MotoGP 2012

— 15.12.2012

Furusawa: Rossi und Lorenzo großes Problem für Yamaha

Ex-Entwicklungschef Masao Furusawa sieht die Gefahr, dass nach der Rückkehr Valentino Rossis zu Yamaha die Konflikte mit Jorge Lorenzo wieder aufflammen

Mit Valentino Rossi und Weltmeister Jorge Lorenzo verfügt Yamaha im kommenden Jahr über eine der stärksten Fahrerpaarungen im Feld der MotoGP. Doch zwei starke Fahrer müssen nicht immer ein Garant für Erfolge sein. Masao Furusawa, bis Ende 2010 Entwicklungschef von Yamaha erwartet sogar, dass die beiden Egos Rossi und Lorenzo im Team erneut für Spannungen sogen werden.

"Für die Fans wird es sehr unterhaltsam sein, wenn sich Jorge und Valentino wieder eine Box teilen müssen, aber für die Leute in der Box wird das sehr schwierig werden", wird Furusawa von 'Motosprint' zitiert. "Ich denke, die beiden werden hart miteinander kämpfen. Das wird ein großes Spektakel, aber auch ein großes Problem für Yamaha werden."

Furusawa befürchtet eine Neuauflage der ersten gemeinsamen Zeit von Rossi und Lorenzo, die schon von 2008 bis 2010 Teamkollegen bei Yamaha waren. Damals eskalierte der Konflikt der beiden Piloten zu einem regelrechten Kleinkrieg, der schließlich in der Installation einer Trennwand in der Box gipfelte. Sollte es wieder zu solchen Animositäten kommen, sieht Furusawa derzeit niemanden im Team, der diese Situation in den Griff bekommen könnte.

Denn auch das Verhältnis des Teams zu Lorenzo sei trotz der sportlichen Erfolge nicht mehr unbelastet. "Bevor Jorge zu Yamaha kam, hat Nakajima (Masahiko, als Entwicklungschef Furusawas Nachfolger, Anm. d. Red.) Valentino sehr gemocht." Dann habe sich die Vorliebe jedoch zugunsten Lorenzos verschoben. "Manchmal ist es schwierig, mit Valentino auszukommen. Jorge hingegen war jung und umgänglich."

Das habe sich jedoch geändert, nachdem bekannt wurde, dass Lorenzo in diesem Jahr Gespräche mit Honda geführt hatte, wo er als Nachfolger von Casey Stoner im Gespräch war. "Nakajima war wirklich verletzt und hat seine Einstellung gegenüber Lorenzo verändert. Er muste erkennen, dass er ein Fahrer wir jeder anderer ist, in dem Sinne, dass er nur auf seine eigenen Interessen achtet", so Furusawa. In dieser Situation komme nun Rossi zurück ins Team. "Ich habe keine Ahnung, was passieren wird", sagt der Japaner.

Laut Furusawa habe Rossi schon sehr früh seinen Wechsel zu Ducati in Frage gestellt: "Valentino und ich standen ständig in Kontakt", erklärt der Japaner. "Im Sommer 2011 hat er mir gesagt, dass es ein großer Fehler gewesen sei, Yamaha zu verlassen." Damals war Rossi erst seit einem halben Jahr bei Ducati.

Daran, dass Rossi nach seiner Rückkehr zu Yamaha wieder Erfolge erzielen wird, hat Furusawa keine Zweifel. Für ihn ist der 33-Jährige immer noch konkurrenzfähig: "Meiner Meinung nach wird er schnell sein, denn er ist älter und damit reifer. Außerdem dem trainiert er viel, um mit den jüngeren Jungs mithalten zu können", so der Japaner.

Fotoquelle: Yamaha

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