MotoGP 2012

— 05.12.2012

Honda oder Yamaha: Wer setzt sich 2013 durch?

Können Dani Pedrosa und Marc Marquez der Kombination Jorge Lorenzo/Valentino Rossi das Wasser reichen? Lorenzo ist gewarnt: "Honda macht uns immer Sorgen"



Vorausgesetzt Ducati vollbringt in der Winterpause keine Wunderdinge und stellt Nicky Hayden und Andrea Dovizioso ein absolutes Siegermotorrad hin, dann wird sich der Kampf um die MotoGP-Krone auch in der Saison 2013 zum Duell zwischen Honda und Yamaha entwickeln.

Die beiden japanischen Hersteller schicken ihre jeweiligen Werksteams in der kommenden Saison - der zweiten nach der Rückkehr zu den großen 1.000er-Motoren - mit veränderten Fahrerpaarungen ins Rennen. Bei Yamaha kommt es zur Renaissance des erfolgreichen, zuweilen aber auch hitzigen Erfolgsgespanns aus der 800er-Ära: Jorge Lorenzo und Valentino Rossi. Bei Honda bestreitet der mit jeder Menge Vorschusslorbeeren versehene Moto2-Weltmeister Marc Marquez an der Seite von Dani Pedrosa seine erste MotoGP-Saison.

Titelverteidiger Lorenzo jedenfalls ist schon jetzt gewarnt - und das nicht nur angesichts der Piloten im Werksteam von HRC. "Honda macht uns natürlich immer Sorgen, denn es ist ein großes Unternehmen mit viel wirtschaftlicher Macht und großen technischen Möglichkeiten. Dort wird natürlich immer versucht, das beste Bike zu produzieren", so der Spanier, der sich auf der Yamaha M1 in den Jahren 2010 und 2012 den WM-Titel holte.

Yamaha in der Rolle des Underdogs?

Trotz der auf dem Papier schwierigeren Ausgangslage ist Lorenzo optimistisch, auch in der Saison 2013 ein gehöriges Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden: "Wir bei Yamaha sind etwas kleiner, haben aber schon viele Weltmeisterschaften auf dem Konto. So gesehen ist es eine etwas andere Position, da wir kein so großes Budget wie Honda haben. Ich habe aber vollstes Vertrauen, dass Yamaha alles daran setzen wird, meine 1.000er für das nächste Jahr zu verbessern."

Und dann wäre da noch Ex-Weltmeister Rossi, der nach zwei enttäuschenden Ducati-Jahren auf die M1 zurückkehrt und damit seine alte Erfolgsgeschichte von nicht weniger als 46 Siegen fortschreiben möchte. "Es fühlt sich so an, als wäre ich nie weg gewesen. Nachdem ich sieben Jahre lang im Team war, kenne ich bereits viele Leute", so Rossis Kommentar, nachdem er beim Valencia-Test im Anschluss an das Saisonfinale zum ersten Mal nach 24 Monaten wieder auf der Yamaha saß. Da der Ducati-Vertrag des "Doktors" offiziell erst am 31. Dezember ausläuft, durfte er sich noch nicht im Detail über sein neues Arbeitsgerät äußern.

Neue Vorzeichen für Rossi

Rossi weiß aber, dass sich das Bike von der zuletzt von ihm gefahrenen M1 mit 800 Kubikzentimetern Hubraum unterscheidet. So weist die aktuelle 1.000er-Yamaha im Vergleich zu 2010 neben dem vergrößerten Hubraum und der damit in Verbindung stehenden Bohrung unter anderem eine längere Schwinge und damit einen längeren Radstand auf. Auch beim Fahrwerk wurden nach Rossis Abschied in Richtung Ducati Veränderungen vorgenommen.

Die ersten Testfahrten des Jahres 2013, die vom 5. bis 7. Februar in Sepang über die Bühne gehen, werden ein erstes Indiz darauf geben, wie lange Rossi brauchen wird, um sich bei seinem neuen alten Arbeitgeber auch auf der Strecke wieder komplett heimisch zu fühlen.

Fotoquelle: Repsol

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