MotoGP 2012

— 26.12.2012

Suter: "Wir bauen kein Chassis für Ducati"

Suter ist ein wichtiger Zulieferer für Ducati - Einen Aluminium-Rahmen baut die Schweizer Firma allerdings nicht für die Desmosedici



Ducati befindet sich im Umbruch. Technisch gesehen ist die italienische Firma in Rückstand geraten. Nach den Experimenten mit dem Motor als tragendes Element und dem Kohlefaser-Chassis, ist Ducati schließlich auch zu einer Aluminium-Lösung gekommen. Es besteht aber ein Erfahrungsnachteil im Vergleich zur japanischen Konkurrenz. Es halten sich schon länger die Gerüchte, dass die Zusammenarbeit mit Eskil Suter intensiviert werden könnte. Es gilt als offenes Geheimnis, dass Ducati nach dem Grand Prix in Misano Suter einen Motor zukommen hat lassen.

Beide Seiten dementieren aber, dass Suter ein Alu-Chassis für Ducati entwickelt. Ducati-Mastermind Filippo Preziosi äußerte sich bei den Valencia-Testfahrten ausweichend. "Suter sind unsere guten Freunde. Sie liefern uns zum Beispiel die Kupplung. Wir haben eine enge Verbindung zu ihnen." Auch Eskil Suter verneint, dass seine Firma ein Chassis für Ducati entwickelt. "Wir haben zwar Daten nach Italien geliefert, aber wir haben keinen Vertrag, um ein Chassis zu bauen."

"Bisher haben wir kein einziges Chassis-Teil angefertigt", wird Eskil Suter von 'Bikesportnews' zitiert. "Wir warten auf weitere Gespräche und Informationen, aber es gab in jüngster Zeit einige Veränderungen im Ducati-Management." Eine neuer Entscheidungsträger in Bologna ist Bernhard Gobmeier. Ab Januar übernimmt der Deutsche die Leitung der Rennabteilung. Noch im abgelaufenen Jahr war Gobmeier in der Superbike-WM der Motorsport-Direktor des BMW-Werksteams.

BMW und Suter: Diese Verbindung gibt es in der MotoGP ebenfalls, denn Suter bezieht für sein Claiming-Rule-Motorrad Triebwerke der S1000RR. Wird Gobmeier die Verbindung zwischen Suter und Ducati? "Wir haben eng mit ihm beim BMW-Chassis zusammengearbeitet", meint Eskil Suter. "Dass er zu Ducati geht, ist gut für uns, denn wir sind freundschaftlich verbunden. Es ist immer gut, wenn man die Führungsfigur eines Rennteams persönlich kennt."

Dennoch schlägt der Schweizer bei der Zusammenarbeit mit Ducati die gleichen Worte wie Preziosi an. "Wir sind ein langfristiger Zulieferer von Ducati, zum Beispiel bei der Kupplung, den Achsen, den Kettenspannung oder den Schalthebeln. Wir werden das zur Verfügung stellen, was von uns verlangt wird. Die Absicht ist es, die Partnerschaft und die Kooperation mit uns zu stärken. Welche Komponenten wir aber in Zukunft für Ducati anfertigen werden, ist noch offen."

Fotoquelle: Repsol

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