MotoGP 2013

— 04.02.2013

BMW: Präsentation der neuen Farben in München

Das BMW-Superbike-Team hat die Kräfte gebündelt und peilt 2013 die Krone an - Marco Melandri sucht mehr Konstanz, Chaz Davies peilt die Top 5 an

Die Winterpause neigt sich ihrem Ende entgegen, der Countdown zur Superbike-Weltmeisterschaft 2013 läuft, und das BMW-Superbike-Team steht in den Startlöchern. Knapp drei Wochen vor dem Saisonauftakt im australischen Phillip Island präsentierte sich das neu strukturierte BMW-Werksteam in München der Öffentlichkeit. Der internationale Media Launch fand im Doppelkegel der BMW-Welt in direkter Nähe der Konzernzentrale der BMW-Group statt.

Die Renn- und Testeinsätze des Werksteams sowie die Arbeit am Chassis verantwortet nun BMW Italia. Antrieb und Elektronik werden von BMW in München entwickelt. Marco Melandri geht in seine zweite Saison als BMW-Werksfahrer, sein neuer Teamkollege ist Chaz Davies. Die Gesamtverantwortung für das Superbike-Projekt trägt Andrea Buzzoni als Leiter BMW-Superbike. Die Motorsport-Entwicklung im Hause BMW leitet Stephan Fischer, der Technische Direktor BMW-Motorsport. Als Sportdirektor des BMW-Teams fungiert Serafino Foti, die technischen Belange des Superbike-Teams verantwortet Andrea Dosoli als Technischer Direktor. Als Titelsponsor ist GoldBet ein wichtiger Partner des Teams.

Neue Struktur soll Energien bündeln

"Der Motorsport spielt auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle für BMW Motorrad", bemerkt Stephan Schaller, Leiter BMW-Motorrad, im Rahmen der offiziellen Präsentation. "2012 war bisher mit Abstand unsere erfolgreichste Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft. Mit sechs Siegen, 18 Podiumsplätzen, sechs schnellsten Rennrunden, dem zweiten Gesamtrang in der Herstellerwertung und dem Titelgewinn im Superstock 1000 Cup hat sich BMW ins Feld der Spitzenteams eingereiht."

"Aus dieser Position der Stärke heraus haben wir unser Werksengagement für die kommende Saison neu ausgerichtet. Ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir unsere Ziele mit der neuen Struktur, dem erfahrenen Teammanagement und unseren Werksfahrern Marco Melandri und Chaz Davies erreichen können. Diese Ziele lauten, uns langfristig unter den Spitzenmannschaften in der Königsklasse des seriennahen Motorsports zu etablieren und so viele Siege und Podiumsplätze wie möglich zu feiern", so Schaller.

"Wir möchten an die Erfolge anknüpfen, die BMW Motorrad in der vergangenen Saison erreicht hat", erklärte Buzzoni, der Leiter des BMW-Superbike-Projekts. "Das neue strukturierte Team ist schnell zu einer Einheit geworden. Zwei sehr erfahrene Mannschaften, die bereits in der Vergangenheit gezeigt haben, wie stark und professionell sie sind, sind zu einem Team zusammengewachsen. Um erfolgreich zu sein, braucht es jedoch auch starke Fahrer und ein hervorragendes Motorrad - und dies haben wir in Marco, Chaz und der BMW S 1000 RR. Eine weitere wichtige Zutat ist der Speed. Das Tempo, das auf der Strecke einer der wichtigsten Faktoren ist, ist auch für die Arbeit des Teams essenziell: schnell zu reagieren und zu agieren ist entscheidend, um die gesteckten Ziele zu erreichen und wettbewerbsfähig zu sein."

Melandri will Fehler vermeiden

Werksfahrer Melandri hatte in der vergangenen Saison wesentlichen Anteil an den Erfolgen von BMW. "Wir hätten vorher ganz sicher nicht erwartet, dass wir sechs Siege holen und bis zum letzten Rennen mit um den Titel kämpfen. In diesem Jahr möchte ich mich vor allem selbst steigern. Ich möchte nicht dieselben Fehler wie 2012 machen und konstanter auf das Podium fahren", formuliert der Italiener seine Zielsetzung für die Superbike-Weltmeisterschaft 2013.

Der Brite Davies geht in seine erste Saison als BMW-Werksfahrer. "Für mich ist das ein großer Schritt, denn ich bin nun zum ersten Mal direkt an einem Werksprojekt beteiligt, und das bedeutet sehr viel für mich", erklärt der Supersport-Weltmeister von 2011. "Ich bin sehr stolz, denn es ist nicht nur ein Werk, sondern es ist BMW, eine starke Marke. Ich möchte diese Chance nutzen und etwas daraus machen. Mein Ziel ist, mich weiter zu verbessern, konstanter zu werden und die Saison in den Top 5 der Gesamtwertung zu beenden."

Die BMW S 1000 RR wurde über den Winter weiter entwickelt und in allen Bereichen verbessert. "Um siegreich zu sein, braucht man ein Motorrad, das viele verschiedene Faktoren zu einem perfekten Gesamtpaket vereint", schildert Stephan Fischer, der Technische Direktor BMW-Motorsport. "Motor, Elektronik, Chassis, Abstimmung - alle Faktoren müssen optimal kombiniert werden. Optimal bedeutet, dass das Gesamtpaket perfekt auf die Bedürfnisse des Fahrers zugeschnitten ist."

"Unsere Aufgabe ist, unseren Fahrer ein individuell optimiertes Motorrad zur Verfügung zu stellen, das ihnen ermöglicht, auf jeder Strecke und bei allen Bedingungen ihre bestmögliche Leistung zu zeigen." Laut Reglement wird ab dieser Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft mit 17-Zoll-Rädern gefahren. Die Umstellung auf die neue Radgröße hat bei der Entwicklungsarbeit für 2013 eine große Rolle gespielt und Modifikationen in allen Bereichen des Motorrads erfordert, am Chassis, der Elektronik, dem Motor und der gesamten Abstimmung.

Enge Zusammenarbeit zwischen Italien und München

Bei der Entwicklung des Motorrads arbeiten das Team in Italien und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von BMW in München Hand in Hand. "Unsere enge Zusammenarbeit ist der Schlüssel dazu, ein konkurrenzfähiges Paket zu haben", so Dosoli, der Technische Direktor des BMW Motorrad-Teams. "Wir sind ein Team und haben einen kontinuierlichen Informationsfluss. Das Motorrad ist ein komplexes Paket, jede Änderung an Motor oder Elektronik wirkt sich auf das Chassis aus und umgekehrt. Meine Aufgabe ist, den Informationsfluss zu steuern. Wir planen den Entwicklungsprozess basierend auf dem Feedback und den Bedürfnissen der Fahrer sowie anhand der aktuellen Wettbewerbssituation."

"Ich bin davon überzeugt, dass das neu strukturierte Team das Können und das Know-how hat, das nötig ist, um BMW im Feld der Spitzenteams zu etablieren und die gesteckten Ziele zu erreichen", bemerkt Serafino Foti, der Sportdirektor des Teams, bei der Präsentation. "Ich freue mich auch, zwei Topfahrer wie Marco und Chaz im Team zu haben. Marco hat gezeigt, welch großes Talent er ist, und er ist einer der stärksten Fahrer in der Welt des Rennsports. Chaz hat ebenfalls bereits gezeigt, wie schnell er ist, in dem er 2011 Supersport-Weltmeister wurde und 2012 in seiner Debütsaison in der Superbike-Weltmeisterschaft einen Sieg gefeiert hat."

Fotoquelle: BMW

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