MotoGP 2013

— 09.03.2013

Poncharal: Crutchlow kann Rossi herausfordern

Tech-3-Teamchef Herve Poncharal sieht Cal Crutchlow auf Augenhöhe mit Valentino Rossi und verteidigt die Beförderung von Bradley Smith

Bei den Testfahrten der MotoGP in Sepang zeigte Cal Crutchlow, dass er auch in dieser Saison wieder in der Lage sein wird, die Werksfahrer zu ärgern. Der Tech-3-Pilot gehörte zu den ersten Verfolgern der Honda- und Yamaha-Werkspiloten und fuhr nur rund eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Für seinen Teamchef Herve Poncharal war das keine Überraschung: "Nach der Saison 2012 wussten wir, dass Cal auch 2013 sehr leistungsfähig sein wird", sagt der Franzose im Interview mit 'Sport Bikes'.

Im Yamaha-Lager sieht Poncharal derzeit den amtierenden Weltmeister Jorge Lorenzo klar an der Spitze, Rückkehrer Valentino Rossi für Crutchlow jedoch in Reichweite. "Jorge ist einen Schritt vor den anderen, aber Valentino kann er meiner Meinung nach herausfordern. Die Tatsache, dass er nur ein paar Tausendstelsekunden hinter ihm lag, zeigt, dass er dazu in der Lage ist, wenn das Material und die technische Unterstützung stimmen."

Crutchlows Teamkollege Bradley Smith hatte in Sepang noch mit der Umstellung von der Moto2 auf die MotoGP zu kämpfen und lag am Schlusstag 1,7 Sekunden hinter der Spitze zurück. Die Beförderung des Briten, der in den vergangenen beiden Jahren in der Moto2 für Tech 3 gefahren war, hält Poncharal aber nicht für einen Fehler: "Ich hätte Bradley nicht für drei Jahre verpflichtet, wenn ich von seinen fahrerischen Qualitäten nicht überzeugt wäre." 2012 sei jedoch, verglichen mit seinen guten Leistungen im Jahr 2011, etwas enttäuschend verlaufen.

Im Vorjahr stand der 22-Jährige kein einziges Mal auf dem Podium, 2011 war ihm das drei Mal gelungen. "Viele Leute haben mir gesagt, dass es ein Fehler war, ihn in die MotoGP zu holen", sagt Poncharal, der diesen Vorwurf jedoch zurückweist. Intern wisse man, warum seine Leistungen noch nicht den Erwartungen entsprechen, es gäbe aber keine Probleme, die nicht zu lösen seien.

Technisch sei Smith sehr versiert: "Er macht gute Aussagen und arbeitet korrekt", so sein Teamchef, den sein Pilot bei den Tests in Malaysia überzeugt hat: "Er hatte unter besonderen Bedingungen einen kleinen Sturz, hat aber sonst keine Fehler gemacht. Es war nicht einfach, aber Bradley hat sich gut geschlagen."

Fotoquelle: Tech 3

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