Ducati-Neuzugang Andrea Dovizioso saß in Sepang auf zwei verschiedenen Bikes

MotoGP 2013

— 07.03.2013

Ducati: Fortschritt dank "Labor-Bike"?

Neben der aktuellen GP13 kam beim Sepang-Test zum zweiten Mal ein Ducati-Versuchsträger zum Einsatz - Andrea Dovizioso fand wichtige Erkenntnisse

Neben der im Januar in Madonna di Campiglio präsentierten Desmosedici GP13, die sich kaum vom Vorjahresmodell GP12 unterscheidet, schickte Ducati Mitte Februar im Zuge eines Privattests in Jerez erstmals einen Versuchsträger, ein sogenanntes "Labor-Bike" auf die Strecke. Dieses wurde von Testfahrer Michele Pirro sowie Pramac-Stammfahrer Andrea Iannone bewegt.

Beim zweiten Sepang-Test in der vergangenen Woche war das "Labor-Bike" - eine Weiterentwicklung der GP13, die sich durch einen veränderten Rahmen, einen kürzeren und weit heruntergezogenen Tank und damit eine veränderte Gewichtsverteilung sowie eine neue Position der Elektronikeinheit (unmittelbar vor dem Tank) auszeichnet - ebenfalls mit von der Partie. Wie schon in Jerez wurde Testfahrer Pirro damit betraut, Erkenntnisse und Daten zu sammeln. Zumindest den neuen Tank probierten auch die Werksfahrer Nicky Hayden und Andrea Dovizioso an ihren Bikes aus.

Dovizioso, im Winter von Tech-3-Yamaha zu Ducati gewechselt, drehte am letzten Testtag zudem einige Runden auf dem "Labor-Bike" und äußert sich zweigespalten. "Es hat sich beim Einlenken sehr gut angefühlt, aber von der Motorenspezifikation war meines besser", zieht der Nachfolger von Valentino Rossi gegenüber 'Motorsport aktuell' einen Vergleich zum Motorrad des Werksteams.

Zeitverschwendung waren die Runden auf dem Versuchsträger für "Dovi" aber nicht - im Gegenteil. "Ich habe auf diesem Motorrad einiges verstanden und habe danach mit meinem Motorrad meine schnellste Zeit gefahren", sagt der Italiener. Auch Ducati-Routinier Hayden, dessen Eindrücke sich mangels Runden auf dem "Labor-Bike" auf den neuen Tank beschränkten, war mit der veränderten Gewichtsverteilung sehr zufrieden.

"Am letzten Tag haben wir einige besondere Dinge getestet, die uns dabei helfen sollten, die richtige Richtung für die Zukunft zu finden. Der Rahmen ist ein Labor für die zukünftige Entwicklung und obwohl wir noch mehr Zeit brauchen, sind wir sehr zufrieden", hielt dann auch der neue Ducati-Corse-Chef Bernhard Gobmeier im Anschluss an die zweite Testwoche in Sepang fest.

Während die Konkurrenz von Honda und Yamaha in der kommenden Woche drei Tage lang auf dem Circuit of The Americas in Austin testen geht, greift Ducati erst vom 23. bis 25. März wieder ins Geschehen ein. Dann stehen in Jerez die letzten offiziellen Testfahren vor dem Saisonauftakt (7. April in Doha) auf dem Programm. "In Jerez werden wir einige Neuerungen am Rahmen, der Elektronik und dem Motor testen", kündigte Gobmeier bereits an.

Fotoquelle: Ducati

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