die Risiken sind höher."

Auch Andrea Dovizioso, der den in Richtung Yamaha abwandernden Rossi in der Saison 2013 im Ducati-Werksteam ersetzt, findet: "Marquez fährt ein bisschen zu aggressiv." Der Italiener fühlt sich durch die Vorstellungen des Youngsters an den unvergessenen Marco Simoncelli erinnert. "Ich glaube, wir haben es hier mit derselben Situation wie bei Simoncelli zu tun. Er wollte gar nicht so aggressiv auftreten, wie er rüberkam. Seine Fähigkeit, das Limit zu finden, unterschied sich einfach von den anderen Fahrern. Bei Marquez ist es meiner Meinung nach genauso", sagt Dovizioso. Der erste MotoGP-Renneinsatz des amtierenden Moto2-Champions Marquez steht am 7. April beim Grand Prix von Katar ins Haus.

Fotoquelle: Repsol

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