Daniel Pedrosa war auch zu Beginn der zweiten Sepang-Tests der Schnellste

MotoGP 2013

— 26.02.2013

Sepang-Tests: Pedrosa erneut schneller als Lorenzo

Auch zu Beginn der zweiten Wintertestfahrten in Sepang stellt Honda-Ass Dani Pedrosa die Bestzeit vor Jorge Lorenzo (Yamaha) auf - Stefan Bradl (Honda) Vierter

Die MotoGP startete am Dienstag den zweiten Wintertest in dieser Saison. Gefahren wird erneut drei Tage lang in Sepang (Malaysia). Das Wetter gestaltete sich einmal mehr als knifflig. Zunächst war es heiß und schwül und die Fahrer konnten ihre Arbeit angehen. Der Asphalt war allerdings noch rutschig. Am Nachmittag fing es immer wieder leicht zu regnen an, was das Testprogramm störte. Das Kräfteverhältnis präsentierte sich so wie beim ersten Test Anfang des Jahres: Dani Pedrosa (Honda) war schneller als Jorge Lorenzo (Yamaha). Valentino Rossi (Yamaha) hatte eine halbe Sekunde Rückstand und Ducati lag zurück.

An der Spitze ist derzeit Pedrosa der dominierende Mann. Bereits bei den ersten Testfahrten war der Spanier an allen Tagen der Schnellste. Heute wurde der Spanier in 2:01,580 Minuten gestoppt, womit er um 0,235 Sekunden schneller als Weltmeister Lorenzo war. "Wir haben heute etwas an der Aufhängung und Motor-Mappings getestet", sagt Pedrosa bei 'MotoGP.com'. "Zu Beginn war es schwierig, weil die Strecke schmutzig war. Ich schätze, dass war wegen der gestrigen Regenfälle der Fall. Langsam hat sich die Strecke verbessert. Ich glaube, dass wir morgen weiter an der Dämpfung und dem Mapping für den Kurveneingang arbeiten werden. Das ist unser Plan."

Pedrosa drehte insgesamt 43 Runden und zählte damit zu den fleißigsten Fahrern des Tages. Lorenzo kam dagegen nur auf 25 Umläufe. Für den Mallorquiner standen heute allerdings nicht schnelle Runden im Fokus. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Abstimmung für die Renndistanz. Auch sein Teamkollege Rossi, der ebenfalls 25 Runden fuhr - arbeitete mit Blick auf eine Renndistanz. Nach dem ersten Test hatte der Italiener noch gemeint, dass das eine er Schwachpunkte sei. Das Wetter durchkreuzte allerdings die Pläne bei Yamaha. Rossi klassierte sich als Fünfter (+0,448 Sekunden).

Rookie Marc Marquez setzte sich erneut mit schnellen Zeiten in Szene. Auf seinen Honda-Teamkollegen Pedrosa büßte er 0,362 Sekunden ein. Am Vormittag rutschte der Spanier in einer langsamen Kurve aus. Es war allerdings ein harmloser Sturz und er konnte das Motorrad selbst zurück an die Box fahren. "Ich bin sehr glücklich, denn von Beginn an hatte ich das gleiche Gefühl wie beim letzten Test. Dann probierte ich unterschiedliche Abstimmungen aus", so Marquez, der 23 Runden fuhr.

"Es war aber schwierig, weil die Strecke sehr rutschig war. Deshalb war es nicht einfach die richtige Linie zu fahren und korrekte Informationen zu sammeln. Hoffentlich ist die Strecke morgen etwas besser und wir können unterschiedliche Abstimmungen testen." Eine positive Leistung zeigte auch Stefan Bradl, der im LCR-Team das gleiche Material wie die Honda-Werksfahrer zur Verfügung hat. Der Deutsche arbeitete an zwei unterschiedlichen Abstimmungen sowie den Öhlins-Dämpfern und den Nissin-Bremsen. Insgesamt drehte Bradl 38 Runden. Auf Pedrosa betrug der Rückstand 0,379 Sekunden. Das bedeutete hinter Marquez Platz vier.

Im Tech-3-Yamaha-Team war Cal Crutchlow der schnellere der beiden Briten. Seine schnellste Zeit setzte er schon früh am Tag. Knapp sieben Zehntelsekunden betrug sein Rückstand. Hinter Crutchlow reihte sich Alvaro Bautista (Gresini-Honda) auf Platz sieben ein. Der Spanier arbeitete hauptsächlich an den Showa-Dämpferelementen. MotoGP-Rookie Bradley Smith setzte seinen Anpassungsprozess an die Yamaha M1 fort und fuhr 24 Runden. Auf die Spitze fehlten allerdings zwei Sekunden, womit er sich als Zehnter einsortierte.

Ducati: Dovizioso hat 1,2 Sekunden Rückstand

Das Ducati-Werksteam hatte auch diesmal Rückstand auf die Spitze, allerdings konnte Dovizioso den Abstand zu Pedrosa etwas reduzieren. Die Lücke betrug 1,2 Sekunden. Sein Teamkollege Nicky Hayden lag 1,5 Sekunden zurück. Auffälligste Neuerung an der Desmosedici war ein neuer Tank. Mit 46 Runden war Hayden auch der fleißigste Fahrer des Tages. Schließlich klassierte sich Dovizioso als Achter und Hayden als Neunter.

Ben Spies ist nach seiner Schulterverletzung auf dem Weg der Besserung und fuhr 25 Runden mit der Ducati in Pramac-Farben. Er klassierte sich direkt vor seinem Teamkollegen Andrea Iannone als 13. Iannone probierte zwei Motoren aus und experimentierte mit der Gewichtsverteilung. Bei den Werksteams waren auch einige Testfahrer im Einsatz. Für Yamaha fuhren Katsuyuki Nakasuga und Wataru Yoshikawa. Für Honda drehte Takumi Takahashi seine Runden und bei Ducati war diesmal auch Michele Pirro dabei. Schnellster Testfahrer war Nakasuga, bestens bekannt durch seinen zweiten Platz beim Saisonfinale in Valencia, als Elfter.

Auf Reifenseite stellt Bridgestone den Fahrern bei diesem Test nur die reguläre harte Mischung zur Verfügung. Die neue harte Mischung ist diesmal nicht im Einsatz, weil beim letzten Test an gleicher Stelle genug Daten damit gesammelt wurden. Die Claiming-Rule-Fahrer konnten dafür die neue weiche Mischung testen. Mit Abstand schnellster CRT-Pilot war Aleix Espargaro (Aspar-ART) als Zwölfter. Damit war er schneller als das Pramac-Duo. Auf Pedrosa fehlten 2,3 Sekunden. Am Vormittag war Espargaro allerdings in Kurve eins ausgerutscht.

Zweitbester CRT-Fahrer war Hiroshi Aoyama (Avintia) auf Platz 17. Der Rückstand auf die Spitze betrug bereits 3,1 Sekunden. Als 18. folgte Randy de Puniet (Aspar-ART). Routinier Colin Edwards, der in diesem Jahr wie das Avintia-Team eine FTR-Kawasaki fährt, feilte weiter an dem neuen Motorrad und belegte Rang 20. Dahinter folgten Danilo Petrucci (Ioda-Suter), Karel Abraham (Cardion ART), Yonny Hernandez (PBM) und Hector Barbera (Avintia).

Die Schlusslichter waren Bryan Staring mit der FTR-Honda von Gresini und Lukas Pesek (Ioda). Michael Laverty konnte heute nicht mit der neuen Eigenkonstruktion von Paul-Bird-Motorsport fahren, weil die Mechaniker noch mit dem Einbau der neuen Einheits-Elektronik von Magneti Marelli beschäftigt waren.

Die Testzeiten aus Sepang (Dienstag):
01. Dani Pedrosa (Honda) - 2:01.580 Minuten (43 Runden)
02. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,235 Sekunden (25)
03. Marc Marquez (Honda) +0,362 (23)
04. Stefan Bradl (LCR-Honda) +0,379 (38)
05. Valentino Rossi (Yamaha) +0,448 (25)
06. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) +0,692 (28)
07. Alvaro Bautista (Gresini-Honda) +0,782 (32)
08. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,221 (22)
09. Nicky Hayden (Ducati) +1,563 (46)
10. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +2,052 (24)
11. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +2,154 (24)
12. Aleix Espargaro (Aspar-ART) +2,361 (28)
13. Ben Spies (Pramac-Ducati) +2,467 (25)
14. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) +2,470 (32)
15. Wataru Yoshikawa (Yamaha) +3,010 (23)
16. Michele Pirro (Ducati) +3,046 (38)
17. Hiroshi Aoyama (Avintia) +3,163 (30)
18. Randy de Puniet (Aspar-ART) +3,708 (22)
19. Takumi Takahashi (Honda) +3,930 (34)
20. Colin Edwards (Forward) +3,938 (21)
21. Danilo Petrucci (Ioda) +4,247 (35)
22. Karel Abraham (Cardion AB) +4,258 (26)
23. Yonny Hernandez (PBM) +4,328 (29)
24. Hector Barbera (Avintia) +4,482 (30)
25. Claudio Corti (Forward) +4,726 (26)
26. Bryan Staring (Gresini) +5,150 (34)
27. Lukas Pesek (Ioda) +6,411 (25)

Fotoquelle: Honda

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