In Katar wird sich herausstellen, was die Testzeiten von Marc Marquez wert sind

MotoGP 2013

— 03.04.2013

Das mit Spannung erwartete Marquez-Debüt

Rookie Marc Marquez gesteht, vor seinem MotoGP-Debpt etwas nervös zu sein, schließt einen Sieg beim Auftakt aber dennoch nicht aus

Der MotoGP-Aufstieg von Marc Marquez ist seit einigen Monaten ein heißes Thema. Bei den Wintertests konnte der Honda-Werkspilot bereits zeigen, dass er durchaus mit Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo mithalten kann. Einige Stürze und die noch nicht vorhandene Konstanz belegen aber, dass Marquez auch nur ein Mensch ist, der sich an die neue Kategorie wie alle anderen vor ihm gewöhnen muss.

"Sicher bin ich etwas nervös. Es wird in vielerlei Hinsicht mein erstes Mal sein. Es ist mein erstes Rennen in der MotoGP. Das Testen kann man nicht mit einem Renn-Wochenende vergleichen. Man hat weniger Zeit und ich weiß noch nicht, wie ein MotoGP-Rennen abläuft. Ich werde versuchen, es zu genießen und mein Bestes zu geben", schildert der Spanier vor seinem Debüt in Katar.

Der starke Einstand bei den Sepang-Test überraschte aber auch Marquez selbst: "Ich habe mich von Anfang an auf dem Motorrad wohlgefühlt. Das hat mich etwas überrascht. Ich dachte, dass ich etwas mehr zu kämpfen habe. Doch das war nicht der Fall. Ich konnte von Anfang an mithalten. Auf manchen Strecken werde ich die MotoGP-Linien noch lernen müssen und anfangs wie in der Moto2 fahren und zu viel Sliden. Doch Schritt für Schritt werde ich mehr Kilometer sammeln. Ich habe nur wenig Druck und versuche, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren."

Kein Druck von Honda

"Ich werde vom Team, Honda und Repsol keinen Druck erhalten. Ich muss mich bedanken. Dennoch sind die Erwartungen ziemlich hoch. Der Schlüssel ist es, ruhig zu bleiben, besonders bei den ersten Rennen", betont der Moto2-Champ von 2012. Einen Sieg beim ersten Rennen peilt Marquez nicht an, schließt ihn aber auch nicht aus. "Wenn man diese Mentalität hat, wird es gefährlich, weil man einen Fehler machen könnte. Wir werden es sehen. Wir schließen nichts aus, gehen es aber von Training zu Training an."

Ex-WM-Gegner Stefan Bradl hat mittlerweile ein Jahr mehr Erfahrung in der MotoGP. Dennoch geht der Deutsche nicht davon aus, seinen alten und neuen Konkurrenten immer hinter sich zu lassen. Ratschläge wird er also nicht verteilen. "Ich denke nicht, dass er einen Ratschlag benötigt. Bei ihm läuft es momentan ziemlich gut. Wie hatten 2011 tolle Kämpfe. Ich freue mich auf die Kämpfe mit ihm und den anderen Fahrern."

Routiniers rechnen mit Marquez

Ducati-Werkspilot Nicky Hayden möchte den MotoGP-Debütanten etwas bremsen. Die Kontroversen, die sich der Spanier in der Moto2 geleistet hat, sollte er in der Königsklasse besser vermeiden. "Er wird das tun, was er immer schon gemacht hat. Natürlich gibt es Dinge, die man in der Moto2 machen kann, aber in der MotoGP nicht gehen. Wenn man stürzt, dann hat man auch größere Schmerzen. Man muss es respektieren. Ich hoffe auch, dass das Level der Fahrer höher ist, damit es nicht so einfach ist vom letzten Platz an die Spitze zu fahren", so der US-Amerikaner.

"Er ist derzeit vermutlich der beste Mann", bemerkt Tech-3-Pilot Cal Crutchlow. "Kann er Lorenzo und Pedrosa herausfordern? Ich glaube nicht, dass er das Tempo an jedem Wochenende konstant halten kann, aber er ist so schnell wie sie, wenn nicht sogar schneller. Seine Fortschritte zeigen das klar. Er muss noch Erfahrungen sammeln, aber wenn er das tut und das Selbstvertrauen wächst... Es ist toll für die MotoGP und die Rennen sind nicht so langweilig. Sie sind nicht langweilig, aber es wird unterhaltsamer."

"'Dovi' und ich haben uns im Vorjahr viele Duelle geliefert und die Leute haben zugesehen. Marc wird das sicher auch machen. Wenn Pedrosa und Lorenzo gegeneinander fahren, dann kämpfen sie mit Ausnahme von Brünn nicht gegeneinander. Ein Motorrad ist auf einer Strecke besser als das andere, und so läuft es dann eben. Vielleicht ist in Mugello die Yamaha besser als die Honda, während in Motegi die Honda besser als die Yamaha ist. Der Sieger steht dann eben fest. Es ist entscheidend, dass jetzt mehr Gesichter mitmischen. Ich sehe auch Marc gegen Valentino kämpfen. Im Moment kann man nicht sagen, dass Lorenzo und Pedrosa gewonnen haben, aber sie sind die klaren Favoriten", prognostiziert Crutchlow.

Fotoquelle: Repsol

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