MotoGP 2013

— 04.02.2013

Gobmeier über die Rolle des Pramac-Teams

Der Ducati-Rennleiter ist vom neuen Konzept überzeugt und begrüßt, dass nicht mehr auf die Bedürfnisse eines einzigen Piloten hingearbeitet wird



Ducati startet 2013 in eine neue Ära. Nach dem WM-Titel 2007 ging es für die Italiener kontinuierlich bergab. Tiefpunkt der MotoGP-Kampagne waren zweifellos die Jahre 2011 und 2012, in denen kein Sieg geholt werden konnte. Nach dem Weggang von Valentino Rossi hat sich innerhalb des Teams einiges getan. Ab 2013 werden vier Werks-Desmosedicis in der Startaufstellung stehen, da das Pramac-Team ab sofort enger mit dem Werks-Team verbunden ist.

Ben Spies und Rookie Andrea Iannone werden also deutlich stärker in die Entwicklung der Ducati einbezogen als Hector Barbera im vergangenen Jahr. Zudem hat man im Werks-Team mit Nicky Hayden und Andrea Dovizioso zwei erfahrene MotoGP-Piloten. "Ich denke, dass es eine gute Chance ist", analysiert Rennleiter Bernhard Gobmeier im Gespräch mit 'Cycle News' und übt Kritik an der Struktur der vergangenen Jahre: "In der Vergangenheit war es vermutlich zu sehr auf einen Fahrer ausgerichtet."

Auf die Wünsche des Pramac-Duos hört man in Bologna zukünftig genauso wie auf das Feedback der Werkspiloten. Gobmeier verspricht: "Wir empfangen und wünschen das Feedback aller Fahrer. Natürlich wird jeder der Fahrer seine individuellen Stärken haben. Das werden wir berücksichtigen." Helfen soll dabei der Fakt, dass einige Ducati-Mitarbeiter bei Pramac für einen problemfreien Daten-Transfer sorgen.

"Beide Fahrer stehen bei Ducati unter Vertrag. Sie sind also unsere Fahrer. Das ist Nummer eins. Zweitens sind die Crewchiefs der beiden Ducati-Mitarbeiter. Sie sind Ducati-Ingenieure, wir haben also einen ziemlich transparenten Daten-Austausch in beide Richtungen. Wir sehen sie als einen zusätzlichen Teil von uns an", schildert der Ducati-Corse-Chef.

Dass alle vier Ducati-Piloten an den Rennwochenenden die gleichen Programme abspulen, stellt Gobmeier hingegen in Frage: "Ich denke, das ist ein bisschen zu knifflig. Manchmal ist es schon in einem Team schwer genug, die gleiche Strategie bei beiden Fahrern zu verfolgen. Es ist eigentlich unmöglich", schätzt er ein, betont aber: "Hinsichtlich der Entwicklung verfolgen wir den gleichen Weg."

"Doch was die Jungs an der Strecke machen, ist eine andere Geschichte. Einerseits ist es ein unabhängiges Team, das einen gewissen Erfahrungsschatz hat. Unsere Ingenieure werden sie unterstützen und ihr Bestes geben", erklärt der Deutsche. "Wenn wir erkennen, dass sie bei einem Rennen etwas besser gelöst haben, dann kann es auch andersherum laufen."

Fotoquelle: Ducati



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