Marc Marquez stellte auch am zweiten Tag der Austin-Tests die Bestzeit auf

MotoGP 2013

— 14.03.2013

Austin: Marquez erneut der Schnellste

Marc Marquez stellt auch am zweiten Tag der Testfahrten auf dem neuen Kurs in Austin die Bestzeit auf - Yamaha beendet die Probefahrten nach zwei Tagen

Am zweiten Tag der Testfahrten auf dem neuen Kurs in Texas setzten die versammelten sieben Fahrer ihr Programm fort. Es ging wider darum, den neuen "Circuit of the Americas" kennenzulernen, wo im April das zweite Saisonrennen stattfinden wird. Nach dem ersten Tag hatten die Fahrer berichtet, dass der Kurs knifflig ist und die Streckenzeit sehr wichtig ist. Am zweiten Tag wurde auch an der Abstimmung gefeilt. Dinge wie die optimale Getriebebersetzung und die Traktion standen im Mittelpunkt. Nach dem zweiten Tag beendete Yamaha bereits das Testprogramm. Honda wird noch einen weiteren Tag fahren. Schnellster am Mittwoch war erneut Marc Marquez.

Die Temperaturen waren am zweiten Tag um rund zehn Grad hher. Trotzdem waren die Zeiten schneller, denn die Fahrer machten Fortschritte. Marquez drehte insgesamt 54 Runden und wurde in 2:03,853 Minuten gestoppt. "Obwohl es zunchst danach aussah, dass die Strecke weniger Grip bietet, dauerte es nicht lange, bis ich auf dem gleichen Level wie gestern fahren konnte. Mit jedem Run habe ich mich kontinuierlich verbessert", schildert Marquez. "Es war wichtig, dass ich schon frh eine gute Pace fahren konnte, denn dadurch konnte ich Dinge ausprobieren."

"ber den Rest des Tages wurden meine Zeiten immer besser und wir verfolgten die gleiche Strategie. Wir testeten bestimmte Dinge und besttigten sie mit den Resultaten, um Zweifel auszurumen. Wir haben gut gearbeitet und das Team hilft mir viel. Ich lerne whrend dieser Testtage sehr viel, hauptschlich mit der Elektronik. Da es eine neue Strecke ist, haben wir keine Basis und mssen etwas mehr arbeiten, um eine zu finden."

Honda wirkte bisher auf dem neuen Kurs etwas strker als Yamaha. Speziell aus den Haarnadeln kamen Marquez und Dani Pedrosa besser heraus. Pedrosa drehte am zweiten Tag 58 Runden und war einen Tick langsamer als sein neuer Teamkollege. "Wir sind viele Runde gefahren und ich konnte mich in einigen Kurven verbessern. Ich fand einige Details, weshalb ich bessere Linien fahren konnte. Die Bedingungen waren gut und wir experimentierten mit unterschiedlichen Getriebebersetzungen und Stodmpfern."

"Dadurch fanden wir etwas mehr Grip. Am Nachmittag machten wir das Beste daraus, weil die Strecke in einem viel besseren Zustand war. Wir sind mit dem zweiten Tag zufrieden. Hoffentlich knnen wir die gute Arbeit morgen fortsetzen", zieht Pedrosa ein positives Fazit. Konkurrent Yamaha packte nach dem zweiten Tag zusammen. "Der Test wurde von Honda organisiert", so Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli. "Wir wussten von Beginn an, dass uns zwei Tage reichen wrden."

Yamaha packt zusammen

Weltmeister Jorge Lorenzo war mit 65 Runden ein fleiiger Fahrer. Auf Marquez fehlte eine knappe halbe Sekunde. "Ich fhlte mich heute besser, speziell im letzten Versuch vor der Mittagspause. Wir vernderten die Abstimmung und steigerten uns um einige Zehntelsekunden. Wir sind den schnellsten Fahrern nhergekommen, aber nicht um soviel, wie wir eigentlich wollten", berichtet der Spanier. "Zu Beginn war die Dmpfung zu weich eingestellt. Wir machten sie hrter, was auf dieser Strecke funktioniert."

"Ich denke, dass zwei Tage genug waren, um eine Idee fr die Abstimmung und den Fahrstil zu bekommen. Die Fans werden die MotoGP hier mgen, denn es wird eine tolle Show werden. Wir haben verschiedene Abstimmungen probiert, aber keine neuen Teile. Wir haben nur mit der Abstimmung gespielt, die Dmpfer und die Vordergabel gewechselt, und beim letzten Versuch habe ich mich durch diese nderungen um eine halbe Sekunde gesteigert", sagt Lorenzo ber die Fortschritte.

Ganz perfekt war es aber noch nicht: "Wir haben noch nicht genug Grip am Hinterreifen. Deshalb habe ich in Schrglage nicht perfektes Vertrauen. Deshalb liege ich weiter zurck als in Sepang. Mit jeder Runde habe ich meinen Fahrstil an die Strecke angepasst. Auf der Hauptgeraden erzielen wir 340 km/h. Das ist ein unglaublicher Speed. Wenn man bremst und sich aufrichtet, dann blst der Wind sehr stark. Deshalb ist es schwierig, stabil zu bleiben."

Rossi feilt an der Abstimmung

Auch sein Teamkollege Valentino Rossi konnte sich steigern. Auf Marquez fehlte dem Italiener rund eine Sekunde. "Das Gefhl fr die Strecke war heute besser. Wir arbeiteten am Motorrad, um die schwierigen Punkte zu verbessern." Speziell in den drei harten Bremszonen war die Stabilitt der Yamaha nicht optimal. "Der Grip auf der Reifenflanke ist in der Haarnadel ebenfalls sehr wichtig, damit man auf der Geraden eine gute Geschwindigkeit hat."

"Es sieht danach aus, dass man hier im langsamen Abschnitt einen groen Unterschied machen kann. Die Schikane in Kurve zwei ist sehr schwierig, weil sie sehr technisch und blind ist. Man muss mehr aus dem Gedchtnis fahren. Schritt fr Schritt haben wir uns gesteigert, aber ich habe einen Rckstand auf die anderen Jungs. Ich muss alle Sektoren zusammenhngen. Wir wollten die Strecke verstehen und uns fr das Rennen vorbereiten."

"Unsere Konkurrenz kann schneller aus der Haarnadel beschleunigen. Sie haben auch mehr Grip auf der Reifenflanke. Das sind die Hauptbereiche, an denen wir arbeiten mssen. Im flssigen Abschnitt sind wir nicht so schlecht", vergleicht sich Rossi mit den beiden Honda-Fahrern. Ansonsten ist der Italiener von der Anlage begeistert. "Die Strecke ist gut, ein klassischer Tilke-Kurs. Mir gefallen die schnellen Abschnitte, speziell die Kurven zwei und zehn. Es gibt auch viele harte Bremszonen und die Strecke ist sehr breit. Das ist gut fr berholmanver."

Bradl findet gute Basis

"Die lange Rechtskurve vor den letzten beiden Linkskurven ist ebenfalls gut. Es macht Spa und es ist nicht so hei wie in Sepang. Es ist ein guter Ort fr Motorradrennen. Rossi reihte sich in der kurzen Zeitenliste an der fnften Position ein. Damit war er der langsamste Prototypen-Fahrer. Stefan Bradl war um drei Zehntelsekunden schneller. Insgesamt drehte der Deutsche mit seiner LCR-Honda 49 Runden und verfolgte das gleiche Programm wie die brigen Fahrer. Auch er wird am Donnerstag noch testen.

"An diesem Morgen hatten wir einige Probleme mit den Bremszonen. Dies ist fr mein Fahrstil und das Bike-Setup ungewhnlich", bemerkt Bradl. "Nach einigen Anpassungen konnten wir eine Verbesserung feststellen und es war mir mglich, schnellere Rundenzeiten zu fahren. In meinen fliegenden Runden auf neuen weichen Reifen war ich nicht przise genug, weil wir zu wenig Grip hatten. Allerdings war ich den ganzen Tag ber sehr bestndig und wir haben zwei Basis-Setups gefunden, auf denen wir aufbauen knnen."

Neben den etablierten MotoGP-Stars drehten auch zwei Claiming-Rule-Fahrer ihre Runden. Blake Young sa auf dem Motorrad von Attack-Performance und Michael Barnes auf der GPTech. Diese Motorrder werden bei den US-Rennen mit einer Wildcard das Feld bereichern. Die Zeiten der beiden waren extrem langsam, denn es fehlten zehn Sekunden auf Marquez. Mit Ausnahme von Yamaha drehen die restlichen fnf Fahrer auch am Donnerstag ihre Runden.

Testzeiten aus Austin (Mittwoch):
01. Marc Marquez (Honda) - 2:03,853 Minuten (54 Runden)
02. Dani Pedrosa (Honda) - 2:03,976 (58)
03. Jorge Lorenzo (Yamaha) - 2:04,351 (65)
04. Stefan Bradl (LCR-Honda) - 2:04,640 (49)
05. Valentino Rossi (Yamaha) - 2:04,960 (67)
06. Blake Young (Attack Performance) - 2:13,641 (47)
07. Michael Barnes (GPTech) - 2:13,993 (22)

Fotoquelle: Repsol

Stichworte:

Formel 1 USA

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