MotoGP 2012

— 16.12.2012

Burgess: "Das nehme ich mit ins Grab"

Valentino Rossis Crewchief Jeremy Burgess sieht die Misserfolge in der Ducati-Ära auch als persönlichen Makel und bedauert die Modalitäten der Yamaha-Rückkehr



Von den Hoffnungen auf Titel und Triumphe blieb nicht mehr übrig als drei Podiumsplatzierungen in 35 Rennen: Die Ära von Valentino Rossi bei Ducati wird wohl als eines der größten Missverständnisse in die Geschichte der MotoGP eingehen. Auch für seinen Crewchief Jeremy Burgess, mit dem zusammen Rossi bei Yamaha in sieben Jahren vier WM-Titel gewann, ist der Misserfolg der Ducati-Jahre ein Makel, der ihm anhaftet.

"Ich spüre, dass wir es hätten besser machen können. Das ist etwas, das ich mit ins Grab nehme, denn wir haben in diesen beiden Jahren nicht die Ziele erreicht, die wir uns selbst gesetzt haben", sagt Burgess gegenüber 'MCN Sport'. "Wir haben weder ein Rennen noch eine Meisterschaft gewonnen und waren nicht in der Lage, Valentinos Zukunft bei Ducati zu sichern", sagt der Australier. Die Ausbeute von nur drei Podien bezeichnet er als "enttäuschend."

Allerdings steht auch Burgess selbst in der Kritik, denn immerhin war es ihm als verantwortlichen Crewchief gemeinsam mit Rossi zwei Jahre lang nicht gelungen, die Ducati auf den Fahrstil des Italieners abzustimmen. Dennoch bedauert er den Weggang von den Italienern. Nach der Übernahme durch Audi erwartet Burgess bei Ducati einige Veränderungen, die seiner Meinung das Team in die Erfolgsspur zurückführen werden.

Er hätte es daher gerne gesehen, wenn Rossi bei den Italienern geblieben wäre. "Doch leider sah Valentino dort keine Perspektive für ein weiteres Jahr. Das kann ich verstehen, denn er will konkurrenzfähig sein. Trotzdem ist es enttäuschend, denn ich glaube immer noch, dass wir hätten erreichen können, was wir uns vorgenommen haben. Im dritten Jahr hätte Ducati unter Druck gestanden zu liefern", so Burgess.

Doch dazu wird es nach dem Wechsel Rossis zurück zu Yamaha nicht mehr kommen. Mit dem Italiener wechselt auch seine gesamte Boxenmannschaft, inklusive Burgess den Arbeitgeber. "Valentino hat die Rettungsleine ausgeworfen, und wir hängen gewissermaßen auch an diesem Seil", sagt der Australier, für den die Rückkehr nicht "blamabel" ist. "Das ist nicht das richtige Wort."

Burgess bedauert jedoch die Modalitäten des Wechsels, denn durch die Übernahme der Boxenmannschaft verloren einige Yamaha-Mechaniker ihren Job. "Ben und sein Crewchief haben das Team freiwillig verlassen, aber es gab einige gute Mechaniker bei Yamaha, die ebenfalls entlassen wurden." Mit ihnen empfindet Burgess Mitleid: "Ich habe dabei kein gutes Gefühl, denn in der MotoGP gibt es nicht viele Jobs dieser Art."

Fotoquelle: Yamaha



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