Kritikpunkt: Zwischen den MotoGP-Piloten geht es nicht immer eng zu

MotoGP 2013

— 04.02.2013

MotoGP-Zukunft: Gobmeier träumt von Aufwärtsspirale

Ducati-Corse-Chef Bernhard Gobmeier erklärt, warum es so wichtig ist, die Show in der MotoGP zu verbessern und lobt Carmelo Ezpeletas Bemühungen

Vorhersehbare Rennen, nur wenige siegfähige Fahrer, große Abstände und die 2012 eingeführte Zweiklassen-Gesellschaft sind klare Signale, dass in der MotoGP momentan nicht alles wunschgemäß läuft. Doch ab 2014 könnte es der Königsklasse besser gehen. Die Rückkehr von Suzuki und die neuen Regeln machen Experten und Fans Mut.

Dass die Rennen in der Superbike-WM meist spannender sind, wird immer wieder kritisiert. Ex-BMW-Motorsportdirektor Bernhard Gobmeier verwies zu seiner Zeit bei den Münchnern immer wieder auf diese Tatsache. Nun kümmert er sich bei Ducati als Chef der Rennabteilung um das MotoGP- und das Superbike-Projekt. Hat sich seine Meinung über die Rennen geändert?

"Das sehe ich immer noch so", betont er gegenüber 'Cycle News'. "Und ich denke, Carmelo (Ezpeleta, Dorna-Chef; Anm. d. Red.) ist auch bewusst, dass sich die Show verbessern muss, weil es trotz all der Technologie nicht spannend ist, wenn man zehn Sekunden auf das nächste Motorrad wartet und dann weitere zehn Sekunden auf das danach. Es muss das Ziel aller sein, der Dorna, der FIM, der IRTA, der MSMA und aller Hersteller, die Meisterschaft enger zu machen."

Neben der Spannung sind die Kosten ein weiterer Kritikpunkt: "Ich denke, wir sollten daran arbeiten, beide Meisterschaften günstiger zu machen. Die Sponsorengelder werden immer weniger. Die Budgets werden immer knapper", gibt Gobmeier zu bedenken. Die Motorsport-Programme der Hersteller werden intern meist als unnötiger Kostenfaktor angesehen. "Wir sollten diesen Kostenfaktor unter Kontrolle behalten, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt", fordert der Ducati-Corse-Chef.

"Die Sponsoren zeigen Interesse, wenn es ein großes Publikum und Spektakel gibt. Es muss eine riesige Show sein. Und wenn es eine gute Show gibt, dann lockt das Zuschauer in die Stadien oder an die Strecken sowie an die TVs. Das erhöht die Anziehungskraft für Sponsoren", schildert der Deutsche.

"Deswegen muss die komplette Show verbessert werden, das Feld hinsichtlich der Rundenzeiten zusammenrücken und die Startaufstellung größer werden. Es hat etwas von einer Aufwärtsspirale", erklärt Gobmeier. "Momentan befinden wir uns in einer Abwärtsspirale und Carmelo versucht, diese zu stoppen."

Fotoquelle: Honda

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