MotoGP 2012

— 21.12.2012

Edwards: "Wie ein Affe auf einem Football"

Forward-Pilot Colin Edwards ist heilfroh, die bockige Suter-BMW gegen eine FTR-Kawasaki zu tauschen und findet einmal mehr blumige Worte



Colin Edwards will die MotoGP-Saison 2012 so schnell wie möglich vergessen. Im ersten Jahr, in dem neben den reinen Prototypen auch die CRT-Bikes zugelassen waren, mühte sich der US-Amerikaner im Forward-Team auf der bockigen Suter-BMW ab und machte seinen Unmut mehr als einmal deutlich. Das Chassis nannte er "Biest" und den Motor hielt er allenfalls tauglich, um damit bei einem Dragster-Rennen zu starten. Gesamtrang 20 und ein elfter Platz in Misano als bestes Einzelergebnis waren die ernüchternde Saisonausbeute von Edwards.

Hauptgrund, warum sich der Texaner auf der Suter-BMW nie wohl fühlte, war die Elektronik, die es ihm im gesamten Saisonverlauf nicht erlaubte, das Bike so abzustimmen und zu fahren, wie er es gern hätte. "Wir hatten Probleme mit dem Bike, doch in einigen Bereichen funktionierte es. Wenn alles glatt gelaufen wäre und wir die Elektronik in den Griff gekriegt hätten, dann hätte es funktioniert", glaubt Edwards gegenüber 'Motor Cycle News'.

In diesem Zusammenhang macht der zweifache Superbike-Weltmeister deutlich, dass es ihm nie in den Sinn kam, seinen Kontrakt mit Forward nicht zu erfüllen und womöglich mit dem Rennsport aufzuhören: "Ich dachte niemals daran, nach Hause zu gehen. Ich habe bei meinem Team einen Vertrag unterzeichnet und bin entschlossen, diesen zu erfüllen."

Neuanfang auf der FTR-Kawasaki

Die MotoGP-Saison 2013 bestreitet Edwards, der im September 2011 einen Zweijahresvertrag bei Forward unterschrieb, auf einer FTR-Kawasaki. Nach den ersten Testfahrten ist der "Texas Tornado" froh, endlich wieder ein Gefühl für die Maschine zu haben. "Ich bin aufgeregt. So schlecht es sich auch anhören mag, aber ich war wirklich froh, von dem absteigen zu können, worauf ich saß."

"Ich fühlte mich wie Affe, der einen Football f****. Ich hatte nie ein Gefühl für das Bike und es kam mir so vor, als würde ich einfach nur oben drauf sitzen", beschreibt Edwards seine Erfahrungen auf der Suter-BMW einmal mehr ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Für sein neues Arbeitsgerät, die FTR mit Kawasaki-Motor, hat der US-Amerikaner, der im Februar 39 Jahre alt wird, schon jetzt nur Lob übrig: "Das Bike funktioniert einfach und fühlt sich gut an. Ich habe endlich wieder das Gefühl für das, was unter mir passiert."

Dass er mit der FTR sofort um die CRT-Spitze mitfahren kann, glaubt der Forward-Pilot allerdings nicht. "Das beste Paket ist wahrscheinlich die Aprilia", spricht er die Konstruktion des Aspar-Teams an, mit der Aleix Espargaro und Randy de Puniet die inoffizielle CRT-Krone unter sich ausmachten.

Claudio Corti fährt in der Saison 2013 die zweite Maschine im Forward-Teams. Mit zwölf Bikes stellt die CRT-Kategorie in der am 7. April in Katar beginnenden Saison exakt die Hälfte des Starterfeldes dar.

Fotoquelle: SuterRacing

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