Der Motor der Yamaha M1 soll in Zukunft für Kunden erhältlich sein

MotoGP 2013

— 29.03.2013

Ab 2014: Yamaha verleast M1-Motoren

Yamaha wird ab 2014 den M1-Motor an Kundenteams verleasen - Genaue Details sind allerdings noch offen

Im Jahr 2014 wird sich das Starterfeld der MotoGP voraussichtlich erneut verändern. Die japanischen Hersteller Honda und Yamaha gehen dabei unterschiedliche Wege, um den Privatteams zu helfen. Honda wird bis zu fünf Production-Racer der erfolgreichen RC213V verleasen. Das Motorrad wird technisch nicht ganz auf dem Stand der Werks-Bikes sein, denn unter anderem wird es nicht das Getriebe ohne Zugkraftunterbrechung geben. Yamaha geht einen anderen Weg und wird zwei bis vier M1-Motoren an Kundenteams verleasen. Die Kundenteams müssen das Triebwerk dann in einen Rahmen wie beispielsweise von FTR oder Suter verbauen.

Ob das der erste Schritt für das Ende der Claiming-Rule-Motorräder ist, kann derzeit noch niemand sagen. Die CRT-Bikes verlieren auf die Prototypen hauptsächlich bei der Motorleistung, denn ihre Triebwerke sind prinzipiell Superbike-Motoren. In den Kurven und auf langsamen Strecken liegen die CRT-Motorräder nicht weit hinter den Prototypen zurück. Die Theorie laute demnach: Wenn man den CRTs stärkere Motoren gibt, dann sind sie näher an den Prototypen dran. Derzeit gibt es im MotoGP-Fahrerlager noch Diskussionen über das Detailregelungen für das kommende Jahr und wie diese Kundenkonzepte von Honda und Yamaha am besten ins Gesamtbild passen.

Die Japaner wollen mit diesen Schritten dabei helfen, dass die Kundenteams größere Chancen haben und unter dem Strich die Attraktivität der Serie steigt. "Im Moment finden noch Gespräche zwischen uns, der MSMA und der Dorna statt", sagt Yamaha-Teamchef Lin Jarvis. "Das Ziel ist es, dass die Meisterschaft in Zukunft wächst. Wir wollen ein volles und konkurrenzfähiges Starterfeld haben." Doch was passiert dann mit den CRT-Motorrädern, die erst seit 2012 die MotoGP bereichern? "Ich finde, dass die CRTs im Vorjahr eine Hilfe für den Sport waren", meint Jarvis.

"Ich weiß nicht, ob die CRTs in Zukunft verschwinden werden. Honda arbeitet an einer Kundenversion ihres Motorrades. Yamaha arbeitet an einem Vorschlag, um Motoren zu verleasen. Vermutlich werden wir Motoren an zusätzliche Teams verlosen. Das Ziel ist, dass Yamaha und Honda zu einem konkurrenzfähigen Starterfeld beitragen." Welche Spezifikation der M1-Motor haben wird, steht noch nicht fest.

Es wird angenommen, dass die Triebwerke technisch auf dem Stand der Tech-3-Motoren vom Saisonfinale 2013 sein werden. Das Yamaha-Werksteam wird auch in Zukunft die neuesten Entwicklungen zuerst erhalten. Über mögliche Kundenteams kann derzeit nur spekuliert werden.

Fotoquelle: Yamaha

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