MotoGP 2013

— 28.01.2013

Rossi: Podium ist Pflicht, Sieg eine Zugabe

Valentino Rossi setzt sich für die Saison 2013 bescheidene Ziele und rechnet nicht damit, auf Anhieb auf Augenhöhe mit Lorenzo und Pedrosa zu fahren



Noch gut zwei Monate dauert es bis zum Saisonstart der MotoGP in Katar. Dann gibt es auch eine erste Antwort auf die Frage, die viele Beobachter der Szene bewegt: Wie gut ist Valentino Rossi noch? Als der Italiener zur Saison 2011 von Yamaha zu Ducati wechselte, war er noch der unumstrittene Star der Szene. Doch die beiden Jahre bei den Italienern, in denen der 33-Jährige und das Team sportlich kaum etwas erreichten, haben Kratzer am Denkmal Rossi hinterlassen.

Nach der Rückkehr zu Yamaha haben sich die Vorzeichen nun verändert. Rossis alter neuer Teamkollegen Jorge Lorenzo ist mittlerweile zweimaliger Weltmeister und bestimmte zusammen mit seinem Landsmann Dani Pedrosa und dem zurückgetretenen Casey Stoner 2012 das Geschehen in der MotoGP. Diesen neuen Verhältnissen muss sich auch Rossi fügen und daher seine Ziele realistisch formulieren. Der Italiener erwartet nicht, dass er von Sieg zu Sieg fahren kann, will aber zumindest die dritte Kraft spielen.

"Ich würde gerne regelmäßig aufs Podium fahren, mindestens zehn Mal, und möchte die Meisterschaft unter den ersten drei beenden", beschreibt Rossi gegenüber der 'Gazetta dello Sport' seine Saisonziele. "Wenn ich kein Rennen gewinnen würde, dafür aber an jedem Sonntag auf dem Podium stehen würde, wäre es auch okay", so der 33-Jährige. "Aber ein Sieg wäre ein Wendepunkt. Das ist mir seit 2010 nicht mehr gelungen und daher mein Ziel."

"Selbst wenn ich nicht mit Lorenzo und Pedrosa mithalten kann, werde ich versuchen, nicht allzu weit von ihnen entfernt zu sein", so Rossi. Allerdings gibt es in diesem Spiel noch einen Unbekannten: Marc Marquez steigt als Titelträger der Moto2 mit viel Vorschusslorbeeren in die MotoGP auf, wo er im Werksteam von Honda Spitzenmaterial erhält. "Wir müssen noch abwarten, wie Marquez sich schlägt", mahnt daher auch Rossi.

Auch Teamintern muss sich Rossi damit abfinden, dass er nicht mehr die Nummer eins ist. "Bis ich Lorenzo bezwingen kann, wird es einige Zeit dauern. Er wird zu Beginn schneller sein", meint Rossi. "Sein Pluspunkt ist, dass er die Yamaha kennt und sie besser fahren kann, daran muss ich mich erst gewöhnen." Der Italiener weiß, dass das Material in diesem Jahr keine Ausrede für schwache Leistungen sein wird: "Die M1 ist konkurrenzfähig. Als ich das Motorrad am Ende der vergangenen Saison getestet habe, hatte ich einen guten Eindruck. Die Beschleunigung ist deutlich besser."

Den zwei wenig erfolgreichen Jahren bei Ducati kann der 33-Jährige im Nachhinein auch etwas Positives abgewinnen. Trotz vieler Enttäuschung sei diese Zeit wie eine Art Jungbrunnen für ihn gewesen: "Ich bin motivierter als ich es wahrscheinlich wäre, wenn ich bei Yamaha geblieben wäre. Ich fühle mich besser als in den vergangenen Jahren, vor allem im Vergleich zu 2010, als ich an der Schulter operiert wurde. Jetzt bin ich fit und in Form. Ich weiß, dass es schwierig wird, nach zwei enttäuschenden Jahren zurückzukehren, aber ich bin sehr motiviert."

Fotoquelle: Yamaha



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