An der Spitze ist das Level auch Dank der Elektronik sehr hoch geworden

MotoGP 2012

— 17.12.2012

Mamola: Technologie ist Teil des Sports

Ex-Rennfahrer Randy Mamola begrüßt die Technologie in der MotoGP, aber es sollte in Zukunft wieder mehr in den Händen der Fahrer liegen

Die Elektronik hat in der Viertaktära der MotoGP eine entscheidende Rolle eingenommen. Wenn man die ersten Viertakt-Bikes aus dem Jahr 2002 mit der aktuellen Generation vergleicht, dann werden die Unterschiede schon rein optisch ersichtlich. 2002 rutschten die Bikes in den Kurven stark und sie neigten zu Wheelies. Um die Power der 1.000 Kubikzentimeter Motoren unter Kontrolle zu bringen, wurden die elektronischen Helferlein immer mehr verfeinert. Abgesehen vom spektakulären Fahrstil Casey Stoners fahren die übrigen Prototypen von Honda und Yamaha beinahe wie auf Schienen.

Speziell an der Spitze war das Level von Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Stoner so hoch, dass die Rundenzeiten lediglich im Zehntelbereich schwankten. Im Bereich der Elektronik werden weiterhin die meisten Fortschritte gemacht. Deshalb wehrten sich die Hersteller beim neuen Reglement auch vehement gegen eine Einheitselektronik. Ab 2014 gibt es zwar eine Einheits-ECU, aber die Software bleibt frei. Ex-Grand-Prix-Pilot Randy Mamola sieht diese Entwicklung gemischt. "Man muss immer gutes Equipment haben, aber speziell heute braucht man auch ein gutes Team, denn das Level ändert sich wie bei Computern und Mobiltelefonen täglich."

"Wir haben Hersteller, die diese Programme schreiben sowie Teams, die diese Programme lesen. Das ist Teil der Technologie", streicht der US-Amerikaner gegenüber 'Bikesportnews' heraus. "Diese Technologie entwickelt sich stetig weiter. Manche Leute finden es langweilig, weil die Motorräder keine Weehlies mehr machen", versteht Mamola die Kritik einiger Fans, meint aber auch: "Wenn man Rennen fährt, dann ist es nicht langweilig, denn das Leben hat sich eben verändert."

Obwohl Mamola die Technologie begrüßt, hält er den Weg von Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta nicht für falsch. Ezpeleta möchte nicht nur die Kosten senken und die Entwicklung beschneiden, sondern damit auch für mehr Action in den Rennen sorgen. "Ich würde gerne sehen, dass es wieder etwas mehr in den Händen der Fahrer liegt", wünscht sich Mamola. "Wir sprechen darüber, aber es müssen noch einige Schritte gemacht werden. Das Level unseres Sports muss genauso steigen wie die Technologie."

Fotoquelle: Yamaha

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