MotoGP 2013

— 07.01.2013

Nakamoto: Stoner beim Mugello-Test war ein Fehler

Im Rückblick auf die Saison 2012 bedauert HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto, Casey Stoner im Juli auf den Prototyp der 2013er-Honda gesetzt zu haben



Ende Juni 2012 übernahm Casey Stoner in Assen die MotoGP-Tabellenführung, nachdem Jorge Lorenzo bereits in der ersten Kurve des Rennens von Alvaro Bautista abgeräumt worden war. Eine Woche später auf dem Sachsenring vergab Stoner jedoch die Chance, seinen Punktevorsprung gegenüber Lorenzo auszubauen. Im Bemühen, seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa den vierten Deutschland-Sieg doch noch den Sieg streitig zu machen, stürzte der Australier nach einem Fahrfehler in der vorletzten Kurve der letzten Runde.

Weitere sieben Tage später stand der Grand Prix von Italien in Mugello auf dem Programm und Stoner präsentierte sich ungewöhnlich nervös. Im Rennen fiel er aufgrund eines neuerlichen Fahrfehlers zurück. Die anschließende Aufholjagd brachte ihn nur noch bis auf Platz acht nach vorn, während Lorenzo seine in Deutschland zurückeroberte Tabellenführung mit einem Sieg weiter ausbaute.

In der Woche nach dem Italien-Grand-Prix fanden auf der Piste von Mugello Testfahrten mit der 2013er-Honda statt. Neben Pedrosa und LCR-Pilot Stefan Bradl war auch Stoner trotz seines sechs Wochen zuvor verkündeten Rücktritts zum Saisonende beim Test dabei.

Nur Stoner mochte das neue Chassis nicht

HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto bezeichnet diesen Schachzug rückblickend als Fehler. "Als es um den Vergleich der beiden Motorräder ging, war Dani beim neuen Chassis voller Hoffnung. Casey war der Meinung, dass es keinen großen Unterschied darstellt und machte mit dem alten Chassis weiter", erinnert sich Nakamoto gegenüber 'Sport Rider'.

"Es war nicht nur Dani. Stefan mochte das neue Chassis ebenfalls und nutzte es beim letzten Saisonrennen in Valencia", stellt der Japaner die offensichtlichen Vorzüge des 2013er-Prototypen der RC213V heraus und unterstreicht: "Alvaro testete den neuen Rahmen beim Nachsaisontest ebenfalls und bezeichnete ihn als fantastisch."

"Wenn ich die Sache noch einmal überdenke, war es vermutlich falsch, Casey das neue Motorrad nach dem Rennen in Italien zu geben. Ich hätte länger warten sollen, bis er seine Gelassenheit zurück hatte", so Nakamoto rückblickend.

Stoners Sturz im Qualifying von Indianapolis brachte die Abschiedssaison des Weltmeisters von 2007 und 2011 endgültig aus dem Gleichgewicht. Mit einem triumphalen Sieg bei seinem Heimspiel auf Phillip Island trotz noch nicht vollständig verheilter Knöchelverletzung machte der "Aussie" aber ein letztes Mal deutlich, dass er einer der ganz Großen der MotoGP-Szene ist.

Fotoquelle: Repsol

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