MotoGP 2013

— 28.02.2013

Lorenzo: "Wir sind schneller als im Vorjahr"

Jorge Lorenzo erkennt nach dem zweiten Sepang-Test Fortschritte - Dennoch bleibt die Beschleunigung ein Schwachpunkt der Yamaha



Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) absolvierte am letzten Testtag in Sepang eine Rennsimulation und beendete den Tag hinter dem Honda-Duo als Drittschnellster. Sein Rückstand auf Dani Pedrosa betrug 0,430 Sekunden. In der kombinierten Zeitenliste aller drei Tage war Lorenzo allerdings an der Spitze zu finden. Seine Mittwochs-Zeit von 2:00,282 Minuten blieb für alle anderen Fahrer unerreicht. "Wir sind schneller als im Vorjahr", lautet Lorenzos Erkenntnis. Zufrieden ist der Mallorquiner aber noch nicht: "Für mich ist es aber noch nicht genug, um ruhig zu bleiben."

"Wir müssen uns weiterhin verbessern. Dani und ich sind derzeit sehr ähnlich. Wir müssen aber abwarten, wie es in Texas und Jerez aussieht." Am letzten Tag stand eine Rennsimulation über 20 Runden auf dem Programm. Insgesamt spulte Lorenzo am Donnerstag 56 Umläufe ab. "Die Strecke war nicht so gut wie gestern, denn sie war viel rutschiger. Deshalb konnten wir die gestrigen Rundenzeiten nicht erreichen." Bei optimalen Bedingungen hätte er noch einen Zeitensprung erwartet. "Wenn es nicht geregnet hätte, dann hätte ich sicher 1:59,9 oder 1:59,5 Minuten fahren können. Man weiß es nie, aber ich wäre sicher schneller als gestern gefahren."

"Schließlich absolvierten wir noch eine Rennsimulation. Es war schwierig, weil ich die Simulation bei den höchsten Temperaturen gefahren bin. Das machte es körperlich anstrengend. Zu Beginn war es schwierig und die Rundenzeiten waren auch nicht so gut wie erwartet. Trotzdem bin ich generell mit der Simulation zufrieden." Es gab während der Simulation auch Probleme. "Meine Hände haben nach dem Longrun geschmerzt und ich war müde."

"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich je bei dieser Hitze ein Rennen oder eine Simulation gefahren bin. Ich habe von dieser Simulation etwas mehr erwartet, aber wir hatten ein Problem mit dem Vorderreifen. Er wollte von Beginn an wegrutschen, weshalb ich das Tempo etwas reduzieren musste." Was war genau mit dem Vorderreifen los? "Es war ein Zusammenspiel zwischen der Abstimmung mit vollen Tank und der Hitze. Das weiß man aber nie, bevor man nicht den Longrun fährt. Die Abstimmung war für diese Bedingungen nicht perfekt. In einer Kurve bin ich geradeaus gefahren", bemängelt Lorenzo auch einen Fahrfehler.

Auch wenn er nicht ganz zufrieden war, waren seine Zeiten beeindruckend, denn die Uhr bewegte sich im mittleren und hohen Bereich von 2:01 Minuten. Trotz der geänderten Streckenverhältnisse war der Tag nicht wertlos. "Die Bedingungen waren anders. Deshalb konnte ich mich heute nicht steigern. Man lernt immer, aber manchmal ist dein Motorrad bei bestimmten Verhältnissen schlechter für dich. Ich glaube, dass ich der einzige Fahrer war, der bei dieser Hitze eine Simulation gefahren ist. Es ist immer gut, das zu probieren und zu sehen, was passiert", hält Lorenzo fest.

Sepang zählt nicht zu Lorenzos Paradestrecken. Andrea Dovizioso merkte gestern an, dass wenn Lorenzo dort schnell ist, dann wird er auch anderswo noch stärker sein. "Es gibt immer Strecken, mit denen man einfacher zurechtkommt. Vor einiger Zeit hatte ich auf bestimmten Strecken mehr zu kämpfen, aber jetzt halte ich auf beinahe jeder Strecke ein konstantes Level", meint der Yamaha-Star diesbezüglich.

"Ich habe in Sepang nur ein Rennen gewonnen. Das war im Jahr 2006 in der 250er-Klasse. Es ist sicherlich eine andere Strecke als Brünn oder Assen, die flüssiger sind und wo die Beschleunigung nicht so wichtig ist. Dort ist es für mich einfacher. In Brünn habe ich glaube ich vier oder fünfmal gewonnen. In Malaysia habe ich erst einen Sieg und auf dem Sachsenring habe ich noch nie gewonnen."

Lorenzo zählt auch in diesem Jahr zu den heißen Siegfavoriten. Mit welchen Gegnern rechnet er? Wen hat er auf dem Zettel? "Alle Fahrer in dieser Klasse. Unter normalen Bedingungen können vermutlich vier Fahrer gewinnen." Als Weltmeister muss die Verteidigung des Titels das erklärte Ziel sein. "Wir sind alle hier, um die WM zu gewinnen. Das ist der beste Preis. Zudem muss man sich auf sich selbst konzentrieren, damit man sich als Fahrer verbessert. Man kann jedes Jahr einen Fortschritt schaffen. Es hängt auch viel vom Motorrad, vom Team oder vom Glück ab. Wenn deine Performance gut ist, dann hast du gute Chancen deine Ziele zu erreichen."

Bevor die Saison Anfang April in Katar startet, stehen noch Testfahrten in Austin und Jerez auf dem Programm. Texas wird komplettes Neuland sein. "Es ist eine neue Strecke und ich muss sie erst lernen. Dann werden wir Schritt für Schritt die Abstimmung anpassen. Es geht hauptsächlich darum, dass wir die Strecke nicht kennen", meint Lorenzo über den Circuit of the Americas. "Würden wir nicht dorthin gehen, dann hätten wir gegenüber Honda einen großen Nachteil. Da wir den Test machen, haben wir für das Rennen die gleiche Ausgangsposition wie Honda."

Fotoquelle: Yamaha



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