Nicky Hayden ist um den Nachwuchs aus den Vereinigten Staaten besorgt

MotoGP 2013

— 18.03.2013

Hayden fordert zeitigere Talentförderung in den USA

Die Dominanz der Spanier geht auch an Nicky Hayden nicht spurlos vorbei, der sich wünscht, dass die jungen Talente ähnlich gefördert werden sollten wie in Europa

Wären Casey Stoner, Stefan Bradl und Sandro Cortese nicht gewesen, dann hätten die Spanier in den vergangenen drei Jahren alle Titel in der Motorrad-WM geholt. Die Dominanz von Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Marc Marquez wird es den anderen Nationen auch in der anstehenden Saison schwer machen. Neben den Italienern, die noch keinen adäquaten Nachfolger für Valentino Rossi haben, tun sich vor allem die Piloten aus den Vereinigten Staaten schwer.

"Die Menge an Podestplätzen, die die Spanier an manchen Tagen holen, ist unglaublich", bemerkt Nicky Hayden, der den US-Fans sicher gern öfters ein Erfolgserlebnis präsentieren würde. In den späten 1970ern sowie den 1980ern waren Eddie Lawson, Freddie Spencer und Kenny Roberts dominant. Auch Anfang der 1990er konnten die Fans in den USA durch Wayne Rainey und Kevin Schwantz stolz ihre Fahne wedeln. Doch danach passierte nicht mehr allzu viel. Kenny Roberts jr. und Hayden holten 2000 beziehungsweise 2006 jeweils einen Titel.

Der Grund für die Dominanz der US-Piloten in der damaligen 500er-Klasse ist laut Hayden einfach zu erklären: "Sie waren das gewohnt und auf Grund der vielen Leistung war das Sliden beim Dirttrack das ideale Training. Der Sport hat sich durch die Elektronik und die Reifen aber stark verändert. Das gilt auch für den Fahrstil, den die Viertakter verlangen."

"Der Hauptgrund für den Erfolg der Spanier ist, dass sie die Kinder bereits sehr zeitig auf die Motorräder setzen. Es spielt keine Rolle, ob man Golf spielt, Motorrad fährt oder Koch wird. Die Jugend gibt den Ton an. Umso eher man beginnt, desto besser ist es. Das sehe ich in Italien, doch hauptsächlich in Spanien. Dort gibt es Akademien und Schulen, in denen die Kinder zeitig an den Straßensport, echte Motorräder und den Wettbewerb herangeführt werden", lobt Hayden. "Wenn die US-Amerikaner aufholen möchten, dann müssen sie das auch so machen."

Doch vor allem die geltenden Gesetze hindern die US-Jugend am Zweiradsport. "Die Altersbeschränkung in Amerika ist etwas anders. Dadurch wird es schwieriger. Man kommt erst später auf ein großes Motorrad. Wir müssen diesen Schritt gehen und einige Kids eher in die wettbewerbsstarken Serien schicken, wie den Rookies-Cup in Europa", so der Ducati-Werkspilot.

Fotoquelle: Ducati

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