MotoGP 2013

— 04.01.2013

Honda: "Kein Problem mit Einheitsreifen"

Die RC213V-Piloten hatten 2012 ihre liebe Mühe mit den Bridgestone-Pneus - Shuhei Nakamoto sieht in den Einheitsreifen eine große Herausforderung

Mit der Einführung der Einheitsreifen vor fünf Jahren begann für Honda eine schwierige Zeit. Die RC212V kam anfangs nicht richtig mit den Bridgestone-Reifen zurecht. Erst als Honda ein passendes Motorrad für die Reifen aus Japan entwickelte, ging es voran. 2012 wurde Honda erneut mit Reifen konfrontiert, die mit der RC213V nicht besonders gut harmonierten. Die weichere Konstruktion der überarbeiteten Reifenspezifikation verursachte Chattering und vermittelte den Piloten kein gutes Gefühl.

"Die Honda war noch nie für ihr Einlenkverhalten berühmt. Es waren stets die Pferdestärken unserer Motoren, die uns konkurrenzfähig gemacht haben. Doch als Bridgestone zum Alleinausrüster wurde, ging es plötzlich darum, das Maximum aus den Reifen herauszuholen. Anders ausgedrückt: Wir mussten das Motorrad so bauen, dass es zu den Reifen passt", erklärt HRC-Vize Shuhei Nakamoto den Kollegen vom 'Sport Rider'.

2008 stand Honda vor vielen Fragezeichen. "Wie wird sich das Motorrad verwinden? Wie wird die Performance nachlassen, wenn die Reifen abbauen?", erinnert sich Nakamoto. In der vergangenen MotoGP-Saison wurde die neue Vorderreifenkonstruktion immer wieder kritisiert. Ab Silverstone mussten alle Piloten mit dem nun deutlich weicheren Reifen zurechtkommen, der sich leichter aufwärmen ließ, aber dafür weniger Gefühl vermittelte.

Honda antwortete mit einem neuen Motorrad auf die veränderten Bedingungen. Nach dem Rennen in Mugello wurde der 2013er-Prototyp getestet und zumindest von Dani Pedrosa für gut befunden. "Wir haben die 2013er-Konstruktion während der Saison eingeführt, um die Stabilität zu verbessern", erinnert sich Nakamoto. "Wie man sehen kann, ist es in der MotoGP heutzutage ein Schlüsselfaktor, das passende Motorrad für die Reifen zu bauen."

"Ich habe kein Problem mit dem bestehenden System, das einen Einheitsausrüster vorsieht. Wenn alle den gleichen Reifen verwenden müssen, werden die Reifen zu einer Aufgabe für die Ingenieure. Zudem hat jeder Fahrer Sachen, die er mag und die er nicht mag, wenn es um die Reifen geht. Motorräder zu bauen, die verschiedene Fahrerbedürfnisse erfüllen, ist eine neue Herausforderung. Natürlich begrüßen wie neue Herausforderungen", stellt der Japaner klar. "Von der Seite her haben wir viel gelernt, seit Bridgestone zum Alleinausrüster wurde."

Fotoquelle: Repsol

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