MotoGP 2013

— 01.03.2013

Laverty sieht Potenzial im neuen PBM-Motorrad

Michael Laverty konnte das neue Motorrad von Paul-Bird-Motorsport nur kurz in Sepang testen - Die ersten Eindrücke stimmen den Nordiren sehr positiv



Paul-Bird-Motorsport fährt in diesem Jahr zweigleisig: Yonny Hernandez hat die bewährte ART von James Ellison übernommen. Dazu setzt das Team in diesem Jahr ein zweites Motorrad ein. Michael Laverty wird auf einer kompletten Neuentwicklung sitzen. Die Ingenieure von Paul Bird haben ein eigenes Chassis entwickelt, das von einem Aprilia-Motor der ART angetrieben wird. Zudem wird bei diesem Bike auch die neue Einheitselektronik von Magneti Marelli verwendet.

Zum ersten Mal war dieses neue Motorrad in Sepang im Einsatz. Beim ersten Test drehte Laverty noch mit der normalen ART seine Runden. Es dauerte aber lange, bis der Nordire auf sein neues Arbeitsgerät steigen konnte. Am ersten Tag rückte er gar nicht aus und am Mittwoch wurden es 19 Installationsrunden. Erst am letzten Tag konnte mit der Testarbeit begonnen werden. "Ich musste drei Tage lang geduldig sein", sagt Laverty bei 'MotoGP.com'. "Wir starteten am Donnerstag um 14:00 Uhr und hatten praktisch nur einen halben Testtag."

"Das Team hat aber sehr viel gearbeitet. Es hat viel länger als erwartet gedauert, die Elektronik zu installieren. Am Mittwoch bin ich einige Installationsrunden gefahren. Die Ingenieure haben dann am Abend und am Donnerstag daran weitergearbeitet. Schließlich konnte ich auf die Strecke gehen. Die Gasannahme fühlte sich auch normal an. In den letzten vier Stunden konnten wir dann normal arbeiten, aber leider ist uns die Zeit ausgegangen."

Trotzdem hat das Paket auf Anhieb Eindruck hinterlassen. Laverty drehte am Donnerstag 24 Runden und wurde in 2:04,546 Minuten gestoppt. Der Rückstand auf die Prototypen-Spitze betrug knapp unter vier Sekunden. Damit hielt Laverty beide Ioda-Fahrer, Rookie Claudio Corti (Forward) und seinen eigenen Teamkollegen Hernandez in Schach. Da es erst die ersten Runden für das neue Motorrad waren, gibt es noch viel Spielraum nach oben.

Deswegen strotzt Laverty auch vor Zuversicht: "Das Beste war, dass ich das Chassis pushen konnte. Ich finde, dass ist die beste Neuigkeit, da wir das erste Mal dieses Motorrad im Einsatz hatten. Ich war nur um 1,7 Sekunden langsamer als meine Zeit mit der ART beim ersten Test hier. Deshalb glaube ich, dass wir großes Potenzial haben." Er konnte auch einen Vergleich zur ausgereiften ART ziehen: "Das Chassis neigt auch zu weniger Chattering als die Aprilia. Das ist ein Bonus."

"Dazu ist auch der Grip beim Beschleunigen besser. Die positiven Aspekte sind beim Chassis also alle vorhanden. Wir müssen nur die Elektronik zum Arbeiten bekommen. Dann werden wir sicher Fortschritte erzielen." Die Abstimmung der ECU ist derzeit noch das größte Problem an diesem Motorrad. "Mit jedem Run wurde es immer besser", sieht Laverty die raschen Fortschritte.

"Die Jungs von Magneti Marelli hatten auch gute Ideen. Als am Ende des Tages die roten Lichter der Startampel leuchteten, hatte ich das beste Gefühl. Wir werden in Jerez neue Ideen und hoffentlich ein zweites Motorrad haben. Für ein neues Motorrad haben wir ein gutes Paket. Es sieht gut aus. Ich glaube, wir haben das richtige Paket, um um die CRT-Krone zu kämpfen", zeigt er sich bei 'MotoGP.com' zuversichtlich.

Michael Laverty ist der ältere Bruder von Eugene Laverty, der in der Superbike-WM für Aprilia fährt und beim Saisonauftakt in Australien ein Rennen gewonnen hat. Michael ist in den vergangenen drei Jahren in der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) gefahren und zählte zu den Topfahrern. Im Jahr 2007 gewann Laverty die Britische Supersport-Meisterschaft.

Fotoquelle: Motorsport-Total.com

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