Randy de Puniet hofft, den Abstand zu den Prototypen verringern zu können

MotoGP 2013

— 02.04.2013

De Puniet: "Es dürfte wesentlich interessanter werden"

Randy de Puniet peilt in diesem Jahr den CRT-Gesamtsieg an - Der Aspar-Pilot ist gespannt auf das neue Qualifying und sieht die Lücke nach vorn kleiner werden

In der MotoGP-Saison 2012 waren neben den reinrassigen Prototypen-Bikes erstmals auch Claiming-Rule-Bikes (CRT) zugelassen. Als am Saisonende in Valencia abgerechnet wurde, war es die spanische Aspar-Mannschaft, die die beiden punktbesten CRT-Fahrer stellte. MotoGP-Rookie Aleix Espargaro holte sich mit zwölf Punkten Vorsprung auf seinen routinierten Teamkollegen Randy de Puniet den inoffiziellen Claiming-Rule-Titel.

In der Saison 2013 will de Puniet nun den Spieß umdrehen. Sowohl beim zweiten Sepang-Test als auch beim letzten Vorsaisontest in Jerez markierte der Franzose die CRT-Bestzeit. Im Interview spricht de Puniet über eine schwierige Saisonvorbereitung, über das diesjährige ART-Chassis, über seine Erwartungen bezüglich des neuen Qualifying-Modus und des neuen Reifenreglements sowie über die Favoriten auf den MotoGP-Titel 2013.

Frage: "Randy, wie beurteilst du die Testfahrten im Vorfeld der neuen Saison?"
Randy de Puniet: "Über alle neun Tage gesehen hatten wir nicht viel Glück mit dem Wetter. Beim ersten Malaysia-Test hatten wir mit mangelndem Grip zu kämpfen, doch beim zweiten Test lief es viel besser, vor allem am Schlusstag. Auch in Jerez gab es viel Regen, doch wie in Malaysia hatten wir einen guten letzten Tag."

Frage: "Bist du für den ersten Grand Prix des Jahres bereit?"
De Puniet: "Ja sicher, wir sind bereit. Ich hätte im Vorfeld zwar gern länger auf trockener Piste getestet, um ein paar Dinge auszuprobieren, aber die Situation ist wie sie ist. Jetzt müssen wir aus der vorhandenen Basis das Beste machen."

Frage: "Was muss passieren, dass du am Montagmorgen in Katar zufrieden bist?"
De Puniet: "Das Rennen am Sonntagabend als bestplatzierter CRT-Fahrer beendet zu haben."

ART-Chassis gegenüber dem Vorjahr verbessert

Frage: "Wie beurteilst du die neue ART, mit der das Aspar-Team in diesem Jahr antritt?"
De Puniet: "Angesichts der Beschränkungen in dieser Kategorie war schon die 2012er-Version der ART ein großartiges Motorrad. Die neue Maschine unterscheidet sich von dieser nicht allzu stark, bietet aber mehr Möglichkeiten beim Setup. Man kann mehr mit der Geometrie spielen. Das Bike ist insgesamt steifer und wird meiner Meinung nach erneut das beste CRT-Bike sein."

Frage: "In welchen anderen Bereichen gibt es Unterschiede zum Vorjahresmodell?"
De Puniet: "Die Schwinge stellt eine große Verbesserung dar. Insgesamt bietet das Chassis wie schon gesagt mehr Setup-Alternativen."

Frage: "Worin siehst du die Stärken und Schwächen der ART?"
De Puniet: "Das Handling ist sehr gut. Auch das Drehmoment ist hervorragend. So lässt sich jede Menge Speed durch die Kurve mitnehmen. Es wäre schön, noch etwas mehr Leistung zu haben und auch die Elektronik kann trotzdessen, dass die gut ist, noch verbessert werden."

Frage: "Wie sieht dein Ziel für die Saison 2013 aus?"
De Puniet: "Ich will Ende des Jahres der punktbeste CRT-Fahrer sein."

Frage: "Im vergangenen Jahr warst du der einzige Fahrer, der es mit Aleix aufnehmen konnte. Erwartest du in diesem Jahr wieder einen Zweikampf?"
De Puniet: "Mit einem Jahr Erfahrung im Rücken werden sämtliche CR-Teams in diesem Jahr noch entschlossener zu Werke gehen. Ich gehe davon aus, dass mehrere Fahrer um die CRT-Spitze mitkämpfen können. Es dürfte wesentlich interessanter werden. So sehr ich mir stärkere Konkurrenz wünsche, so sehr hoffe ich auch, dass Aspar in diesem Jahr wieder die beiden ersten Plätze belegen wird, nur möchte ich diesmal vor Aleix liegen."

Vorfreude auf das neue Qualifying

Frage: "Was hältst du vom neuen Qualifying-Format?"
De Puniet: "Ich freue mich darauf, nach Katar zu kommen und bin gespannt, wie es funktioniert. Q1 sollte den CRT-Bikes jede Menge TV-Zeit geben. Sollte es uns gelingen, in Q2 vorzustoßen, dann wäre das ein netter Bonus. So oder so dürfte es ab sofort enger und spannender zugehen."

Frage: "Was hältst du von der neuen weichen Reifenmischung, die nur den CRT-Bikes zur Verfügung steht?"
De Puniet: "Das ist eine tolle Sache für uns. Im vergangenen Jahr gingen uns oft die Reifen aus, weil wir die harte Mischung nicht zum Arbeiten brachten. Mit einer Soft-Mischung, die nur uns zur Verfügung steht, können wir ab sofort in jeder Session voll angreifen ohne uns Sorgen um das Reifenkontingent machen zu müssen. Zudem sollten wir damit im Qualifying näher an den Prototypen dran sein. An Rennwochenenden mit niedrigen Temperaturen können wir die Soft-Mischung unter Umständen auch im Rennen einsetzen und somit die Lücke nach vorn hoffentlich weiter verringern."

Frage: "Wer sind für dich die Favoriten auf den MotoGP-Titel 2013?
De Puniet: "Die beiden Honda-Werksfahrer und die beiden Yamaha-Werksfahrer. Im Kreis dieser vier Piloten sehe ich Pedrosa und Lorenzo knapp vorn."

Fotoquelle: Aspar

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