Weltmeister Jorge Lorenzo möchte seinen WM-Titel in der neuen Saison verteidigen

MotoGP 2013

— 03.04.2013

Yamaha: Mission Titelverteidigung startet in Katar

Jorge Lorenzo möchte in Losail den Sieg aus dem Vorjahr wiederholen - Valentino Rossi liebäugelt mit dem Podium, auch wenn Katar nicht zu seinen Lieblingskursen zählt

Yamaha reist nach dem positiven Test in Jerez mit breiter Brust nach Katar. Lag man in Sepang etwas und Austin deutlich hinter den Hondas, so zeigten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi in Jerez, dass die M1 bereit ist, den Titel zu verteidigen. Weltmeister Lorenzo hat über den Winter hart trainiert, um körperlich bereit zu sein, den dritten Titel zu holen. Rückkehrer Rossi hingegen arbeitete bis zuletzt am Gefühl für die aktuelle M1.

"Ich bin richtig gespannt darauf, nach Katar zurückzukehren und die Saison zu beginnen. Die Tests waren gut, unser Tempo stimmt und wir sind über unsere Performance recht froh. Es gibt noch immer ein paar Bereiche, in denen wir uns verbessern können. Im Vergleich zu unseren Mitbewerbern ist es aber okay. Ich denke, dass wir um den Sieg kämpfen können", bemerkt Lorenzo, der in Jerez nach dem schwierigen Test in den USA aufatmen konnte: "Jerez war nach dem Test in Austin recht gut für uns."

Dennoch sorgen die Erkenntnisse aus Austin noch für etwas Kopfweh: "Es war ein neuer Kurs für uns, auf dem wir vermutlich nicht das richtige Gefühl entwickelt haben. In Jerez haben wir einen Longrun absolviert und alle Yamahas waren an der Spitze. Das hat uns vor der Reise nach Katar eine Extramotivation beschert. Zudem zeigt es, dass jede Strecke anders ist und eine spannende Meisterschaft bevorsteht", so der Spanier.

"Ich möchte die Krone verteidigen, doch es wird schwierig. Es gibt in diesem Jahr einige tolle Fahrer. Ich war von Marquez' Tempo überrascht und auch von Valentinos Rückkehr zu Yamaha. Dani ist nach dem finalen Teil der Saison 2012 ebenfalls stark. Wir werden vom ersten Rennen an hart kämpfen. Ich denke, dass wir uns in einer guten Verfassung befinden", erklärt Lorenzo. "Losail ist ein Kurs, auf dem der Belag meist etwas schwierig ist. Es gibt viel Sand und deswegen ist es immer recht schwierig in Sachen Reifen. Ich fühle mich sehr fit und bin bereit für den Start."

Rossi strebt das Podium an

In der Yamaha-Box wird es 2013 keine Wand geben. Teamkollege Rossi akzeptiert den Nummer-zwei-Status und geht mit weniger Druck in die neue Saison als in den vergangenen Jahren bei Ducati. "Ich bin mit der Arbeit, die wir in Jerez und im Winter geleistet haben, sehr zufrieden. Ich war schnell und alles verlief gut. Wir haben ein konkurrenzfähiges Motorrad, mit dem wir um das Podium kämpfen können", schildert er.

"Ich denke, dass es in Katar nicht so einfach wird. Es ist ein Kurs, der für mich schwierig ist", gesteht Rossi. "Doch ich denke, dass ich mich durchschlagen werde und ein gutes Ergebnis erziele. Ich würde gerne auf dem Podium stehen - das ist mein Ziel. Nach den Tests weiß ich, dass ich auf einigen Kursen konkurrenzfähig sein kann, auf anderen dafür aber ein paar Probleme haben werde. Am wichtigsten ist, dass ich ein gutes Gefühl habe, wenn ich meine M1 fahre. Das wird auf allen Kursen helfen, auch in Katar."

Nach zwei Jahren im Mittelfeld ist die Ungewissheit groß, was Rossi mit gutem Material ausrichten kann. "Zu Saisonbeginn ist man immer etwas nervös. Es ist normal, dieses Gefühl zu haben", weiß Routinier Rossi, der auf jeden Fall punkten möchte: "Es ist wichtig, Punkte zu holen und keine Fehler zu machen. Ich kann den Start der Saison 2013 kaum abwarten."

Zeelenberg lobt Lorenzos Fitness

"Die Arbeit ist mehr oder weniger getan und Jorge ist bereit für Katar", berichtet Teammanager Wilco Zeelenberg und lobt die Arbeit seines Schützlings: "Er befindet sich in einer guten Verfassung und wir haben sehr viele Informationen für das erste Rennen in Losail. Wie wir bereits in Jerez sagten, Jorge scheint bei seinen Longruns recht konstant zu sein, abgesehen von ein paar kleinen Setup-Problemen, die wir auf Grund der nassen Verhältnisse in Jerez haben."

"Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, Fehler zu vermeiden und von Rennen zu Rennen zu planen. Ich kann bestätigen, dass Jorge hart trainiert hat und sehr fit ist. Er hat ein konkurrenzfähiges Paket und ist bereit, um den Titel zu kämpfen und ihn zu verteidigen", so Zeelenberg. "Wir haben zwei sehr starke Fahrer, beide haben in Katar eine gute Bilanz", betont Teammanager Massimo Meregalli. "Jorge hat einige Renn-Simulationen absolviert und ich denke, er ist physisch vorbereitet."

"Valentino hat sein Gefühl für das Motorrad bei jedem Test verbessert. Es ist normal, dass er mehr Zeit benötigt hat, weil er zwei Jahre auf einem anderen Motorrad saß. Doch in Jerez konnte er beweisen, dass er das richtige Gefühl hat", erinnert sich Meregalli zurück. "Das Motorrad wird sich über die Saison hin verbessern. Doch es ist auch jetzt schon eine sehr konkurrenzfähige Maschine und wir wissen, dass damit gute Ergebnisse möglich sind."

Katar liegt Yamaha, wie Lorenzo 2012 mit dem Sieg bewies: "Die Strecke passt zu der Charakteristik der M1. Es gibt nur eine Stelle, an der es schwierig ist - die letzte Kurve ist ein ziemlich langsamer Knick, der im ersten oder zweiten Gang durchfahren wird. Im vergangenen Jahr hatten wir an dieser Stelle zu kämpfen."

Fotoquelle: Yamaha

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