MotoGP 2012

— 26.12.2012

Lorenzo: "Dani zu schlagen war nicht einfach"

Mit einer fast perfekten Saison hat sich Jorge Lorenzo zum zweiten Mal zum MotoGP-Champion gekrönt - Der Druck war über die Saison immer hoch



Die Saison 2012 stand ganz im Zeichen von Jorge Lorenzo. Da von Ducati und Ben Spies an der Spitze keine Spur war, nahm es der Spanier alleine gegen das starke Honda-Duo Casey Stoner und Dani Pedrosa auf. In den 18 Rennen blieb der Yamaha-Star auch beinahe makellos. In Assen wurde er von Alvaro Bautista aus dem Weg geräumt und beim Finale in Valencia verlor er die Kontrolle hinter dem zu überrundeten James Ellison und flog spektakulär per Highsider ab. Zu diesem Zeitpunkt war die WM aber schon entschieden.

Mit Ausnahme dieser beiden Ausfälle war Lorenzo nie schlechter als Zweiter. Eine beeindruckende Bilanz. Diese Konstanz war auch der Schlüssel zum Erfolg. War der Sieg nicht möglich, so beschränkte sich der 25-Jährige darauf so viele WM-Punkte wie möglich zu holen. Nach den zahlreichen Ehrungen und dem Auftritt beim Race of Champions hat Lorenzo Zeit, die Saison im Rückspiegel zu betrachten. "Seit dem letzten Rennen in Valencia sind zwei Monate vergangen. Langsam gehen die Emotionen zurück."

"Mit der Zeit wird man etwas ruhiger und man ist nicht mehr so euphorisch. Ich bin immer noch sehr stolz auf mein Team, auf mich und meine Fans", sagt der Mallorquiner gegenüber 'MotoGP.com'. Ein Wendepunkt im WM-Duell gegen Pedrosa war das Rennen in Misano. Nach einem chaotischen Startversuch musste Pedrosa als Letzter starten. Bei der Aufholjagd kam es zu einem Unfall mit Hector Barbera. Lorenzo gewann souverän und baute damals seinen Vorsprung um weitere 25 Punkte aus.

"Ohne dieses Problem wäre die Meisterschaft vielleicht anders ausgegangen", schätzt Lorenzo, merkt aber an: "Mit diesem Crash war das Pech zwischen uns aber ausgeglichen. Ich hatte meinen Zwischenfall in Assen und er seinen in Misano. In den letzten Rennen von Aragon bis Japan und Sepang habe ich die Pole-Position erobert, hatte einen guten Start und versuchte schnell zu sein."

"Ich gab mein Bestes und wollte gewinnen. Dani war aber immer zur Stelle. Er hatte weniger zu verlieren und ist sehr gut gefahren. Casey war nicht da und die Honda war sehr stark. All diese Umstände haben unser Leben sehr schwierig gemacht. Auf Phillip Island hatte ich aber schon vor dem Rennen das Gefühl, dass ich Weltmeister werden kann", reflektiert Lorenzo. In Australien fiel schließlich auch die Entscheidung.

Es war Pedrosa, dem der entscheidende Fehler passierte. "Mir war klar, dass er unter Druck steht, aber ich hatte nicht erwartet, dass er vor mir in dieser Kurve stürzt. Als ich ihn stürzen sah, wäre ich selbst beinahe zu Boden gegangen. Ich kam aber durch und fuhr weiter. Dann sagte ich mir: 'Jorge, du musst jetzt das Rennen beenden und du bist Weltmeister.'" Das klappte auch und die Feiern gingen los.

Es fiel ein großer Druck von seinen Schultern. "Ich habe sechs Rennen gewonnen, was sehr viel ist. Casey und Dani zu schlagen war nicht einfach. Bei einigen Rennen hatten wir zu kämpfen. Das Team und ich waren sehr fokussiert und wir haben keine Fehler gemacht. Es war kompliziert." Nach 2010 ist Lorenzo zum zweiten Mal MotoGP-Weltmeister. 2006 und 2007 war er Weltmeister der 250er Klasse. Nun ist er der erste Spanier, der zwei Titel in der Königsklasse hält.

"Nach meinem ersten WM-Titel im Jahr 2010 fühlte ich mich frei. Ich hatte meinen Traum erreicht. Mit dem zweiten WM-Titel haben wir gezeigt, dass es nichts Gewöhnliches ist, sondern mehr. Sollte ich den dritten oder vierten Titel gewinnen, dann wäre das ein großes Extra. Es wäre ein großes Geschenk für uns. Jetzt sind wir sehr stolz auf unsere erreichten Erfolge." Auch die Leser von 'Motorsport-Total.com' sehen Lorenzo als würdigen Weltmeister. In einer Umfrage, bei der 1.111 Stimmen abgegeben wurden, entfielen 78,40 Prozent der Stimmen für "Ja".

Die Winterpause ist kurz, denn Anfang Februar stehen in Malaysia schon die nächsten Testfahrten auf dem Programm. "Ich möchte mich ausruhen und meine Batterien wieder aufladen. Das Jahr war natürlich sehr stressig. In weniger als zwei Monaten starten wir die neue Saison in Sepang mit den Wintertestfahrten. Es wird natürlich hart", blickt Lorenzo voraus. "Die MotoGP ist eine der schwierigsten Meisterschaften im Motorradsport."

"Es wird sicher schwierig und hart werden. Wenn ich wieder kämpfen will, muss ich konzentriert sein und auf einem hohen Level arbeiten. Casey ist nicht mehr dabei, aber Marquez kommt aus der Moto2. Es wird viel Wettbewerb geben."

Fotoquelle: Yamaha

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