Marc Marquez stellte die erste Bestzeit auf dem neuen Kurs in Texas auf

MotoGP 2013

— 13.03.2013

Austin-Test: Marquez startet mit Bestzeit

Am ersten Testtag in Austin lernten die versammelten Fahrer den neuen Kurs kennen - Die erste Bestzeit stellte Rookie Marc Marquez auf

Am Dienstag wurde zum ersten Mal auf dem neuen "Circuit of the Americas" in Austin getestet, wo das zweite Rennen der Saison stattfinden wird. Am ersten Tag ging es für die versammelten sieben Fahrer darum, die neue Strecke zu lernen und anschließend die Abstimmung etwas anzupassen. "Es ist eine sehr schöne Strecke mit einer interessanten Streckenführung und alles ist gut organisiert", lobt Stefan Bradl die neue Anlage. Er gibt aber zu bedenken, dass der Kurs in erster Linie für die Formel 1 entworfen wurde. "Man merkt, dass es eher eine Autorennstrecke ist, besonders im ersten Teil."

"Ich brauchte einige Zeit, um meine Ideallinie zu finden, aber nach einigen Runden begann ich es zu genießen. Nachdem wir die Strecke analysiert haben, arbeiteten wir am Setup. Der Kurs weist viele harte Bremspunkte und schnelle Richtungswechsel auf. Insgesamt war es ein sehr guter erster Lauf für uns und ich war positiv beeindruckt von dieser neuen Strecke, die sehr technisch ist." Bradl drehte mit seiner LCR-Honda insgesamt 50 Runden und reihte sich in der Zeitenliste an der vierten Position ein.

An der Spitze lag das Honda-Werksduo. Rookie Marc Marquez stellte in 2:04,619 Minuten den ersten Richtwert auf dem neuen Kurs auf. "Der erste Tag in Austin ist sehr gut gelaufen. Die Strecke macht Spaß, weil es keine einzige Bodenwelle gibt. Zu Beginn gab es keinen Grip und ich bin stark gerutscht. Die Ideallinie wurde dann kontinuierlich sauberer und wir konnten besser fahren", berichtet Marquez. "Der erste Abschnitt der Strecke ist durch die fließenden Kurvenkombinationen sehr knifflig."

"Das ist ein körperlich anstrengender Abschnitt, bei dem man seine ganze Kraft für die Richtungswechsel benötigt. Das ist ganz sicher die Schlüsselstelle des Kurses", hat der amtierende Moto2-Weltmeister erkannt. Insgesamt drehte Marquez 55 Runden. "Später kommen drei Rechtskurven, die alle zusammenhängen. Dort ist es schwierig die Ideallinie zu finden. Es ging heute nur darum, diese Linien zu lernen und nicht darum zu viel am Motorrad zu verändern. Morgen werden wir die Getriebeübersetzung und die Elektronik anpassen." Wir haben noch viel Arbeit vor uns.

Die Zeiten sollten dadurch auch noch schneller werden. Auf Platz zwei reihte sich nach 59 Runden sein Teamkollege Dani Pedrosa ein. "Es ist eine neue Strecke und eine ganz andere als üblicherweise. Deshalb ist es wichtig, dass man viele Runden fährt und seine Referenzpunkte findet", so der Vizeweltmeister. "Bremspunkte, Gangwechsel, ob man besser im zweiten oder dritten Gang fährt. Solche Dinge eben. Es war gut, so viele Runden zu fahren und auch zu sehen, wie sich die Reifen verhalten."

"Es gibt viele enge Kurven, speziell Kurve eins. Aber da sind auch noch fließende Kurvenkombinationen und lange Gerade. Das Tempo und die Richtung ändert sich von Abschnitt zu Abschnitt. Zu Beginn war das etwas merkwürdig", meint Pedrosa über das Layout. "Nach so vielen Runden versteht man die Strecke. Obwohl der Grip nicht optimal war, ist das generelle Gefühl sehr positiv." Honda war etwas schneller als Konkurrent Yamaha.

Yamaha langsamer als Honda

Weltmeister Jorge Lorenzo reihte sich mit seiner M1 an der dritten Position ein. Sein Rückstand auf Marquez betrug rund sieben Zehntelsekunden. "Es war sehr wichtig, dass wir hierher gekommen sind und die Strecke lernen können. Ich habe sie noch nicht komplett gelernt und brauche noch mehr Runden", hält Lorenzo fest. Er drehte am Dienstag insgesamt 54 Runden. "Es ist eine sehr schöne Strecke mit Kurven jeder Art. Zu Beginn war es nicht einfach, die Ideallinien zu verstehen, aber ich habe mich von der ersten Runde in der Früh um drei Sekunden verbessert."

"Das zeigt, wie schwierig der Kurs zu lernen ist und wie schwierig es ist das Limit zu finden. Ich glaube, hier hilft diese Extra-Zeit mehr als auf anderen Kursen, denn ich glaube nicht, dass drei oder vier Trainings reichen, um die Strecke zu lernen. Die Fahrer, die hier nicht testen, werden einen kleinen Nachteil haben", hält Lorenzo fest. "Durch den Wind war es etwas problematisch, speziell auf der langen Geraden, wo man mehr als 340 km/h fährt. Dort war das Gefühl etwas instabil."

"Der Kurs ist generell sehr knifflig. Es gibt auch harte Bremspunkte und enge Haarnadeln. Der erste Abschnitt ist flüssig, aber sehr schwierig die Ideallinie zu finden, weil die Kurven blind sind. Wir kommen langsam mit der Strecke zurecht. Wir versuchen auch ein Problem bei maximaler Schräglage zu lösen, weil mir dort etwas das Vertrauen fehlt. Wir müssen auch noch die Abstimmung verbessern. Der Asphalt war auch nicht perfekt. Dadurch war es nicht einfach, das Griplevel zu verstehen. Ich weiß nicht, ob es am Rennwochenende um viel oder nur um ein wenig besser sein wird."

Rossi gefallen Stadt und Strecke

Ganz ähnlich hören sich die Aussagen seines Teamkollegen Valentino Rossi an. Der Italiener meinte im Vorfeld, dass Austin für ihn ein wichtiger Test wird, um zu verstehen, wie konkurrenzfähig er ist. Auf der Uhr war er um fast zwei Sekunden langsamer als Marquez. "Mir gefällt die Strecke sehr gut. Sie ist sehr flüssig, hat viele schnelle Kurven und Richtungswechsel. Es macht Spaß mit dem Motorrad", freut sich Rossi. Seine Eindrücke waren positiv. "Es gibt auch drei enge Haarnadeln. Sie sind für Überholmanöver für die Formel 1 gedacht, aber für uns sind sie etwas zu langsam."

"Generell ist die Strecke sehr gut. Es geht auf und ab und die Bremszone für Kurve eins ist sehr gut. Wir müssen noch verstehen welchen Reifen wir benutzen müssen. Auf dem Asphalt liegt nicht viel Gummi, weshalb er im Moment nicht viel Grip bietet. Das Bergaufstück zu Kurve eins hilft dabei das Motorrad zu verzögern. Das ist sehr schön. Für mich ist Kurve zwei besser. Auf der langen Geraden könnte es Überholmanöver geben."

Rossi hat neben der Strecke auch andere Aspekte des neuen Austragungsortes erkannt. Schon die Formel-1-Gemeinde schwärmte von der Stadt Austin. "Die Stadt ist großartig und die Atmosphäre toll. Ich glaube, dass es ein guter Ort für ein Rennen ist", findet der neunfache Weltmeister. "Diese Extrazeit ist sehr wichtig, denn die Strecke ist sehr schwierig. Es gibt viele blinde Kurven, wo man die Bremspunkte finden muss. Wir werden weiter daran arbeiten, die Strecke zu verstehen. Der Grip am Hinterrad muss auch noch besser werden, denn die Beschleunigung ist nicht optimal."

"Für die MotoGP ist es wichtig, ein drittes Rennen in Amerika zu haben. Es gibt viele gute Fahrer aus den USA. Es ist richtig, dass wir hier sind", findet Rossi. Neben den etablierten Stammfahrern drehten noch zwei US-Amerikaner ihre Runden in Austin. Blake Young saß auf dem CRT-Bike von Attack-Performance und Michael Barnes fuhr für GPTech. Diese beiden Motorräder werden bei den US-Runden wieder mit einer Wildcard an den Start gehen. Die Tests in Austin gehen noch bis Donnerstag.

Testzeiten aus Austin (Dienstag):
01. Marc Marquez (Honda) - 2:04,619 Minuten (55 Runden)
02. Dani Pedrosa (Honda) - 2:05,047 (59)
03. Jorge Lorenzo (Yamaha) - 2:05,291 (54)
04. Stefan Bradl (LCR-Honda) - 2:06,053 (50)
05. Valentino Rossi (Yamaha) - 2:06,507 (68)
06. Blake Young (Attack-Performance) - 2:15,102 (27)
07. Michael Barnes (GPTech) - keine Zeit

Fotoquelle: Repsol

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