Werden sich Lorenzo und Rossi in die Augen schauen können oder nicht?

MotoGP 2012

— 20.12.2012

Yamaha hofft auf Harmonie zwischen Rossi und Lorenzo

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo treten in der neuen Saison wieder als Yamaha-Teamkollegen auf - Rennchef Lin Jarvis hofft auf friedliches Miteinander der beiden

In der am 7. April in Katar beginnenden MotoGP-Saison 2013 kommt es im Yamaha-Werksteam zur Neuauflage des Stallduells zwischen Jorge Lorenzo und Valentino Rossi. Schon in den Jahren 2008 bis 2010 fuhren der Spanier und der Italiener gemeinsam fr das japanische Werksteam. Zweimal (2008 und 2009) holte sich Rossi den Titel. In der Saison 2010, die durch die Verletzung des "Doktors" beeintrchtigt wurde, gewann Lorenzo seinen ersten MotoGP-Titel und lie in der abgelaufenen Saison 2012 einen zweiten folgen.

Der langjhrige Yamaha-Entwicklungschef Masao Furusawa erwartet angesichts der neuen alten Konstellation "ein groes Spektakel, aber auch ein groes Problem fr Yamaha". Derweil hofft Rennchef Lin Jarvis auf die Vernunft seiner beiden Champions und setzt auf den fortgeschrittenen Reifeprozess sowohl bei Lorenzo als auch bei Rossi.

"Wir wissen, wie man zwei groe Stars in einem Team managt und wissen, dass es kein einfaches Unterfangen ist", so Jarvis gegenber 'Motor Cycle News'. "Das Szenario ist inzwischen aber ein anderes als in der Vergangenheit, denn beide sind nun etwas lter. Ich glaube, dass diesmal eine andere Dynamik herrscht."

Situation inzwischen eine andere

Die Spannungen in der Yamaha-Box im Zeitraum 2008 bis 2010, die in der berhmten Trennwand ihren unbersehbaren Hhepunkt fanden, fhrt Jarvis auf die damaligen Umstnde zurck: "Valentino war der unzweifelhafte MotoGP-Knig und Jorge war der Prinz, der auszog, um ihn vom Thron zu stoen. Das fhrte zwangslufig zu Spannungen, aber nun ist die Situation eine andere."

"Jorge ist der Nummer-eins-Fahrer. Er hat zwei der drei zurckliegenden Weltmeistertitel gewonnen. Die Zeiten haben sich gendert", stellt der Yamaha-Rennleiter klar und fgt hinzu: "Valentino ist nicht der junge, aufstrebende Fahrer. Er ist ein etablierter Star, der zeigen will, dass er einen weiteren Titel und nach wie vor Rennen gewinnen kann."

Jarvis sieht keinen Anlass fr Reibereien

Genau wie Furusawa rechnet aber auch Jarvis schon jetzt mit "gewissen Momenten von Zeit zu Zeit, denn der Rennsport ist knallharter Wettbewerb und wenn beide angestachelt sind und um den Sieg kmpfen, dann wird die eine oder andere Situation nicht ausbleiben. Damit mssen und werden wir umgehen".

Dem neunfachen Weltmeister Rossi bescheinigt Jarvis inzwischen "Respekt fr die Fhigkeiten von Jorge" und sieht diesen Respekt auch beim amtierenden Weltmeister: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass Jorge Valentino nicht unterschtzen wird und sich dessen Fhigkeiten voll bewusst ist."

So schliet der Yamaha-Rennleiter mit der Hoffnung ab: "Es sollte keinen Anlass fr Reibereien geben, denn beide befinden sich in verschiedenen Phasen ihrer Karriere und ihres Lebens. Ich hoffe und erwarte ein positives Miteinander." Die Trennwand in der Yamaha-Box soll es in der Saison 2013 jedenfalls nicht mehr geben.

Fotoquelle: Yamaha

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