Suzuki könnte 2014 in die MotoGP zurückkehren

MotoGP 2013

— 30.01.2013

Suzuki-Entscheidung der Dorna trifft auf Zustimmung

Tech3-Chef Herve Poncheral begrüßt die Entscheidung der Dorne, nach der Suzuki bei der Rückkehr in die MotoGP ein bestehendes Team übernehmen muss

Die Rückkehr von Suzuki in die MotoGP nimmt immer mehr Kontur an. In diesem Jahr wollen die Japaner, die sich Ende 2011 aus der Weltmeisterschaft zurückgezogen hatten, den Testbetrieb aufnehmen, als Testfahrer wird Aspar-Pilot Randy de Puniet gehandelt. Mit Davide Brivio hat Suzuki auch schon einen potenziellen Teamchef an der Angel; der Italiener hat Verhandlungen mit Suzuki bestätigt. Seit vergangener Woche ist jedoch klar, dass die Japaner 2014 nicht mit einem neu aufgestellten Werksteam in die MotoGP zurückkehren können.

Dorna-Boss Carmelo Eszpeleta hat unmissverständliche klargemacht, dass Suzuki nur über ein derzeit schon bestehendes MotoGP-Team in die Serie zurückkehren kann. Durch die Zusammenarbeit mit einem existierenden Team soll verhindert werden, dass nach einem möglichen Rückzug des Werks Startplätze in der MotoGP ungenutzt bleiben. Bei Tech3-Teamchef Herve Poncheral rennt Ezpeleta mit dieser Ankündigung offene Türen ein.

"Das ist die beste Lösung und das Beste, was für das MotoGP-Feld getan werden kann", wird der Franzose von 'MCN' zitiert. "Wir haben jahrelang dafür gekämpft, aber es ist nie passiert, weil der Einstieg eines Werksteams immer eine große Sache für die Meisterschaft war." Wie Ezpeleta verweist auch Poncheral auf das Beispiel der Formel 1, wo nach dem Rückzug von Honda und BMW die Teams BrawnGP und Sauber weiterhin an der Meisterschaft teilnahmen.

Aufwertung der Privatteams

"Die Formel 1 hat das sehr gut umgesetzt und dadurch die Stabilität des Starterfeldes und das Überleben der Privatteams gesichert. Alle unabhängigen Teams haben seit Jahren darauf gedrängt, daher habe ich mich gefreut, als ich von diesem Plan gelesen habe", so Poncheral. Der Tech3-Boss sieht in diesem Modell auch Wertschätzung der Arbeit der Privatteams. "Das wertet die MotoGP und Teams wie LCR, Gresini und Aspar auf."

"Nehmen wir Aspar: Wenn sie einen Zweijahres-Vertrag mit Suzuki für die Jahre 2014 und 2015 abschließen und Suzuki sich plötzlich zurückzieht, bleibt Aspar bestehen und kann mit einem anderen Hersteller arbeiten", erläutert der Franzose. Außerdem werde so eine ungesunde Aufblähung des Starterfeldes vermieden: "Wenn eines Tages BMW einsteigen sollte und Kawasaki und Aprilia zurückkehren, hätten wird plötzlich 30 Motorräder im Starterfeld. Allerdings hätten wir nicht das nötige Geld, um diese Anzahl zu unterstützen", meint Poncheral.

Ein Modell, das funktioniert

Auch für Suzuki sei das seiner Ansicht nach die beste Lösung: "Sie sind in der Vergangenheit nach einem ähnlichen System verfahren. Sie haben eine bestehende Struktur genutzt, die von Garry Taylor aufgebaut und dann von Paul Denning weitergeführt wurde", verweist Poncheral auf die Vergangenheit des MotoGP-Teams von Suzuki, dessen Basis in Großbritannien war. Außerdem führt der Franzose das Beispiel des Kawasaki-Werkseinsatzes in der Superbike-WM an: "Sie haben zunächst mit Paul Bird und nun mit diesem spanischen Team gearbeitet, und es funktioniert bestens!"

Nicht zuletzt erinnert Poncheral an den wenig ruhmreichen Abgang von Suzuki aus der MotoGP: "Sie sollten fünf Jahre lang bleiben, konnte das aber nicht durchziehen. Außerdem hatten sie einen Vertrag über zwei Fahrer, haben zuletzt aber nur noch einen eingesetzt. Zuerst haben sie die Rookie-Regel unterstützt, anschließend wurde sie extra für sie aufgehoben. Und trotz all dieser Zugeständnisse sind sie ausgestiegen." Bis zu dieser Saison war es Werksteams in der MotoGP untersagt, Neueinsteiger zu verpflichten. Für Suzuki wurde seinerzeit bei Alvaro Bautista jedoch eine Ausnahme gemacht.

Fotoquelle: Suzuki

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