MotoGP 2013

— 13.02.2013

Smith: "Das hat wirklich Spaß gemacht"

MotoGP-Neuling Bradley Smith hatte in Sepang Freude am Fahren, weiß aber, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt: "Es ist ein hartes Stück Arbeit"



Nachdem er im November 2012 in Valencia seine ersten Runden auf der Tech3-Yamaha gefahren war, nahm MotoGP-Rookie Bradley Smith in der vergangenen Woche in Sepang weiter Tuchfühlung zur M1 auf. Der Brite zeigte bei den dreitägigen Tests in Malaysia eine tadellose Leistung und genoss die Runden auf der MotoGP-Maschine: "Das hat wirklich Spaß gemacht. Jetzt weiß ich noch mehr zu schätzen, was die MotoGP ausmacht", sagt Smith. "Diese Strecke erlaubt dir, richtig aufzudrehen, sie ist sehr breit und schnell. Hier spürt man die Leistung wesentlich stärker als in Valencia."

Für den 22-Jährigen Aufsteiger aus der MotoGP stand im Sepang weniger Entwicklungs- oder Abstimmungsarbeit, sondern vielmehr das Kennenlernen von Motorrad und Reifen auf dem Programm. "Wir haben das Programm einfach gehalten", sagt Smith. "Es ging darum, dass ich möglichst viele Runden fahren und Selbstvertrauen sammeln kann. Schwerpunkt war, die Bridgestone-Reifen und die Yamaha kennenzulernen. Und Vertrauen zu gewinnen, denn zu diesen Motorrädern musst du großes Vertrauen haben. Sie sind technisch sehr fortschrittlich und völlig anders als alles andere, was ich bisher gefahren bin."

Die Möglichkeiten der Yamaha M1 begeistern den Briten: "Es ist verrückt. Du hast so viel Grip, so viel Motorleistung, die ganze Elektronik - es ist ein Puzzle! Momentan versuchen wir Schritt für Schritt, die einzelnen Teile zusammenzusetzen." Dabei steht Smith jedoch erst am Anfang: "Es liegt noch ein langer Weg vor mir." Doch der 22-Jährige nahm die Herausforderung an und arbeitete an der Umstellung seines Fahrstils.

Umstellung des Fahrstils

"Wir gehen jetzt die Daten durch um zu sehen, wo ich mich steigern kann", sagt Smith. "Ich muss zum Beispiel die Bremse noch etwas früher loslassen, um die Geschwindigkeit durch die Kurve mitzunehmen. Der Fahrstil entspricht eher dem bei den 125er-Motorrädern", zeigte sich der Brite überrascht. Um bei der Linienwahl einen Anhaltspunkt zu erhalten, spannte Smith Routinier Randy de Puniet als Zugpferd ein und ging am ersten Tag unmittelbar hinter ihm auf die Strecke.

"Ich habe in den Kurven eins und zwei etwas Zeit verloren, weil ich zu aggressiv war", erklärt er. Zunächst hatte Smith darauf erwartet, auf der Strecke einen Kollegen zu treffen, an dessen Hinterrad er sich hängen kann, doch zu seiner Verblüffung verteilten sich die Piloten sehr gleichmäßig rund um den Kurs: "Ich habe ständig gehofft, einen anderen Fahrer auf der Strecke zu treffen, aber zu meiner Überraschung passierte das nicht, obwohl 27 Fahrer unterwegs waren."

Noch weit vom Limit entfernt

Anhand der Reifen erkannte Smith, dass er vom Limit der Yamaha noch ein Stück weit entfernt ist: "Ich habe mich auf alten Reifen, die 25 oder 30 Runden gelaufen waren, wohler gefühlt. Da konnte ich verstehen, wie sie sich verhalten. Wenn sie brandneu sind, ist das Limit noch weit entfernt. Momentan geht das Limit des Motorrads noch weit über das hinaus, was ich fahren kann", gibt Smith zu. Am zweiten Testtag kam er seinem Teamkollegen Cal Crutchlow jedoch schon recht nahe und war nur rund eine halbe Sekunde langsamer.

"Ich muss versuchen diese Lücke zu schließen, aber ich werde noch einige Tage brauchen, bis ich so schnell fahren kann", so Smith. "Es ist ein hartes Stück Arbeit. Man muss lernen, diese Maschinen zu fahren. Ich komme aus der Moto2, wo die Motorräder nicht derart viel Leistung haben. Dort musste ich mir über Wheelies oder Balance des Motorrads bei Richtungswechseln nicht viele Gedanken machen."

Fotoquelle: Tech 3

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