Cal Crutchlow ist mit den zweiten Sepang-Tests zufrieden

MotoGP 2013

— 01.03.2013

Crutchlow: "Bin nicht weit hinter der Spitze"

Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) war beim zweiten Sepang-Test der erste Verfolger der Werksfahrer - Am Donnerstag ärgerte ihn das Verhalten von Hector Barbera

Cal Crutchlow absolvierte einen soliden zweiten Test in Malaysia. Am letzten Tag drehte der Brite insgesamt 59 Runden und wurde in seinem schnellsten Umlauf in 2:01,094 Minuten gestoppt. Mit der geleisteten Arbeit ist der Tech-3-Yamaha-Fahrer zufrieden, aber nicht mit seiner Rundenzeit. "In meinen letzten Runden wurde ich extrem aufgehalten, als jeder für eine schnelle Runde gepusht hat", wird Crutchlow von 'Motor Cycle News' zitiert. "Normalerweise kann ich immer eine schnelle Runde aus dem Hut zaubern wenn ich muss, aber diesmal war es aufgrund des Verkehrs nicht möglich."

Als Übeltäter identifizierte Crutchlow Hector Barbera. Der Spanier wurde schon im Vorjahr mehrmals von seinen Kollegen kritisiert, weil er im Qualifying anderen Leuten im Weg herumstand und sich ziehen lassen wollte. In diesem Jahr sitzt er aber auf dem CRT-Bike von Avintia und hat deutlich weniger Motorleistung zur Verfügung. Das unachtsame Verhalten stößt Crutchlow sauer auf. "Barbera und ich tauschten einige Worte aus, weil es zu gefährlich war. Wenn man auf der Geraden fährt, dann fahren sie langsam, drehen sich um und halten Ausschau nach einem schnelleren Fahrer, an den sie sich anhängen können."

"Es ist mir egal, wenn mir jemand folgt, aber sie sollen mir nicht im Weg herumstehen, wenn ich auf einer schnellen Runde bin. Es ist gefährlich, denn sie fahren auf der einen Seite mit 50 Meilen die Stunde und ich komme mit 200 daher. Sie lassen dir überhaupt keinen Platz", ärgert sich Crutchlow. "Es wäre kein Problem, wenn sie auf der Seite warten würden und sich dann am Ausgang der letzten Kurve hinter dir einsortieren. Sie fahren aber so langsam. Wenn man sie trifft, dann wird es ein großer Crash."

Dadurch beendete Crutchlow den letzten Tag auf Platz sechs und lag 0,532 Sekunden hinter der Spitze. In der kombinierten Zeitenliste belegte der 27-Jährige den vierten Platz. Ansonsten war er mit dem Test relativ zufrieden. "Ich beende diesen Test in positiver Stimmung, denn ich bin Vierter. Ich war zwar am letzten Tag Sechster, aber ich hätte auch der Schnellste sein können. Wir haben in dieser Woche viel gearbeitet, um unser Paket zu verbessern. Am letzten Tag sammelten wir wieder wichtige Informationen."

"In der Bremsphase und zu Beginn der Kurve ist es noch nicht ganz optimal. Wir versuchten das zu verändern, aber dann wurde es auf der Bremse schlechter", schildert Crutchlow die Experimente mit der Abstimmung der M1. "Wenn wir die Bremse verbessern, haben wir aber keinen Grip. Wir probierten an den beiden Motorrädern unterschiedliche Setups. Eines war besser für die Bremse, das andere war beim Grip besser. Wir müssen also noch das Beste von beiden Abstimmungen finden und es verbinden."

Die beiden Topfavoriten Jorge Lorenzo (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) waren für Crutchlow außer Reichweite. Dafür waren Rookie Marc Marquez (Honda) und Valentino Rossi (Yamaha) nicht so weit weg. Das stimmt Crutchlow positiv: "Ich bin nicht so weit hinter den Top 3. Sie sitzen alle auf Werksmotorrädern, also ist meine Leistung ermutigend. Platz vier in der gesammelten Liste ist sehr positiv und wir sind garantiert dabei. Mein Ziel ist es, so nahe wie möglich an die Werksfahrer heranzukommen."

Fotoquelle: Tech 3

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