MotoGP 2012

— 04.12.2012

Stoner: Lob für Honda, Kritik für Ducati

Casey Stoner vergleicht die Arbeitsweisen bei Ducati und Honda: Bei den Japanern habe man erkannt, dass der Fahrer den Input geben muss

Die MotoGP-Karriere von Casey Stoner war eine überaus erfolgreiche. In 115 Starts in der Königsklasse brachte es der Australier auf nicht weniger als 38 Siege. 23 dieser Triumphe kamen in seinen vier Jahren im Ducati-Werksteam (2007 bis 2010) zustande. In den beiden anschließenden Jahren im Honda-Werksteam brachte es Stoner auf 15 weitere Siege, bevor er nach dem Saisonfinale am 11. November 2012 seinen Helm an den Nagel hängte.

Sowohl bei Ducati (2007) als auch bei Honda (2011) holte Stoner einen WM-Titel. Dennoch erkennt er große Unterschiede, was die Arbeit für die beiden Hersteller betrifft. "Gegen Ende meiner Ducati-Zeit arbeiteten die Ingenieure wesentlich enger mit mir zusammen als zu Beginn. Doch leider stellten uns die Leute in den höheren Etagen nicht die notwendigen Mittel zur Verfügung, um die Dinge weiter voranzutreiben."

Anders als eine ganze Reihe namhafter Piloten nach ihm gelang es Stoner jedoch, die Ducati-Konstruktionen aus der Feder von Filipo Preziosi regelmäßig zu bändigen und zu Rennsiegen zu pilotieren. Sowohl MotoGP-Superstar Valentino Rossi als auch Ex-Weltmeister Nicky Hayden brachten es für den italienischen Hersteller bis dato maximal zu Podestplätzen, nicht aber zu Siegen. Während Rossi nach zwei Jahren die Reißleine zog und zur Saison 2013 zu Yamaha zurückkehrt, wird es Hayden im kommenden Jahr erneut versuchen.

Neben Stoner, der mit seinen 23 Siegen mit Abstand der erfolgreichste Ducati-Pilot der MotoGP-Geschichte ist, schafften es nur Loris Capirossi (sieben Siege) und der aus der Superbike-WM ausgeliehene Gaststarter Troy Bayliss (ein Sieg), mit der Desmosedici die oberste Stufe des Podiums zu erklimmen.

Während Stoner seiner Ducati-Zeit den Stempel aufdrückte, dieser Ära angesichts der eingangs genannten Aspekte aber keine Träne nachweint, sei die Situation bei Honda von Beginn an eine ganz andere gewesen, wie der Australier betont: "Vom dem Moment an, als ich zum Team stieß, wurde nichts unversucht gelassen. Es wurden ständig neue Teile produziert, um uns nach vorn zu bringen. Die Zusammenarbeit zwischen Team und Fahrer war eine ganz andere."

Bei Honda habe man laut Stoner erkannt, dass "der Fahrer den Input geben muss", um das Motorrad zu verbessern und das Team voranzubringen. Dass er sich nach zwei Jahren dennoch zum Rücktritt entschieden hat, war bekanntlich weniger auf die Stimmung im Team als vielmehr darauf zurückzuführen, dass Stoner die Leidenschaft und der Spaß an der MotoGP-Szene generell abhanden gekommen sind.

Fotoquelle: Repsol

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