Marc Marquez kommt mit jeder Runde besser mit der MotoGP-Honda klar

MotoGP 2013

— 19.03.2013

Marquez: "Motorrad in Austin besser verstanden"

Bei den Wintertestfahrten beeindruckte Rookie Marc Marquez mit schnellen Zeiten - Im Interview spricht der Spanier über seine Umstellung auf die MotoGP-Honda

Moto2-Weltmeister Marc Marquez wusste bei den bisherigen Wintertestfahrten mit schnellen Rundenzeiten zu beeindrucken. Von Beginn an mischte der Honda-Werksfahrer in der Spitzengruppe mit und passte sich mit jedem Tag besser an die MotoGP-Maschine an. Bei den dreitägigen Testfahrten auf dem neuen Kurs in Austin setzte der Spanier sogar die Referenzzeiten. Marquez ist in der Königsklasse angekommen. Vor dem Saisonauftakt in Katar stehen noch die letzten Testfahrten in Jerez an. Im Interview spricht Marquez über seine bisherige Zeit auf der MotoGP-Honda und blickt auf den jüngsten Test in den USA zurück.

Frage: "Du warst bei den Wintertests sehr schnell. Wie bewertest du bisher deine Leistung in der MotoGP?"
Marc Marquez: "Beim ersten Test lernt man am meisten, denn alles war neu. Vor allem, weil ich vor Malaysia in Sepang nur wenige Runden gedreht habe. In Austin habe ich das Motorrad schon etwas besser verstanden. Da wir keine Basisabstimmung hatten, musste ich viel mehr arbeiten. Das ist für den Fahrer zwar etwas schwieriger, aber man lernt am meisten. Ich habe beim letzten Test viel mehr gelernt und auch die Elektronik besser verstanden."

Frage: "Du warst in Austin der schnellste Fahrer. Hattest du dich auf diesen Test speziell vorbereitet?"
Marquez: "Ich habe das Video vom Formel-1-Rennen gesehen und mir Onboard-Videos angesehen. Wenn man aber zu der Strecke kommt, dann ist es ganz anders. Ich bin einige Runden mit dem Moped gefahren, aber ich glaube, der Schlüssel für diesen Test war, dass ich es ruhig angegangen bin, vor allem als ich zu Beginn die Ideallinien gesucht habe. Wir hatten es sehr gut geplant. Mir gefiel die Strecke auch von Beginn an. Ich habe mich auch gut auf sie eingestellt, was sehr wichtig war. Ich glaube, wenn das Rennen losgeht, werden alle Fahrer eine gute Basis haben. Diese drei Tage waren etwas fiktiv. In der Realität werden alle viel näher beisammen sein."

Frage: "Hattest du erwartet, dass du die Bestzeit aufstellen würdest? Wie kannst du es dir erklären, dass du als Rookie gleich die Bestzeit aufstellst?"
Marquez: "Das Ergebnis war natürlich besser als erwartet. Wir müssen aber die Realität sehen und dürfen nicht erwarten, dass es auf anderen Strecke so gut läuft. Auf den meisten Kursen sind alle Fahrer seit Jahren mit diesen Motorrädern gefahren. Sie haben Erfahrungen und haben eine solide Basis. Für mich wird das alles neu sein. Auf einen neuen Kurs konnte ich mich schnell einstellen, das ist natürlich ein Schub."

Frage: "Was waren die kniffligsten Stellen des Kurses und wo hast du die Zeit herausgeholt?"
Marquez: "Der Kurs ist in zwei Abschnitte geteilt. Im ersten Teil gibt es Schikanen, wo man den Unterschied ausmachen kann. Ich glaube, dass das auch der entscheidende Abschnitt beim Rennen sein wird, denn dieser Abschnitt macht körperlich müde und verlangt konstante Stärke. Der letzte Abschnitt ist knifflig. Dazu gibt es drei aufeinanderfolgende Rechtskurven. Dort kann man viel Zeit gewinnen oder verlieren."

Frage: "Glaubst du, werden wir in Austin viele Überholmanöver sehen?"
Marquez: "Ja, denn es gibt viele Überholstellen. Für die Fans wird es auch in der letzten Runde toll werden."

Frage: "Freust du dich auf einen Kurs ganz besonders mit der MotoGP-Maschine?"
Marquez: "Natürlich freut man sich am meisten auf die Heimrennen. Jede Strecke vor heimischer Kulisse ist etwas Besonderes."

Frage: "Du hast am Anfang gesagt, dass das Motorrad mit dir fährt. Hast du nun das Kommando übernommen?"
Marquez: "Ja, Schritt für Schritt begann ich es auf dem Motorrad mehr zu genießen. Ich fahre jetzt viel freier, aber es gibt immer noch Momente, wo ich mich etwas versteife. Das macht aber keinen so großen Unterschied, ob man schneller oder langsamer fährt. Wenn ich befreiter fahre, dann bin ich konstanter und kann mein Körpergewicht besser einsetzen, wenn die Reifen nachlassen. In Austin fühlte ich mich am Ende des zweiten und den ganzen dritten Tag sehr gut."

Frage: "Wo liegen die Stärken der Honda RC213V?"
Marquez: "Die Stärken der Honda kennt mittlerweile jeder: Die Beschleunigung und langsame Kurven, die Bremsphase. Ich glaube, dass wir auf 'Stop-and-Go'-Kursen Vorteile haben werden."

Fotoquelle: Repsol

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