MotoGP 2013
— 04.01.2013Spies: Wird bei Ducati alles besser?
Pramac-Neuzugang Ben Spies schildert, warum er mit der Yamaha M1 seine Probleme hatte und lobt die Entwicklung bei Ducati
Neben viel Pech und technischen Problemen war es vor allem die Charakteristik der M1, die Spies an guten Ergebnissen hinderte. "Ich habe lange versucht, so wie Jorge zu fahren. Doch unsere Stile sind vollkommen verschieden", erklärt er 'Cycle World'. "Mein natürlicher Stil ist nicht besonders sanft. Ich fahre nicht so hohe Kurvengeschwindigkeiten. Ich mag es, hart zu bremsen, das Motorrad umzulegen und dann im Superbike-Stil aus der Kurve zu schießen."
"Es ist schwierig, seinen Fahrstil um 180 Grad umzukrempeln. Das Setup des Motorrads unterscheidet sich stark. Man ist echt überrascht, wie viel weicher Jorges Federn und Dämpfungsraten waren. Er ist viel sanfter auf dem Motorrad", schildert der US-Amerikaner. "Wenn man damit zurechtkommt, dann ist es gut, weil man mehr Grip herstellt."
"Ich bin Valentino Rossis YZR-M1 2010 in Valencia gefahren. Ich bin fünf oder sechs Runden gefahren. Es war unmöglich, damit schnell zu fahren. Das Motorrad war zu weich", betont Spies. "Wir haben die Einstellungen für mich überarbeitet und ich konnte schneller als Valentino mit dem gleichen Motorrad während des Rennwochenendes fahren."
"Es dreht sich alles um das Gefühl. Wenn sich ein Fahrer wohl fühlt, dann kann er das Motorrad ans Limit bringen", unterstreicht der Superbike-Weltmeister von 2009. In der Saison 2013 versucht Spies, die Ducati Desmosedici zu zähmen. Im neu organisierten Pramac-Team wird er mit Werksmaterial an der Entwicklung der zuletzt deutlich unterlegenen Ducati arbeiten.
"Das Paket von Ducati ist ideal für mich. Andrea Iannone wird mein Teamkollege sein. Wir werden unter den gleichen Farben von Ducati Corse fahren, nur mit unterschiedlichen Sponsoren. Ich werde Werksmotorräder fahren und auch sonst alles vom Werk erhalten", freut sich Spies und lobt die Arbeit, die momentan in Bologna geleistet wird: "Sie wissen, was sie tun. In den vergangenen Jahren sind sie in eine Richtung gegangen, die nicht gerade optimal war. Ich denke, Audi wird viel für Ducati machen. Doch das wird nicht über Nacht geschehen."
Fotoquelle: Bridgestone
Das könnte Sie auch interessieren



































Kommentar verfassen