Der Hinterreifen baut im Regen zu stark ab, weshalb Rossi mehr Reifen fordert

MotoGP 2013

— 24.03.2013

Rossi fordert mehr Regenreifen

Valentino Rossi kritisiert Bridgestone, dass für drei Testtage zu wenig Regenreifen zur Verfügung stehen - Ansonsten ist sein Gefühl für die Yamaha im Nassen gut

Valentino Rossi konnte am Samstag zum ersten Mal die neue Yamaha M1 im Regen testen. Insgesamt spulte der Italiener am Samstag in Jerez 36 Runden ab und war in seinem besten Umlauf um zwei Sekunden langsamer als sein Teamkollege Jorge Lorenzo. Viel arbeiten konnte Rossi allerdings nicht, denn den Fahrern stehen für die drei Testtage lediglich vier Sätze Regenreifen zur Verfügung. Zu wenig, wie Rossi findet. "Das Gefühl mit dem Motorrad war nicht so schlecht, aber Jorges Rundenzeit war sehr beeindruckend. Eine Runde im Nassen in 1:47 Minuten ist in Jerez sehr schnell."

"Das größere Problem war, dass der Hinterreifen nach fünf Runden stark abgebaut hat. Das liegt daran, dass der 1.000er Motor den Reifen schnell aufbraucht. Das wird ein größeres Problem, sollte es am Rennwochenende regnen, denn man muss schon sehr früh das Tempo herausnehmen." Die Reifen limitierten auch die Testarbeit. Rossi möchte das für die Zukunft geändert sehen. "Wir müssen mit Bridgestone sprechen. Das andere Problem ist, dass wir nur vier Sätze Regenreifen für drei Tage haben."

"Ich habe zwei Reifen verwendet und wollte weiterarbeiten, aber wir entschieden uns dazu zwei weitere Reifen für die nächsten Tage aufzuheben, falls es wieder regnet. Das ist meiner Meinung nach ein Problem, denn man will hier testen und hat nur vier Reifensätze. Das verstehe ich nicht, aber es ist eben so. Es ist schwierig." Deshalb hat Rossi auch keine großen Rückschlüsse aus dem Samstag ziehen können.

"Ich hätte am Ende noch schneller fahren können, aber wir wollten uns die Reifen aufsparen. Am Sonntag und Montag ist wichtig, dass es trocken ist, damit wir an der Abstimmung arbeiten und die Probleme lösen können. Sollte es weiterhin regnen, dann müssen wir mit zwei Reifensätzen weiterarbeiten." In Zukunft will Rossi mehr Regenreifen von Bridgestone zur Verfügung haben. "Ich hoffe es."

"Ihr Plan war es, dass wir warten. Wir hatten dann zweieinhalb Stunden Zeit, aber wir mussten aufhören, weil wir keine Reifen mehr hatten. Hätten wir um zwölf Uhr Mittags gestartet, dann wären alle schon um 14:00 Uhr fertig gewesen. Das ist sehr merkwürdig zu verstehen. Wir brauchen mehr Reifen." Dazu stellt der Yamaha-Rückkehrer einen Vergleich an: "Mit den Trockenreifen kann man 30 Runden fahren. Hat man zwei Sätze, dann sind das 60 Runden."

"Im Nassen lässt der Reifen bei diesen Verhältnissen aber schon nach sechs, sieben Runden stark nach. Wir haben nicht genug Reifen, um am Motorrad zu arbeiten." Der hohe Reifenverschleiß liegt nicht an der Yamaha, wie sich Rossi informiert hat. "Bridgestone sagt, dass auch die anderen Motorräder dieses Problem haben. Mit der 800er war es sicherlich besser. Es hängt auch vom Asphalt ab, aber der 1.000er Motor belastet den Hinterreifen bei der Beschleunigung stärker."

Erneut Defekt an einem Motorrad

Mit den wenigen Runden ist er dennoch halbwegs zufrieden. "Wir hatten Glück, dass wir einige Runden fahren konnten, weil das Wetter sehr schlecht war. Wir konnten zumindest einige Kilometer im Regen zurücklegen. Am Nachmittag hatten wir zwei bis drei Stunden, in denen die Bedingungen es ermöglichten zu fahren. Mein erstes Gefühl war recht gut. Wir haben noch einen Plan für trockene Verhältnisse, denn meine beiden Motorräder sind unterschiedlich abgestimmt."

"Wir wollen verstehen, ob ich mit einer anderen Abstimmung das Motorrad besser verzögern kann. Ich habe beide Motorräder auch im Nassen ausprobiert." Dann trat allerdings wieder ein bekannter Defekt bei der Elektrik auf, der Rossi schon den gesamten Winter plagt: "Leider gab es bei Motorrad Nummer eins wieder das Problem wie in Austin und Sepang. Es ist immer das gleiche Problem. Wir wissen immer noch nicht, welches Teil diese Schwierigkeiten versucht. Am Ende bin ich mit diesem Motorrad gefahren und es sah okay aus."

Lorenzo hat im Vorjahr im Regen gewonnen, doch auch die Ducati galt in den vergangenen beiden Jahren als starkes Motorrad im Nassen. Kann Rossi die beiden Motorräder miteinander vergleichen? "Bei der Ducati war im Regen die Traktion am Kurvenausgang sehr gut", erläutert er die Vorteile der Desmosedici. Rossi bleibt aber lieber bei seiner geliebten Yamaha: "Generell gefällt mir auch die M1 im Regen, denn man kann mit ihr schneller fahren."

Fotoquelle: FGlaenzel

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